Statement
Photo: © pixabay
07.07.2026

Kabinettsbeschluss zum Haushalt 2027

Am 6. Juli 2026 hat das Bundeskabinett den Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 beschlossen. Die darin angekündigten umfassenden Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds (KTF), dessen Wirtschaftsplan in der kommenden Woche vorgelegt werden soll, sieht die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit großer Sorge.

Dazu Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl:
„Dass dem Klima- und Transformationsfonds künftig 2,7 Milliarden Euro aus den Erlösen des EU-Emissionsrechtehandels entzogen und stattdessen dem allgemeinen Haushalt zugeführt werden sollen, ist für uns ein Warnsignal. Die geplante Konsolidierung des KTF darf nicht dazu führen, dass die von der Bundesregierung gerade erst auf den Weg gebrachten Energiepreisentlastungen nun schon im nächsten Jahr zurückgedreht werden.

Das Gegenteil ist notwendig: Die Mittel aus dem Emissionsrechtehandel, die von Industrieunternehmen generiert werden, müssen vollständig an die Industrie zurückgelenkt werden. Richtig gemacht, wird dadurch die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und der Umbau zur Klimaneutralität unterstützt!

Sollte diese Umwidmung der Mittel Realität werden, würden die bisher erreichten positiven Industriestrompreis-Maßnahmen konterkariert: Der Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten, die Strompreiskompensation und der Industriestrompreis – all das sind unverzichtbare Instrumente, um den Industriestandort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten. Sie müssen in vollem Umfang fortgeführt, verstetigt und erweitert werden.

Am Ende bleibt das Ziel: Ein Strompreis für die Industrie von 50 Euro/MWh ‚all in‘ – damit Investitionen gesichert und der Umbau zur Klimaneutralität erfolgreich gestaltet werden kann.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

Schlagworte

BundDeutschlandEnergieEssenEUFondsHandelIndustrieInvestitionKlimaStahlTransformationUnternehmenWettbewerbWirtschaftWirtschaftsvereinigung

Verwandte Artikel

Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren