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Luftbild des Standortes in Eisenhüttenstadt - Foto: ArcelorMittal
31.05.2024

Förderbescheid für ArcelorMittal ausgestellt

Ein weiterer Schritt zur Transformation der Stahlherstellung in Bremen und Eisenhüttenstadt ist getan. Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, hat in Eisenhüttenstadt den nationalen Förderbescheid für das gemeinsame Dekarbonisierungsprojekt der ArcelorMittal-Standorte Bremen und Eisenhüttenstadt an Management und Belegschaft übergeben.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Vorhaben (Gesamtinvestition: rund 2,5 Milliarden Euro) mit einem Betrag von etwa 1,3 Milliarden Euro. Dies beinhaltet eine Kofinanzierung des Landes Bremen von rund 251 Millionen Euro für die Direktreduktionsanlage in Bremen.

Dr. Thomas Bünger, CEO von ArcelorMittal Flachstahl Deutschland, kommentiert:
„Heute ist ein wichtiger Tag für unser Unternehmen und die Belegschaften in Bremen und Eisenhüttenstadt. Mit dem nationalen Förderbescheid haben wir einen Teil der Kosten gesichert, die wir für den Bau und Betrieb neuer Anlagen zur Dekarbonisierung brauchen. Mit den Finanzmitteln aus Bremen und vom Bund arbeiten wir hochmotiviert weiter daran, die nächsten Schritte für die Transformation zu gehen.“

Das Unternehmen hat bereits Kooperationen und Partnerschaften mit potenziellen Wasserstofflieferanten wie Energieversorger EWE oder Organisationen wie dem Naturschutzbund BUND getroffen, um für die nächsten Schritte notwendige Vorbereitungen zu treffen. Auch an der sozialen Transformation wird intensiv gearbeitet, da mit neuen Anlagen und anderer Produktionstechnologie auch neue Berufe entstehen.

ArcelorMittal beabsichtigt, bis 2030 zwei Hochöfen (je einen in Bremen und in Eisenhüttenstadt) durch Elektrolichtbogenöfen und eine Direktreduktionsanlage zu ersetzen. Die neuen Anlagen sollen perspektivisch grünen Wasserstoff einsetzen, sobald dieser zu international wettbewerbsfähigen Preisen und in ausreichender Menge verfügbar ist.

Bis zu 5,8 Millionen Tonnen CO2 könnten dann jährlich eingespart und 3,8 Millionen Tonnen CO2- reduzierter Stahl produziert werden. International wettbewerbsfähige Energiepreise und ausreichend verfügbare Mengen an grünem Wasserstoff bleiben ein wichtiger Faktor für ArcelorMittal, um eine positive finale Investitionsentscheidung des Konzerns bis Mitte 2025 zu erreichen und den geplanten Umbau der Stahlherstellung in die Tat umzusetzen.

Ebenso wird der Aufbau grüner Leitmärkte – zum Beispiel im Bauwesen und in der Automobilbranche – eine wichtige Rolle spielen, um CO2- reduzierten Stahl wettbewerbsfähig zu machen.

(Quelle: ArcelorMittal)

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