Produkte
Bild: Swiss Steel Group
08.01.2025

Swiss Steel führt bleifreien Automatenstahl ein

Die Swiss Steel Group stellt den neuen, bleifreien Automatenstahl 11SMn30+BX vor. Im Kontext der aktuellen Transformation der Stahlindustrie hin zu mehr Nachhaltigkeit ist dieses Produkt ein wichtiger Meilenstein.

Mit dieser Einführung begegnet die Swiss Steel Group den wachsenden Umweltanforderungen. Automatenstähle, wie der neue 11SMn30+BX, zeichnen sich durch ihre besondere Eignung für die effiziente und präzise Fertigung von Bauteilen aus. Diese Stähle lassen sich leicht bearbeiten, z. B. Schneiden oder Fräsen, ohne die Werkzeuge übermäßig zu belasten.

Branchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Hydraulik sind auf die Qualität und Vielseitigkeit solcher Stähle angewiesen. Bisher wurde Blei als Additiv eingesetzt, um die Bearbeitbarkeit dieser Stähle zu optimieren. Die Swiss Steel Group geht nun neue Wege und ersetzt das Blei durch das umweltfreundlichere Element Bor.

Effizienz und Präzision ohne Kompromisse

Frank Koch, CEO der Swiss Steel Group, erklärt: 
„Wir sind stolz, unsere Innovationsführerschaft in der nachhaltigen Stahlerzeugung weiter auszubauen.“  

Der 11SMn30+BX Automatenstahl bietet die gewohnte Leistungsstärke und höchste Bearbeitungsqualität – ein entscheidender Faktor für die Herstellung kleiner und präziser Bauteile. Kunden profitieren von der konstant hohen Qualität des Produkts, was Wartungsintervalle reduziert und die Betriebszeiten erhöht. Diese Vorteile tragen dazu bei, die Produktionskosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden zu steigern.

Anwendungsfelder des 11SMn30+BX:
  • Automobilindustrie: Kleine, präzise Komponenten, die eine hohe Zerspanbarkeit und Umweltfreundlichkeit erfordern, etwa in Motor- und Fahrwerksteilen
  • Maschinenbau: Maschinen und Werkzeuge, die eine lange Lebensdauer und hohe Belastbarkeit benötigen
  • Hydraulik: Anwendungen, die Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität erfordern

Als globaler Vorreiter und Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises bietet die Swiss Steel Group ihre Produkte auch in CO₂-reduzierter „Green Steel“-Qualität an. Der 11SMn30+BX stellt einen weiteren Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Stahlindustrie dar und ist ein starkes Beispiel für die zukunftsweisende und nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens.

Transformationsprozess der Stahlindustrie im Fokus

Die Swiss Steel Group setzt auf das Elektrolichtbogenofen-Verfahren, das sich bereits als eines der CO₂-ärmsten Stahlproduktionsverfahren bewährt hat. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hochöfen, die auf kohlenstoffintensive Rohstoffe wie Kohle und Eisenerz setzen, nutzt der Elektrolichtbogenofen hauptsächlich recycelten Schrott als Rohmaterial.

Dieses Verfahren reduziert die CO₂-Emissionen signifikant und bietet zudem die Möglichkeit, nahezu vollständig auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Durch den Einsatz von grünem Strom kann die CO₂-Bilanz des Elektrolichtbogenofens weiter optimiert werden und so eine besonders klimafreundliche Stahlproduktion gewährleisten.

Diese Entscheidung für das Elektrolichtbogenofen-Verfahren und die kontinuierliche Entwicklung bleifreier Alternativen wie dem Automatenstahl 11SMn30+BX zeigen, wie die Swiss Steel Group durch vorausschauendes Handeln aktiv an der Transformation der Stahlindustrie mitwirkt.

(Quelle: Swiss Steel Group)

Schlagworte

AutomobilElektrolichtbogenofenEmissionenEntwicklungEUFrank KochGreen SteelHandelIndustrieINGInnovationKlimaLichtbogenofenMaschinenbauNachhaltigkeitProduktionRohstoffeSchrottSinterStahlStahlerzeugungStahlindustrieStahlproduktionSwiss Steel GroupTransformationTransformationsprozessUmweltUnternehmenWettbewerb

Verwandte Artikel

31.03.2026

VDE-Hinweis zu Netzrückwirkungen kommt Elektrostahlwerken entgegen

Eine jetzt veröffentlichte Broschüre von VDE FNN ist eine wertvolle Unterstützung für den Netzanschluss von elektrischen Anlagen mit EAFs größerer Leistung

Anlagen Elektrostahlwerk Elektrotechnik EU Industrie Klima Lichtbogenofen Netzanschluß Neubau Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Technik Transformation VDEh
Mehr erfahren
: Clarissa Odewald (CEO von thyssenkrupp Rasselstein) mit der neuen Weißblechdose aus bluemint® Steel
30.03.2026

Henkel setzt auf CO₂-reduzierte Verpackung aus CO2-reduziertem Stahl

Der Verpackungsstahlhersteller thyssenkrupp Rasselstein unterstützt Henkel bei der weiteren Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks seiner Verpackungen.

Blech Deutschland Emissionen EU Hochofen Industrie ING Klima Metallverpackung Nachhaltigkeit Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Stahlherstellung Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Rasselstein Transformation Unternehmen USA Verpackungsstahl Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Vertragsunterzeichnung bei Steel Authority of India (SAIL)
30.03.2026

SAIL bestellt Kokereitechnik für das Burnpur-Projekt

SMS group hat zusammen mit dem Konsortialpartner MCK Kutty Engineers Pvt. Ltd. einen Auftrag über die Lieferung von zwei Trockenlöschanlagen erhalten

Automation Betriebssicherheit Digitalisierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU Hochofen Inbetriebnahme Indien ING KI Kokerei Koks Koksofen Koksofenbatterie Lieferung Ltd Ltd. Modernisierung Montage Nachhaltigkeit Partnerschaft Paul Wurth Service Stahl Stahlerzeugung Stahlwerk Umwelt USA Wurth Zusammenarbeit
Mehr erfahren
27.03.2026

Globale Stahl-Überkapazitäten sind ernsthafte Gefahl für Europas Industrie

Die jüngsten OECD-Zahlen bestätigen die existenzielle Gefahr für Europas Stahlindustrie. EUROFER drängt die EU zu handeln.

Ergebnis Essen EU EUROFER Handel HZ Industrie ING Investition Paris Produktion Stahl Stahlhandel Stahlmarkt Stahlproduktion
Mehr erfahren
Die Werke von thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und Isbergues stellen kornorientiertes Elektroband her – ein Schlüsselmaterial für Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen. Aufgrund der sich weiter verschärfenden Importkrise reagiert thyssenkrupp Steel mit weiteren Produktionskürzungen. Daher wird der Standort Isbergues von Juni bis September komplett geschlossen
27.03.2026

Importkrise bei kornorientiertem Elektroband

Die Importkrise auf dem Markt für kornorientiertes Elektroband verschärft sich weiter. thyssenkrupp Steel reagiert darauf mit weiteren Produktionskürzungen.

Anlagen Elektroband Energie Energiewende Energiewirtschaft Entwicklung EU EU-Kommission Gesellschaft Handel HZ ING KI Produktion Stahl Studie Thyssen thyssenkrupp Transport Unternehmen Werkstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren