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Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender voestalpine AG - Photo: voestalpine AG
11.11.2021

voestalpine mit markantem Umsatz- und Ergebnisanstieg im 1. Halbjahr 2021/22

Die voestalpine konnte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 (1. April bis 30. September) an die positive Entwicklung im letzten Geschäftsjahr anschließen – trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie dem globalen Anstieg der Energiepreise und teilweise unterbrochener Lieferketten sowie neuen Mutationen des Coronavirus bei regional unterschiedlichem Impffortschritt. Alle wesentlichen Markt- und Produktsegmente des Stahl- und Technologiekonzerns verzeichneten eine sehr solide Entwicklung. Lediglich im Bereich Automotive verschärfte sich über den Sommer die Lieferkettenproblematik, wobei die amerikanischen und asiatischen voestalpine-Standorte deutlich weniger durch den Halbleiter-Mangel betroffen waren als die europäischen. Erstmals seit Ausbruch der COVID-19-Krise stiegen auch wieder die Auftragseingänge aus der Luftfahrtindustrie. Weiterhin erfreulich entwickelte sich das Energiesegment, welches von der steigenden Investitionstätigkeit der Öl- und Gasindustrie profitierte. Der Geschäftsbereich Bahninfrastruktursysteme verzeichnete erneut eine stabile Performance. Sehr zufriedenstellend entwickelte sich der Bereich Lagertechnik. Die Auftragseingänge waren aufgrund des boomenden Online-Handels auf Rekordniveau.

„Durch die sehr solide Nachfrage nach voestalpine-Produkten in allen für uns wesentlichen Märkten und Produktbereichen, unseren Fokus auf effizienzsteigernde Maßnahmen und dem hervorragenden Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir einen starken Anstieg der Umsatz- und Ergebniszahlen im 1. Halbjahr erzielen“, so Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Die Finanzkennzahlen des voestalpine-Konzerns zum 1. Halbjahr 2021/22 weisen einen markanten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr auf. So wuchs der Umsatz im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 37,8 % von 5,1 Mrd. EUR auf 7 Mrd. EUR. Das EBITDA stieg im Vorjahresvergleich um 165,8 % von 395 Mio. EUR auf 1 Mrd. EUR. Das EBIT erreichte nach -215 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2021/22 einen Wert von 651 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern steigerte sich im Berichtszeitraum auf 611 Mio. EUR (1. Halbjahr 2020/21: -268 Mio. EUR) und das Ergebnis nach Steuern auf 486 Mio. EUR (1. Halbjahr 2020/21: -276 Mio. EUR). Die insbesondere in der 2. Hälfte des vergangenen Geschäftsjahres starke Cashflow-Generierung zeigt sich deutlich in der positiven Entwicklung der Nettofinanzverschuldung, die per 30. September 2021 bei 2,7 Mrd. EUR lag (30. September 2020: 3,5 Mrd. EUR). Das Eigenkapital stieg im Vergleichszeitraum von 5,3 Mrd. EUR auf 6,1 Mrd. EUR. Die Verschuldungs-kennzahl Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) verringerte sich im Jahresvergleich von 66,2 % auf 45,1 %. Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) im voestalpine-Konzern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,4 % von 47.917 auf 49.068.

Die wirtschaftliche Erholung aus der COVID-19-Krise, die zu Beginn teilweise von Überhitzungstendenzen begleitet war, hat sich im 1. Halbjahr 2021/22 insgesamt gesehen fortgesetzt.

Die weiteren positiven Wachstumserwartungen erscheinen unter Berücksichtigung der zuletzt in den Fokus geratenen Entwicklungen jedoch etwas unsicherer.
So kamen gegen Ende der Berichtsperiode zu anhaltend hoher Volatilität auf der Rohstoffseite starke Anstiege bei den Energiekosten hinzu. Aus heutiger Sicht ist zumindest bis Ende des laufenden Geschäftsjahres mit keiner Änderung dieser Situation auf der Zukaufsseite zu rechnen.

Absatzseitig stellt sich die Erwartung der weiteren Entwicklung nach Märkten und Regionen unterschiedlich dar: Die Automobilindustrie leidet unverändert unter Lieferschwierigkeiten der Halbleiterindustrie. Diese Situation wird sich vor Mitte des kommenden Geschäftsjahres vermutlich kaum entspannen. Wesentlich in diesem Zusammenhang ist, dass die reduzierte Automobilproduktion nicht auf eine Nachfrageschwäche zurückzuführen ist. Aufgrund fehlender Mikrochips kann die ungebrochen hohe Nachfrage von Seiten der Endkonsumenten allerdings nicht zur Gänze bedient werden. Dementsprechend ist zu erwarten, dass sich Abrufe von voestalpine-Produkten zum Teil zeitlich verschieben werden.

Die Marktsegmente Bau, Maschinenbau und Konsumgüter zeigen weiterhin eine hohe Nachfrage nach Produkten des voestalpine-Konzerns. Der Eisenbahnbereich, der ein stabilisierender Ergebnisfaktor ist, wird abgesehen von üblichen saisonalen Schwankungen aus heutiger Sicht auch weiterhin solide performen. Im Energiebereich (Öl und Gas) ist zuletzt eine deutliche Erholung feststellbar, die sich im Verlauf der 2. Geschäftsjahreshälfte weiter fortsetzen sollte.
Auch in der Luftfahrtindustrie zeigt sich aktuell eine Belebung. Die Prognosen der großen Flugzeughersteller für Kurz- und Mittelstreckenjets wurden zuletzt optimistischer, was sich bereits in steigenden Auftragseingängen widerspiegelt. 

Regional betrachtet stellt sich die ökonomische Entwicklung in Nordamerika unverändert positiv dar, wohingegen in China zuletzt einige Wirtschaftsindikatoren eine Verlangsamung der Dynamik ausweisen. In Summe sind aber die Wirtschaftsprognosen für China weiterhin deutlich positiv. Auch für Europa sagen die aktuellen Prognosen sowohl für heuer als auch für nächstes Jahr ein positives Wirtschaftswachstum voraus.
Der Vorstand der voestalpine AG geht daher – auf Basis der Ergebnisse des 1. Halbjahres 2021/22 und unter der Annahme keiner unerwarteten wirtschaftlichen Verwerfungen – für das Geschäftsjahr 2021/22 weiterhin von einem EBITDA in einer Bandbreite von 1.900 bis 2.200 Mio. EUR aus.

(Quelle: voestalpine AG)

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