Wirtschaft
Photo: Wirtschaftsvereinigung Stahl
16.08.2022

Neue Studie zur Nachhaltigkeit in Wertschöpfungsketten

Stahlproduktion in Deutschland sichert nachhaltige Wertschöpfung

Die Stahlindustrie in Deutschland weist im internationalen Vergleich entlang ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten die geringsten Nachhaltigkeitsrisiken auf. Mit der besonderen Stellung am Beginn der industriellen Wertschöpfung hat Stahl somit nicht nur eine erhebliche wirtschaftliche, sondern auch ökologische und soziale Bedeutung für nachgelagerte Branchen wie den Maschinenbau oder die Automobil-industrie. Dies ist das zentrale Ergebnis einer volkswirtschaftlichen Studie von IW Consult im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl), in der entlang von vier zentralen UN-Zielen (Sustainable Development Goals – SDGs) die Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette Stahl in Deutschland und den größten Wettbewerbsländern analysiert wurde.

„Die Studie belegt, dass die Stahlproduktion in Deutschland mit Blick auf ihre Lieferketten einen hohen Erfüllungsgrad bei den ausgewählten UN-Nachhaltigkeitszielen aufweist und im internationalen Vergleich den Spitzenplatz einnimmt. Dies wirkt sich positiv auf nachgelagerte Branchen aus. Die Stahlindustrie in Deutschland ermöglicht so ihren Abnehmern, nachhaltige Produkte anzubieten. Umgekehrt wäre die Abwanderung von Stahl für sie mit erheblichen Nachhaltigkeitsrisiken verbunden“, erklärt Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Am Beispiel des CO2-Fußabdrucks zentraler Abnehmerbranchen wird dies mit konkreten Zahlen untermauert: Müsste der Maschinenbau seine Stahllieferungen aus Deutschland vollständig durch chinesische Importe ersetzen, würden die CO2-Emissionen in der entsprechenden Wertschöpfungskette um 13 Millionen Tonnen steigen. In der Automobilindustrie läge der CO2-Anstieg bei 8,4 Millionen Tonnen, was den jährlichen Emissionen von rund 4,2 Millionen durchschnittlichen Pkws entspricht. Bei den Berechnungen ist berücksichtigt, dass in Deutschland die Stahlherstellung selbst sowie die hierfür benötigten Vorleistungen deutlich weniger CO2-intensiv sind, als es in China der Fall ist.

„Nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Nachhaltigkeit der deutschen industriellen Schlüsselbranchen hängt entscheidend davon ab, attraktive Rahmenbedingungen für den Erhalt einer leistungsfähigen Grundstoffindustrie wie dem Stahl zu schaffen. Nirgendwo sonst wird Stahl so nachhaltig produziert wie in Deutschland bzw. in der EU insgesamt. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Transformation der Stahlindustrie zur Klimaneutralität und der Krise auf den Energiemärkten ist dieser Befund aktueller denn je“, so Verbandspräsident Kerkhoff.

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

 

Schlagworte

AutomobilBundChinaCO2CO2-EmissionenDeutschlandEmissionenEnergieErgebnisEUIndustrieINGKerkhoffKlimaLieferkettenLieferungMaschinenbauNachhaltigkeitProduktionStahlStahlherstellungStahlindustrieStahllieferungenStahlproduktionStudieTransformationWettbewerbWirtschaftWVWV StahlZahlen

Verwandte Artikel

TrimRob – autonomer Roboter zum Besäumen und Probenahme von Bünden von Primetals Technologies
20.04.2026

Primetals Technologies kooperiert mit Polytec

Primetals Technologies kündigte eine strategische Partnerschaft mit Polytec an, einem weltweit führenden Anbieter robotergestützter Lösungen.

Anlagen Anlagenbau Automation Automatisierung Bund Draht Drahtwalzwerk Energie EU ING Langprodukte Messung Partnerschaft Produktion Prozessautomatisierung Software Stahl Transformation Unternehmen USA Walzwerk
Mehr erfahren
17.04.2026

EU genehmigt Industriestrompreis

Am 16. April 2026 hat die EU-Kommission den Vorschlag der Bundesregierung für einen Industriestrompreis genehmigt.

Anpassung Bund Deutschland Energie EU-Kommission HZ Industrie Klima Stahl Stahlindustrie Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Grafik des Messestands der Salzgitter AG auf der Hannover Messe
16.04.2026

Hannover Messe: Salzgitter AG thematisiert SALCOS

Die Salzgitter AG präsentiert sich auf der Hannover Messe als einer der führenden deutschen Stahlkonzerne. Erneut wird sich auf dem Messestand des Konzerns (Halle 12, Sta...

Bund Campus Defence Deutschland Entwicklung Essen EU Gesellschaft HZ Industrie ING Logistik Messe Messestand Politik Produktion Rohre Stahl Transformation Verteidigung Wasserstoff Wasserstofftechnologie Wirtschaft
Mehr erfahren
Foto der Vertragsunterzeichnung: Von links nach rechts: Shen Jianqiang, Chen Huiyan, Tobias Leiting, Ding Zongxu, Xu Liang
16.04.2026

Induktive Staberwärmung für das Präzisionsschmieden

Huzhou Hatebur, Teil der C&U Group, hat SMS group mit der Lieferung einer SMS Elotherm-Stangenerwärmungsanlage für den Standort Huzhou in der Provinz Zhejiang, China beau...

Anlagen Antrieb Asien Automobil China Einsparung Emissionen Energie Entwicklung Erwärmungsanlage Essen EU Forschung Getriebe Industrie ING Investition Lieferung Ltd Ltd. Modernisierung Partnerschaft Produktion Projektmanagement Schulung Service SMS SMS group Technik Unternehmen USA Vertrieb Wirtschaft Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Kardemir hat bei Primetals Technologies ein Automationssystem mit einer einheitlichen digitalen Architektur in Auftrag gegeben, um die Prozesse in seiner gesamten Schmelzanlage zu optimieren
16.04.2026

Primetals Technologies modernisiert Kardemirs Stahlwerk

Im Januar 2026 beauftragte der integrierte Stahlproduzent Kardemir aus Karabük, Türkiye, Primetals Technologies mit der Modernisierung der Automatisierungsumgebung im Sta...

ABB Anlagen Architekt Architektur Automatisierung Digitalisierung Energie Ergebnis Essen EU ING KI Konverter Metallurgie Modernisierung Optimierung Partnerschaft Produktion Produktionsprozess Prozessoptimierung Roheisen Schwefel Sinter Stahl Stahlwerk Steuerung Temperatur Transformation Unternehmen USA Vakuumbehandlung Walzen Wasserstoff Werkstoff
Mehr erfahren