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ArcelorMittal gründet Forschungsabteilung für klimaneutrale Stahlproduktion in Deutschland - Photo: AreclorMittel
12.12.2022

Forschungsabteilung für klimaneutrale Stahlproduktion gegründet

ArcelorMittal hat das erste deutsche Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung (F&E) zur Herstellung von klimaneutralem Stahl geschaffen. Die Abteilung mit Sitz in Hamburg wird den Technologiewandel hin zu einer klimaneutralen Stahlproduktion begleiten und unterstützen. Das neu geschaffene Team wird eng mit der globalen Forschungs- und Entwicklungsabteilung von ArcelorMittal und den vier deutschen Standorten in Bremen, Duisburg, Eisenhüttenstadt und Hamburg zusammenarbeiten.

Im Rahmen seiner Dekarbonisierungsinitiative XCarb® strebt der Konzern an, Stahl bis 2050 weltweit klimaneutral zu produzieren. Bis 2030 sollen die Emissionen in Europa um 35 Prozent reduziert werden. Die Erforschung des Einsatzes von Wasserstoff und anderer Dekarbonisierungstechnologien steht ganz oben auf der Agenda der neuen Hamburger Abteilung. Mittel- und langfristig soll die kohle- und erzbasierte Stahlerzeugung im Hochofen durch die wasserstoffbasierte Eisenschwammproduktion mittels Direktreduktion und die

Rohstahlerzeugung im Elektrolichtbogenofen mit Ökostrom ersetzt werden. In Hamburg nutzt der Konzern dieses Verfahren bereits mit Erdgas, das in Zukunft durch Wasserstoff ersetzt werden soll. Bereits 2025 soll der erste emissionsarme Stahl an den Standorten Hamburg, Duisburg, Bremen und Eisenhüttenstadt produziert werden. Größere gemeinsame Projekte zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur sind bereits in Planung. Die vollständige Umstellung auf die Verwendung von grünem Wasserstoff erfordert öffentliche finanzielle Unterstützung und die Entwicklung von grünen Leitmärkten. Die Dekarbonisierung der deutschen Werke von ArcelorMittal wird zu Einsparungen von rund zwölf Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr führen.

Reiner Blaschek, Deutschlandchef von ArcelorMittal, betont: „Mit dem neuen Kompetenzzentrum gehen wir einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung unserer Stahlproduktion. Im engen Austausch mit den globalen Forschungszentren und den deutschen Standorten des Konzerns arbeitet die neue Abteilung mit Hochdruck an den vielfältigen Fragestellungen, die deutlich komplexer sind als der einfache Ersatz von Erdgas durch Wasserstoff. Es sind enorme Herausforderungen – wirtschaftlich, infrastrukturell und technologisch. Aber wir sind gerüstet und gehen mit der F&E-Abteilung voran, um unsere ehrgeizigen Transformationsziele zu erreichen.“

Das Kompetenzzentrum koordiniert Grundlagen- und angewandte Forschung für ArcelorMittal in Deutschland. Das Team wird sich auch mit der weiteren Nutzung von Nebenprodukten und Schrott-Technologien befassen sowie mit der Frage, wie die Stahlproduktionsanlagen angepasst werden müssen, um mehr erneuerbare Energien zu nutzen. Gleichzeitig wird das Team die Zusammenarbeit mit Universitäten und technologischen Netzwerken in Deutschland ausbauen. Leiter des neuen Zentrums ist der promovierte Bremer Chemieingenieur Frank Schaub, der derzeit ein hochspezialisiertes Team aus jüngeren und erfahrenen Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen zusammenstellt.

„Wir bewegen uns innerhalb weniger Jahre weg von Methoden, die seit Jahrzehnten etabliert sind. Jetzt werden wir in kurzer Zeit neues Wissen über Wasserstoff und andere Dekarbonisierungstechnologien aufbauen“, fasst Schaub die Aufgabe des Kompetenzzentrums zusammen.

(Quelle: ArcelorMittel)

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