Unternehmen
Von links nach rechts: Hicham Belayachi (Werksleiter Kenitra, BENTELER Automotive Components), Matthias Siemer (Managing Director & President EU und MENA, BENTELER Automotive Components), Ryad Mezzour (Minister für Industrie und Handel des Königreichs Marokko), Hubertus Benteler (Vorsitzender des Aufsichtsrats, BENTELER Gruppe), Abdelhafid El Baghdadi (Generalsekretär der Provinz Kenitra), Thomas Glynn (Chief Financial Officer, BENTELER Gruppe), Stefan Bantle (Geschäftsträger a. i. und Leiter des Wirtschaftsbüros der deutschen Botschaft in Rabat). - Photo: Benteler
07.07.2026

Benteler eröffnet neues Automotive-Werk in Marokko

Die Benteler Gruppe hat ihr neues Automotive-Werk in Kenitra, Marokko, offiziell eröffnet. An der Eröffnungszeremonie nahmen neben Mitarbeitenden und dem Management des Unternehmens sowohl Kunden, Partner sowie unter anderem Ryad Mezzour, Minister für Industrie und Handel des Königreichs Marokko, teil.

Ralf Göttel, CEO der Benteler Gruppe, betont die strategische Bedeutung des neuen Werks:
„Mit der Eröffnung des Werks in Kenitra setzen wir unsere globale Wachstums- und Produktionsstrategie konsequent fort. Der Standort ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir industrielle Exzellenz, Kundennähe und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.

Entscheidend für diesen Erfolg war die herausragende Leistung unserer Teams – insbesondere der Mitarbeitenden vor Ort, die dieses Projekt mit hoher Kompetenz, Verlässlichkeit und großem Engagement realisiert haben.“

Starkes Zeichen der Partnerschaft

Nur rund ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich geht der hochmoderne Produktionsstandort in der Atlantic Free Zone in Betrieb. Mehr als 300 direkte Arbeitsplätze werden geschaffen, ergänzt um zusätzliche Beschäftigungseffekte entlang der lokalen Wertschöpfungskette.

„Die Eröffnung dieses Werks ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres Automotive-Ökosystems“, sagt Ryad Mezzour, Minister für Industrie und Handel des Königreichs Marokko.

„Die Investition von Benteler steht für Vertrauen in den Industriestandort Marokko, für hochwertige Arbeitsplätze und für eine langfristige Partnerschaft. Sie bestätigt erneut die Attraktivität unseres Landes für international führende Industrieunternehmen.“

Strategischer Standort mit Zukunft

„Der vertrauensvolle Schulterschluss mit unseren Partnern und Institutionen in Marokko war ein wesentlicher Erfolgsfaktor während der Planungs- und Aufbauphase. Dafür bedanken wir uns ausdrücklich“, hebt Matthias Siemer, President Benteler Automotive Components Europe & MENA, die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern hervor.

„Mit unserem neuen Standort in Kenitra erhöhen wir unsere Flexibilität und Liefersicherheit weiter. Ganz im Sinne unseres Local‑for‑local‑Ansatzes produzieren wir dort, wo unsere Kunden sind.“

Marokko bietet dem Unternehmen exzellente Rahmenbedingungen: qualifizierte Fachkräfte, eine leistungsfähige industrielle Infrastruktur, eine starke Automobilindustrie sowie eine günstige geografische Lage mit sehr guter logistischer Anbindung. Der steigende Anteil erneuerbarer Energien unterstützt zusätzlich die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens.

Moderne Technologien und intelligente Produktion

Am Standort Kenitra weden ab dem Sommer 2026 unter anderem vordere und hintere Stoßfänger, Verbundlenkerachsen, Crash‑Streben und Querlenker für einen internationalen Automotive‑OEM gefertigt.

Die Produktionsanlagen entsprechen höchsten technologischen Standards – darunter eine 3.200‑Tonnen‑Kaltumformpresse, moderne Schweißanlagen, eine kathodische Tauchlackierung (KTL) sowie 3D‑Lasertechnologie.

Von Beginn an ist das Werk als digitale und vernetzte Produktionsstätte ausgelegt. Industrie‑4.0‑Lösungen aus der SMART‑FACTORIES‑Initiative von Benteler sorgen für effiziente Prozesse, hohe Qualität und maximale Transparenz. 

(Quelle: Benteler)

 

Das neue Werk in Kenitra ist der erste Standort in Marokko / Photo: Benteler

Schlagworte

AnlagenAutomobilAutomobilAutomotiveAutomotiveBENTELER GruppeBENTELER GruppeBundBundEnergieEnergieEntwicklungErfolgsfaktorErfolgsfaktorEUEUHandelHandelIndustrieINGINGInvestitionInvestitionKIKINachhaltigkeitNachhaltigkeitPartnerschaftPartnerschaftPressePresseProduktionProduktionStrategieStrategieUnternehmenUnternehmenUSAUSAZusammenarbeitZusammenarbeit

Verwandte Artikel

07.07.2026

Kabinettsbeschluss zum Haushalt 2027

Kürzungen im KTF dürfen nicht zulasten der Industrie gehen. Energiepreisentlastungen müssen dauerhaft erhalten und abgesichert werden

Bund Deutschland Energie Essen EU Fonds Handel Industrie Investition Klima Stahl Transformation Unternehmen Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
06.07.2026

Forschungspreis des Großhandels 2026

Volatile Rohstoffpreise zählen zu den größten wirtschaftlichen Risiken im Großhandel. Eine aktuelle Forschungsarbeit aus dem Fraunhofer IIS zeigt, wie sich diese Unsicher...

ABB Auszeichnung Einsparung Energie EU Fraunhofer Handel HZ IMU Industrie ING KI Kooperation Leuchten Rohstoffe Service Stahl Stahlmarkt Stahlpreise Strategie Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren
Eisen Grader wird Niederlassung von Sülzle Stahlpartner
06.07.2026

Sülzle Gruppe erweitert Standortnetz

Eisen Grader in Weiden (Oberpfalz) wird Niederlassung von Sülzle Stahlpartner

Baustahl CO2 Deutschland Entwicklung EU Gesellschaft Handel HZ ING Klima Logistik Produktion Stahl Stahlhandel Technik Unternehmen
Mehr erfahren
Hycamit-Prozessschema
03.07.2026

Hycamite engagiert sich für Wasserstoff in der Stahlindustrie

Hycamite beteiligt sich an einem 17-Millionen-Euro-Forschungsprojekt, dessen Ziel es ist, die gesamte Wertschöpfungskette der Stahlproduktion weiterzuentwickeln.

Anlagen Dekarbonisierung Elektrolyse Emissionen Energie Essen EU Forschung Forschungsprojekt HZ Industrie ING KI Ovako Produktion Recycling Schlacke SSAB Stahl Stahlherstellung Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Transformation Unternehmen Verlag Walz- Wasserstoff Wasserstoffbasiert
Mehr erfahren
03.07.2026

Infrastruktur kann die Kosten für grünen Wasserstoff verdoppeln

Welche Kosten auf deutsche Wasserstoffabnehmer im Jahr 2035 zukommen, zeigt eine Analyse des Fraunhofer IEG mit Partnern des Exzellenzclusters »Integrierte Energiesysteme...

Berlin Dekarbonisierung Deutschland Elektrolyse Energie Energiewirtschaft Entwicklung Ergebnis Essen EU Forschung Fraunhofer Industrie Politik Produktion Studie Transport Umzug Unternehmen Veranstaltung Wasserstoff Wirtschaft
Mehr erfahren