Statement
Stefan Rauber, Vorstandsvorsitzender von Saarstahl und Dillinger - Photo: SHS
21.07.2026

SHS begrüßt verhalten die Vorschläge zum EU-Emissionshandel

Mit der Vorlage ihres Vorschlags zur Weiterentwicklung des Europäischen Emissionshandelssystems (ETS1) nimmt die Europäische Kommission wesentlichen Einfluss auf die Zukunft der energieintensiven Industrien in Europa.

Die vorgelegten Vorschläge enthalten aus Sicht der saarländischen Stahlindustrie zwar erhebliche kritische Änderungen, sie lassen jedoch zugleich erkennen, dass die Europäische Kommission an den Grundprinzipien des Europäischen Emissionshandelssystems festhält.

Die erläuterten Eingriffe führen zu einer Senkung des CO2-Preissignals, was First-Mover Unternehmen vor massive Herausforderungen stellt. Es fehlen klare Konzepte und Mechanismen, wie man eben diese Unternehmen vor nachträglichen Änderungen schützen möchte.

Im weiteren europäischen Gesetzgebungsverfahren wird es daher darauf ankommen, die Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass ambitionierter Klimaschutz, Investitionssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen gewährleistet werden. Entscheidend wird nun sein, bestehende Schwachstellen zu korrigieren und die notwendige Investitions- und Planungssicherheit für die industrielle Transformation weiter zu stärken. Ziel bleibt ein ETS, der die industrielle Transformation in Europa wirksam unterstützt und vorantreibt.

Ergänzend braucht es wirksame industriepolitische Rahmenbedingungen. Hierzu gehören insbesondere grüne Leitmärkte für klimafreundlich erzeugte Grundstoffe, eine funktionierende Exportlösung im Zusammenhang mit dem CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) sowie eine gezielte Reinvestition der ETS-Einnahmen in die industrielle Transformation.

Stefan Rauber, Vorstandsvorsitzender von Saarstahl und Dillinger, erklärt:
„Wer über Jahre hinweg Rahmenbedingungen in eine Richtung setzt – wie die Bundesregierung und die Europäische Union –, steht in der Pflicht. Ohne ein verlässliches CO₂-Preissignal verlieren Investitionen in klimafreundliche Technologien ihre wirtschaftliche Grundlage und mit ihnen die Glaubwürdigkeit der europäischen Klima- und Industriepolitik.“

Dillinger und Saarstahl werden den Vorschlag der Europäischen Kommission nun im Detail prüfen und bewerten.

(Quelle: SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA)

Schlagworte

BundCO2DillingerDSVEnergieEntwicklungEUEuropaHandelIndustrieINGInvestitionKlimaKlimaschutzPolitikSaarstahlStahlStahlindustrieTransformationUnternehmenUSAVorstandWettbewerbWirtschaft

Verwandte Artikel

04.09.2026

Acciaierie Venete nimmt weitere Einzelstab-Richtanlage in Betrieb

Die fortschrittliche SBQ-Endbearbeitungstechnologie wurde von Danieli im Werk Padua implementiert. Sie garantiert hochwertigen Stabstahl und steigert die betriebliche Eff...

Automation Automatisierung Betriebssicherheit Danieli EU Inbetriebnahme Industrie ING Instandhaltung Italien KI Messe Produktion Prozessleitsystem Service Stahl Strategie Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Frontansicht des Deutschen Bundestags in dem der Bundeshaushalt debattiert wird.
03.09.2026

Regierung droht Mittelstandsforschung weiter auszubremsen

Forschungsvereinigungen fordern Kurskorrektur im Bundeshaushalt.

Anpassung Bund Dekarbonisierung Deutschland Digitalisierung Einsparung Energie Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fosta HZ Industrie ING Innovation KI Klima Konstruktion Politik Produktion Rohstoffe Sanierung Stahl Stahlanwendung Transformation Unternehmen USA Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft Zukunftstechnologie
Mehr erfahren
ArcelorMittal Duisburg
02.09.2026

ArcelorMittal wird den Standort Duisburg stark verkleinern

Im September 2027 soll die Rohstahlproduktion auslaufen. Das Drahtwalzwerk soll weiterproduzieren und das Vormaterial vorzugsweise von anderen Konzernstandorten erhalten.

Aufsichtsrat Bund Dekarbonisierung Draht Drahtwalzwerk Duisburg Energie EU Europa ING Lieferung Produktion Produktionsprozess Roheisen Stabstahl Stahl Stahlproduktion Stahlwerk thyssenkrupp Unternehmen USA Walzwerk Wirtschaft
Mehr erfahren
01.09.2026

Klimafreundliche Wertschöpfungsketten auf See

Tibnor liefert CO2-armen Stahl für elektrifizierte Versorgungsschiffe, die von einer norwegischen Werft gebaut werden

Antrieb Bauindustrie Elektrifizierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU HZ Industrie ING Investition Lieferung Nachhaltigkeit SSAB Stahl Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren