Unternehmen
Der Blick durch das Mikroskop offenbart die Mikrostruktur der gemeinsam entwickelten Spezialstähle von Dillinger, MECS und der Universität des Saarlandes - Copyright: Oliver Dietze/ Universität des Saarlandes
04.10.2021

Dillinger führt erfolgreiche Kooperation für Stahlforschung weiter

Dillinger setzt die strategische Partnerschaft mit der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik der Universität des Saarlandes und dem Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik (MECS) fort.

Mit dieser Stahl-Entwicklung 4.0 fördert Dillinger die Erforschung der Mikrostruktur von Spezialstählen an der Universität und untermauert seine Position als Innovationstreiber in der Grobblechproduktion.

Seit 2015 hat der Stahlspezialist gemeinsame Forschungsprojekte zum Thema Stahl mit fast zwei Millionen Euro gefördert. Dillinger setzt die Forschungskooperation nun mit einer Förderung von knapp 1 Million Euro für die nächsten drei Jahre fort.

Im Rahmen der Weiterführung werden an der Universität zwei wissenschaftliche Projekte im Bereich Stahlforschung ermöglicht. Die Experten von Dillinger binden diese beiden Projekte als Bausteine in den ganzheitlichen Ansatz der eigenen mikrostruktur-basierten Werkstoffentwicklung ein. Der Fokus der wissenschaftlichen Arbeiten liegt auf der Mikrostruktur des Stahls sowie dessen Entstehung und den Möglich-keiten die Mikrostruktur gezielt zu beeinflussen. Es ist die Beschaffenheit dieses Stahlgefüges, das die späteren Eigenschaften eines Grobbleches bestimmt. Ziel dieser integrierten Forschungskooperation mit der Universität ist eine noch schnellere und wirtschaft-lichere Weiterentwicklung der Spezialstähle von Dillinger. Sie trägt somit dazu bei, flexibel auf Kunden-wünsche und die verschiedensten Anwendungsgebiete reagieren zu können.

Die anspruchsvollen Hochleistungsbleche, die Dillinger fertigt, finden zum Beispiel Verwendung im Stahlbau, im Maschinenbau oder beim Bau von Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen. Insbesondere die Stähle, die im Bereich Offshore-Windkraft im Einsatz sind, müssen jahrzehntelang extremen Einsatzbedingungen wie Stürmen trotzen und dennoch einen sicheren Betrieb gewährleisten. Mit genau auf den jeweiligen Anwendungsfall angepassten, ausgeklügelten Herstellungsrezepten halten die Spezialstähle von Dillinger diesen Dauerbelastungen nachhaltig stand.

„Die Forschung an der Universität des Saarlandes im Themenfeld Spezialstähle und Grobbleche ist für uns wertvoll, da sie unsere eigene Arbeit ergänzt und beschleunigt. Die schnelle und flexible Forschungs-arbeit von Dillinger sichert und verschafft uns Wettbewerbsvorteile auf dem hart umkämpften Markt für Grobbleche“, erklärt der Vorstandsvorsitzende von Dillinger Dr. Karl-Ulrich Köhler.

„Die langjährige Forschungspartnerschaft mit dem MECS und der Universität des Saarlandes bietet darüber hinaus den Vorteil, dass wir hier in der Region auch unsere potentiellen Nachwuchskräfte für die Zukunft sichern. Zahlreiche Absolventen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sind in den letzten Jahren nach Abschluss ihrer Forschungsarbeiten bei Dillinger eingestiegen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Stahlprodukte.“

(Quelle: AG der Dillinger Hüttenwerke)

 

Mit modernster Technik arbeitet Dillinger an der Entwicklung neuer Produkte für vielfältige Anwendungen - Copyright: Uwe Braun/ SHS – Stahl-Holding-Saar
Copyright: Uwe Braun/ SHS – Stahl-Holding-Saar

Schlagworte

AG der Dillinger HüttenwerkeAnlagenBlechBlecheDSVEntwicklungEssenEUForschungForschungsprojektGrobblechINGInnovationKooperationMaschinenbauNachwuchsOffshorePartnerschaftProduktionSHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaAStahlStahlbauStahlforschungTechnikUniversitätWerkstoffWerkstoffeWerkstofftechnikWettbewerbWirtschaft

Verwandte Artikel

Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren