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Vertreter von LanzaTech und Primetals Technologies während der Unterzeichnungszeremonie. Von links nach rechts: Karl Purkarthofer, Executive Vice President & Global Head of Services Primetals Technologies, Alexander Fleischanderl, Senior Vice President & Head of Green Steel Primetals Technologies, Jennifer Holmgren, CEO LanzaTech, und Sanjeev Manocha, Global Business Development Director, LanzaTech - Foto: Primetals Technologies
27.06.2023

LanzaTech und Primetals verlängern Kooperation

LanzaTech, ein führendes Unternehmen im Bereich der Kohlenstoffabscheidung und -nutzung, und Primetals Technologies geben die Unterzeichnung einer Kooperationsverlängerung um weitere zehn Jahre bekannt, welche die Einführung integrierter Umweltlösungen in der globalen Stahlindustrie beschleunigen soll.

Die von LanzaTech kommerzialisierte Kohlenstoffrecyclingtechnologie nimmt Emissionen aus der Schwerindustrie, einschließlich der Stahlindustrie, auf und verwandelt sie in Bausteine zur Herstellung von Brennstoffen und Chemikalien. Primetals Technologies verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Entwicklung metallurgischer Lösungen und nutzt das gemeinsame Portfolio der Vorgängerunternehmen Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery und Siemens VAI. Heute ist Primetals Technologies einer der am längsten bestehenden globalen Technologieanbieter im Stahlsektor. 

Vielfältige Lösungen für grünen Stahl

Die Verlängerung der Zusammenarbeit ist ein gemeinsames Bekenntnis zur grünen Transformation der Metallindustrie: Primetals Technologies konzentriert sich auf die Bereitstellung von Lösungen für die Produktion grünen Stahls, während LanzaTechs neuartige Technologie zur Kohlenstoffabscheidung und -verwertung die Fähigkeit besitzt, Abfallproduktion in die Wertschöpfungskette zurückzuführen. Im Rahmen der bisherigen Kooperation arbeiteten die Unternehmen gemeinsam an der Prozessintegration und -optimierung bei der Umwandlung von Stahlemissionen in chemische Grundstoffe. Die erneuerte Vereinbarung wird im globalen Eisen- und Stahlsektor weitere Projekte auf der Basis der LanzaTech‘schen Kohlenstoffrecyclingtechnologien ermöglichen.

Dr. Jennifer Holmgren, CEO von LanzaTech. sagt:
„Es gibt in der Stahlindustrie mehr als nur eine einzig richtige Strategie zur Reduktion von Emissionen. Eine Kombination verschiedener Lösungen kann jedoch eine wichtige Rolle bei der Erreichung nationaler, regionaler und sogar betrieblicher Net-Zero-Ziele spielen. Wir freuen uns, heute eine Lösung im kommerziellen Maßstab anbieten zu können und mit einem Branchenführer wie Primetals Technologies zusammenzuarbeiten, um unsere Technologie auf industriellem Niveau der ganzen Welt zugänglich zu machen.“

Emissionen umwandeln

Die beiden Unternehmen haben bereits mit ArcelorMittal, einem führenden Stahlproduzenten, zusammengearbeitet, um LanzaTechs Technologie in ArcelorMittals Werk im belgischen Gent einzusetzen. Das zukunftsweisende Steelanol-Projekt ArcelorMittals wird Hochofenemissionen in Ethanol umwandeln, das zur Herstellung nachhaltiger Brennstoffe und anderer Produkte verwendet werden kann - ein Novum in der europäischen Stahlindustrie.

Die Anlage wurde im Dezember 2022 eingeweiht und nahm Ende Mai 2023 den Betrieb auf. Das erste produzierte Material wurden Anfang dieses Monats auf einer gemeinsamen Veranstaltung von LanzaTech und Primetals Technologies auf der METEC, der größten Messe für Metallurgie, in Düsseldorf vorgestellt. Sobald die Steelanol-Anlage den vollen Betrieb erreicht hat, wird sie in der Lage sein, Kohlenstoffemissionen im Bereich von 125.000 Tonnen pro Jahr einzusparen und 80 Millionen Liter Ethanol zu generieren.

Zielsetzung Net-Zero

Dr. Alexander Fleischanderl, SVP und Head of Green Steel bei Primetals Technologies, erläutert:
„Das Ziel des Stahlsektors, bis 2050 bei CO2-Emissionen eine Nullbilanz zu erreichen, hängt von der Entwicklung bahnbrechender CCU-Technologien ab. Selbst wenn Stahlwerke auf neue Produktionsmethoden umstellen, kann der Ansatz LanzaTechs verschiedene Gasströme im Stahlwerk abgreifen, ohne dass die Anlagen oder die Technologie merklich verändert werden müssen. Wenn ein Werk beschließt, von der heutigen, kohlenstoffintensiveren Produktionsroute auf neuere Prozesse umzusteigen, lässt sich die Technologie von LanzaTech in das veränderte Setup und in die resultierenden Gasströme integrieren. Diese Flexibilität ist für die Zukunft der Industrie von großem Interesse.“

(Quelle: Primetals Technologies)

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