Wirtschaft
Mit schärferen Schneidemessern, robusterem Material oder neuartigen Fertigungsstrategien lassen sich Energie- und Verschleißkosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. - Photo: voestalpine
21.03.2023

Deutsche Industrie spart Kosten mit nachhaltiger Produktion

Drei PRAXIS-Beispiele Autobau, Lebensmittel-Industrie, Kunststoffherstellung

Die High Performance Metals Division des voestalpine-Konzerns, einer der Weltmarktführer für hochqualitativen Werkzeugstahl und andere Hochleistungswerkstoffe, unterstützt Industrieunternehmen u.a. in den Bereichen Automotive, Lebensmittel- und Kunststoffherstellung dabei, mit nachhaltiger Produktion Kosten zu sparen. Dazu arbeitet die Division gemeinsam mit Werkzeugherstellern verschiedener Branchen intensiv an der Entwicklung innovativer Technologien. Mit schärferen Schneidemessern, robusterem Material oder neuartigen Fertigungsstrategien lassen sich Energie- und Verschleißkosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. 

„Unser Know-how im Bereich Werkzeugstahl kombiniert mit dem Wissen von Werkzeugherstellern eröffnet für die verarbeitende Industrie ganz neue Synergien für das Ziel, nachhaltiger zu produzieren”, sagt Reinhard Nöbauer, Vorstandsmitglied der High Performance Metal Division. „Deshalb haben wir maßgeschneiderte Komponenten - so genannte Engineered Products - entwickelt, die direkt in Produktionsprozessen eingesetzt werden können und sofort zu Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen führen.“  

Autobau - Praxisbeispiel
Im Karosseriebau gehen die Hersteller von E-Autos neue Wege: Die traditionelle Blechbauweise wird durch neue Fertigungsverfahren abgelöst, beispielsweise mit dem Aluminiumdruckguss für große Bauteile. Der Vorteil: Mit dem Gussverfahren können in Kombination mit additiven Fertigungsverfahren für Inserts Zeit und Kosten gespart werden. Bei der Einrichtung neuer Fertigungslinien werden so Fertigungs- und Investitionskosten maßgeblich reduziert.

„Gemeinsam mit einem renommierten E-Auto-Hersteller konnten wir mit innovativen Ansätzen in den Bereichen additiver Fertigung, Beschichtung und Werkstoffauswahl für die Werkzeuge Zykluszeit und Ausschuss senken“, sagt Reinhard Nöbauer. 

Lebensmittelindustrie - Praxisbeispiel
In der Lebensmittelindustrie arbeiten die voestalpine-Expert:innen mit den Herstellern von Werkzeugen für die Käseverarbeitung zusammen. Durch hochwertigen Klingenstahl und eine neuartige Präzisionssteuerung der Maschinen nutzen sich die Schneidmesser weniger ab.

Die Vorteile: Maschinenlaufzeiten verlängern sich um das Dreifache, weil die Produktion zum Nachschärfen der Messer seltener angehalten werden muss. Das neue Maschinen-Engineering spart Energie: Mit weniger Reibung beim Schnitt sinkt der erforderliche Kraftaufwand für den Einsatz der Messerwerkzeuge. Gleichzeitig sorgen schärfere Werkzeuge für eine Kostenersparnis bei den Lebensmitteln. Beim Schnitt von Premiumkäse lässt sich der teure Abrieb in der Verarbeitung deutlich senken und es kommt zu weniger Verlusten bei der Ware.

Herstellung von Kunststoffbauteilen – Praxisbeispiel
Die Recyclingwirtschaft führt dazu, dass die Kunststoffverarbeitung in der Industrie künftig nachhaltiger wirtschaften kann. Stichwort: Recyclate und Bioplastik. Die Lebensmittelindustrie arbeitet bereits daran, die neuen Werkstoffe für die Herstellung von Verpackungen aller Art einzusetzen. Zuletzt durch die Corona-Pandemie angetrieben, ist die Nachfrage nach in Kunststoff verpackten Lebensmitteln ein Mega-Trend.

Bioplastik verhält sich allerdings in der Fertigung ganz anders als die klassischen Kunststoffe. Diese Erfahrung machen auch die Hersteller von Kinderspielzeugen, medizintechnische Unternehmen oder Zulieferer von Kunststoffkomponenten verschiedenster Branchen und Unternehmensgrößen. Das Team der High Performance Metals Division hat in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Spritzgussteilen neue Werkzeuge entwickelt. Damit spart die Produktion einerseits Energie, andererseits stärken Firmen mit der Einbindung des Betriebs in die Recyclingwirtschaft die Umweltfreundlichkeit der Wirtschaft insgesamt.

(Quelle: voestalpine High Performance Metals GmbH)

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