Statement
Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl - Photo: Wirtschaftsvereinigung Stahl
18.03.2025

WV Stahl begrüßt Sondervermögen für Infrastruktur

Heute hat der Deutsche Bundestag eine Änderung des Grundgesetzes beschlossen, mit der neben einer Schuldenbremsen-Ausnahme für Verteidigungs- und sicherheitspolitische Ausgaben auch ein Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro auf den Weg gebracht werden kann.

Dieses soll mit einer Laufzeit von zwölf Jahren für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur und für zusätzliche Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität verwendet werden.

So werden 100 Milliarden Euro dem Klima- und Transformationsfonds zugeführt. 100 Milliarden Euro werden den Ländern für Investitionen in deren Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Die nun noch erforderliche Bundesrats-Abstimmung findet am 21. März 2025 statt.

Rippel: Die Stahlindustrie ist bereit

Dazu Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl:
„Die Zustimmung des Bundestags zum Sondervermögen ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland – und für die Stahlindustrie – eine enorm wichtige Entscheidung.

Die Unterstützung von Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau unserer Infrastrukturen kann unser Land wieder auf Vordermann bringen und hat das Zeug zu einem echten Konjunktur-Impuls, den wir so dringend brauchen.

Jedenfalls dann, wenn die finanziellen Mittel mit zwei weiteren Zielen verknüpft werden: Die Stärkung der heimischen Wirtschaft und die Erreichung der Klimaziele.

Mit anderen Worten: Es braucht ein nachhaltiges Infrastrukturprogramm, das gezielt bei den emissionsarmen Grundstoffen einsetzt und damit die ansässige Grundstoffindustrie und die mittelständischen Zulieferbetriebe stärkt.

Denn Grundstoffindustrien wie der Stahl und mit ihm das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk Stahl sind für den Infrastrukturbau – für Schienen, Brücken, Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze, Hoch- und Tiefbau – unerlässlich.

Wir appellieren deshalb an die Bundesländer, am Freitag ihre Zustimmung im Bundesrat zu geben und an die zukünftigen Koalitionäre, ihre Verhandlungen möglichst schnell über die Zielgerade zu bringen, damit Deutschland endlich auf Vordermann gebracht werden kann!

Die Stahlindustrie steht bereit, ihren Anteil zu leisten.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

 

Schlagworte

DeutschlandEUFondsIndustrieINGInvestitionKlimaKlimaneutralitätKlimazielKlimazieleModernisierungSchienenStahlStahlindustrieTransformationWasserstoffWirtschaftWirtschaftsstandort

Verwandte Artikel

Laborversuch im 1-kg-Maßstab
29.09.2026

Outokumpu stellt EvoMaterials vor

Proprietäre Technologieplattform für die Herstellung CO₂-armer hochangereicherter Metalle – auf dem Weg zur Pilotproduktion

Bund Chrom DSV Emissionen Entwicklung EU Europa Forschung HZ Industrie ING Innovation KI Klima Legierungen Lieferketten Outokumpu Patent Produktion Projektmanagement Unternehmen USA Vereinbarung Verteidigung Vorstand Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
28.09.2026

steelbuy: Neue Plattform von tk accelis in den USA gestartet

Die Plattform unterstützt die Strategie von tk accelis, in Nordamerika zu expandieren und die Digitalisierung von Lieferketten voranzutreiben

Aluminium Blech Bleche Coils Digitalisierung Edelstahl EU Handel Industrie ING Lieferketten Modernisierung Nordamerika Service Stahl Stahlhandel Stahlindustrie Stahlwerk Strategie Tk accelis Unternehmen USA Verkauf Verlag Vertrieb
Mehr erfahren
25.09.2026

CO₂-Rechnung für Stahl könnte sich verdoppeln

EUROFER schätzt, dass die steigenden EU-CO₂-Abgaben den konventionellen Hochofenstahl nach 2030 drastisch verteuern werden

Dekarbonisierung Emissionen Energie Entwicklung Essen EU EUROFER Europa Handel Hochofen HZ IBU Importe Industrie ING Investition Klima Klimaneutraler Stahl Messe Schrott Transformation Unternehmen Verkauf Verlag Wettbewerb Wirtschaft Zahlen Zertifikat
Mehr erfahren
24.09.2026

Rohstahlerzeugung im August 2026: Weiterhin verhaltene Erholung

Die Rohstahlproduktion in Deutschland hat im August 2026 mit einem Plus von 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich nur leicht zugelegt.

Deutschland EU Hochofen ING Konverter Produktion Rohstahlproduktion Schrott Stahl Stahlerzeugung Stahlproduktion Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Nicklas Magnusson, Leiter Sustainability & Safety bei Ovako
23.09.2026

Erstellung von Umweltproduktdeklarationen optimieren

Mit seiner digitalen Lösung kann Ovako, ein skandinavische Stahlhersteller, Umwelt-Produkt-Deklarationen (EPD) für Stahlprodukte in nur wenige Minuten erstellen.

Emissionen Energie Ergebnis Essen EU IBU Industrie ING KI Lieferketten Ltd Nachhaltigkeit Ovako Produktion Produktionsprozess Rohstoffe Spezialstahl Stahl Transport Umwelt Umweltproduktdeklaration USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren