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Von links nach rechts: Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG, Katherina Reiche, Vorsitzende des Vorstands der Westenergie AG und Mitglied im Aufsichtsrat der Schaeffler AG, und Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG. - Photo: Schaeffler AG
24.04.2023

Schaeffler-Hauptversammlung beschließt Dividende und wählt neue Aufsichtsrätin

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Schaeffler AG haben am 20. April 2023 auf der ordentlichen Hauptversammlung des weltweit tätigen Automobil- und Industriezulieferers dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt. An der virtuell durchgeführten Hauptversammlung nahmen in der Spitze bis zu 395 Aktionärinnen und Aktionäre teil. Die Anteilseigner nutzten die Veranstaltung und richteten ihre Fragen in digitaler Form zum Unternehmen und zum Geschäftsjahr 2022 an den Vorstand.

Die Dividendenausschüttung beläuft sich auf 45 Euro Cent je Vorzugsaktie. Die Ausschüttungsquote liegt somit bei rund 48 Prozent und damit am oberen Ende des Zielkorridors von 30 bis 50 Prozent, bezogen auf das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten.

„Schaeffler ist ein starkes Unternehmen, das im Jahr 2022 trotz eines herausfordernden Umfelds solide gewirtschaftet hat. Wir wollen alle Investoren an diesem Erfolg teilhaben lassen und schütten erneut eine attraktive Dividende aus. In das Jahr 2023 sind wir erwartungsgemäß gestartet und liegen auf Kurs, unsere Ziele zu erreichen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG, Klaus Rosenfeld.

In seinem Bericht ging Klaus Rosenfeld auf die Unternehmensentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr ein und erläuterte positive sowie nachteilige Aspekte des zurückliegenden Geschäftsjahres. So konnten trotz gestiegener Beschaffungskosten und eines unsicheren makroökonomischen Umfeldes entscheidende Fortschritte in wichtigen Bereichen verzeichnet werden. Die Sparte Automotive Technologies befindet sich auf einem erfolgreichen Weg der Transformation, belegt durch den Auftragseingang von 5 Milliarden Euro im Unternehmensbereich Elektromobilität. Die starke Nachfrage im Reparatur- und Ersatzteilbereich führte zu einem Umsatzanstieg in der Sparte Automotive Aftermarket auf mehr als 2 Milliarden Euro. Zudem wurde das starke organische Wachstum der Industriesparte von drei wichtigen Akquisitionen begleitet. Diese einzigartige Diversifizierung der Schaeffler Gruppe bildete auch im Geschäftsjahr 2022 die Grundlage für die starke Bilanz, die eine attraktive Dividende ermögliche, sagte Klaus Rosenfeld. 

„Für Schaeffler ist das Thema Nachhaltigkeit Verpflichtung und Opportunität zugleich. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der zunehmenden sozialen Herausforderungen weltweit sind wir davon überzeugt, dass wirksame, unmittelbare und gezielte Maßnahmen in den wichtigsten Bereichen heute entscheidender sind denn je“, erläuterte Klaus Rosenfeld in seiner Rede den Aktionärinnen und Aktionären die Hintergründe für die weitere Anpassung und Schärfung der Nachhaltigkeitsstrategie während des Geschäftsjahres 2022.

Zentrales Element hierbei ist die konsequente Ausrichtung der Strategie auf die drei ESG-Dimensionen: Umwelt (Environment), Gesellschaft (Social) und gute Unternehmensführung (Governance). Die Umsetzung dieser Strategie wird durch inhaltliche Schwerpunkte der Schaeffler Gruppe definiert, durch Anforderungen von externen Stakeholdern ergänzt und konkrete Ziele und messbare Kennzahlen abgeleitet.  

Dass Nachhaltigkeit bei Schaeffler auch in engem Zusammenhang mit den Geschäftsmöglichkeiten der drei Sparten gedacht wird, wurde durch drei entsprechende Beispiele verdeutlicht. Beispielsweise die Investition der Sparte Automotive Technologies in Höhe von 50 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr in den Entwicklungs- und Fertigungscampus für die Elektromobilität in Bühl. Für die Sparte Automotive Aftermarket nimmt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft eine übergeordnete Rolle ein, das auch Schaeffler in seinem Reparatur- und Ersatzteilgeschäft verfolgt und darüber hinaus konzernweit mitdenkt. In der Sparte Industrial wird derzeit verstärkt an skalierbaren Lösungen zur Wasserstoffgewinnung gearbeitet. Eine Technologie, die auch Synergien für das Automotive-Geschäft von Schaeffler bietet und die Vorteile der breiten Aufstellung des Unternehmens unterstreicht.

Nachdem Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, wie am 3. März 2023 kommuniziert, altersbedingt ihr Mandat im Aufsichtsrat der Schaeffler AG niedergelegt hat, wurde Katherina Reiche wie vorgeschlagen von der Hauptversammlung als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Katherina Reiche ist Vorsitzende des Vorstands der Westenergie AG und bekleidet seit 2019 das Ehrenamt als Vorsitzende des nationalen Wasserstoffrates der Bundesregierung.

„Ich möchte meiner Mutter Frau Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann im Namen des Aufsichtsrats aber natürlich auch persönlich für ihre erfolgreiche Arbeit in den letzten 27 Jahren zum Wohle des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken. Auch wenn sie natürlich Gesellschafterin und Geschäftsführerin in der INA Holding bleibt, ist dies heute ihr letzter Tag als Aufsichtsrat der Schaeffler AG“, sagte Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender Georg F. W. Schaeffler.

„Gleichzeitig sind wir froh darüber, dass wir mit Katherina Reiche eine erfahrene und versierte Managerin im Bereich Wasserstoff gewinnen konnten, die unseren Aufsichtsrat bereichern wird.“

(Quelle: Schaeffler AG)

 

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