Stahlhandel
Die Baustelle in Alsfeld - Photo:  NORDWEST
21.08.2025

Nordwest Handel mit Neubau im Zeitplan

Die Verbundgruppe Nordwest Handel AG ist seit über 100 Jahren Partner für Händler und Hersteller im Bereich Stahl, Bau, Handwerk und Industrie sowie Haustechnik. Als eine zentrale Säule neben der Digitalisierung betreibt das Unternehmen aktuell noch in Gießen einen Logistikstandort für die angeschlossenen Fachhandelspartner.

Mit der Fertigstellung des Neubaus in Alsfeld, geplant für Januar 2026 als eines der größten und modernsten Zentrallager in der PVH-Branche, werden nicht nur die Kapazitäten für das wachsende euoraweite Verbundgruppen-Netzwerk geschaffen, sondern auch 68.000 qm zusätzliche Kapazitäten, um von der Mitte Deutschlands aus für die Partner aus Händler- und Herstellerkreisen als Logistikspezialist individuelle Dienstleistungen anzubieten.

Aktueller Baustatus des Logistikneubaus in Alsfeld

Der Bau des neuen Nordwest-Logistikzentrums hat im August 2024 begonnen und schreitet planmäßig voran. Auch die IT-Anbindung des Neubaus ist in vollem Gang. Die Übergabe der ersten Hallenflächen (Early Access) an das Verbundunternehmen ist für September 2025 geplant.

Zu diesem Zeitpunkt startet der Aufbau der Automatisierungstechnik der Firma Knapp Industry Solutions GmbH (u.a. Automatisches Shuttle-Lager, Behälterfördertechnik, integrierte Pick- und Packplätze). In der manuellen Abwicklung geht Nordwest von einem Go-live, sprich der ersten Einlagerung von Artikeln, im März 2026 aus.

Von diesem Zeitpunkt an werden sukzessive die Warenbestände von allen bisherigen Standorten nach Alsfeld umgezogen. Zeitnah wird dann auch der Versand von dort beginnen, inklusive der Gefahrstoffe. Parallel erfolgt der Einbau der Automatisierungstechnik bis Ende des dritten Quartals 2026.

Der Vollbetrieb ist nach der Fertigstellung und der Inbetriebnahme des komplexen automatischen Kleinteilelagers im ersten Quartal 2027 vorgesehen. Dann werden die Partner vollumfänglich von den vielen Benefits des neuen Zentrallagers profitieren.

Fachgroßhändler sowie Hersteller, die zusätzliche Logistikkapazitäten benötigen, Wachstumsprojekte umsetzen, ihre Logistik-Performance steigern oder auch die Direktbelieferung ihrer Kunden zentralisiert abwickeln wollen, können dies im neuen, leistungsstarken Logistikzentrum realisieren.

Die hohe Warenverfügbarkeit und taggleiche Auslieferung zählen schon heute zu den Erfolgsfaktoren, von denen die Handelspartner bzw. Auftraggeber profitieren, um ihre Wettbewerbsposition zu steigern. Der Neubau im hessischen Alsfeld wird dies nochmals auf ein neues Level heben und gleichzeitig in punkto Nachhaltigkeit einen extrem hohen Standard erreichen.

Konzipiert als Multi-User-Warehouse

Das neue Logistikzentrum wird multi-mandantenfähig sein, sodass für spezifische Projekte auch zusätzliche Partner aufgeschaltet werden können – kosteneffizient und inklusive der Lieferung zum Endkunden mit individuellem Lieferschein deutschland- und europaweit. Norwest wird die Anbindung und Umsetzung von Anfang bis Ende betreuen, sowohl technisch als auch organisatorisch.

Die Prozesse sind stark individuell konfigurierbar, die logistischen Dienstleistungen werden für ein breites potenzielles Produktsortiment angeboten, von einer hocheffizienten automatisierten Kleinteileabwicklung bis zum Handling von sperrigen Waren sowie Gefahrstoffen. Das Leistungsspektrum umfasst zudem weitere mögliche Dienstleistungen (VAS – Value Added Services), die u.a. von der Bestückung von Werkstattwagen, über Set-Bildungen bis zu Auftragseinzelverpackungen reichen.

Technische Highlights im neuen Zentrallager

Im neuen Logistikzentrum wird die hochmoderne, automatisierte und nachhaltige Verpackungsanlage CVP Everest von Sparck Technologies einsetzt werden und das Projekt mit der Firma  Xproma realisiert. Die Anlage erstellt automatisiert alle drei Sekunden einen passgenauen Versandkarton. Mit der Fähigkeit, bis zu 1.200 maßgeschneiderte Pakete pro Stunde zu realisieren, setzt die Anlage neue Maßstäbe in Effizienz und Produktivität und spart Kosten.

Die Automatisierungslösung, die Nordwest mit dem Unternehmen Knapp umsetzt, umfasst ein Automatisches Kleinteilelager (AKL), autonome mobile Roboter (AMR) sowie maßgeschneiderte Arbeitsplätze im Wareneingang, der Kommissionierung und im Verpackungsbereich, die für Effizienz und Flexibilität sorgen.

Das neue Zentrallager mit topaktueller Materialflusstechnik in Zahlen:

  • 135.000 m² Grundstücksfläche
  • 68.000 m² Hallenfläche
  • 12 Meter Hallenhöhe
  • 20 Meter Hallenhöhe im Bereich des Automatischen Kleinteilelagers
  • 170.000 Stellplätze im vollautomatisierten Automatischen Kleinteilelager
  • 50.000 Europaletten Stellplätze inkl. Gefahrstofflager und -handling
  • Fachbodenanlage und Blockflächen für VAS / Kleinartikel / Sperrgüter
  • Bis zu 11.000 Kartons und 1.000 Paletten pro Tag im Warenausgang
  • DGNB-Zertifizierung mit Gold-Standard für nachhaltiges Bauen

Große Vorteile in der logistischen Zusammenarbeit 

Nordwest schafft Mehrwert-Logistik und Platz für neue gemeinsame Projekte. Zielgruppe sind Großhändler, Fachhandels- und Lieferantenpartner, die ihre Lagerhaltung und die damit verbundenen Dienstleistungen teilweise oder komplett outsourcen möchten, um Entlastung im Geschäftsalltag zu erfahren, ihre Fixkosten zu variabilisieren und gleichzeitig die logistische Performance für die Endkunden professionell zu gestalten.

Das neue Logistikzentrum  wird zu den modernsten Zentrallagern deutschlandweit zählen. Partner, die die Logistikleistungen nutzen, können mit Hilfe des Verbundunternehmens ihre Wachstumsziele besser erreichen, ihre Kundenzufriedenheit steigern und ihre Prozesse skalierbar, kosteneffizient und digitalisiert optimieren.

Erhöhte Lagerkapazitäten, schnellere, zuverlässigere Lieferungen und geringere Kosten sollen den Unternehmen einen zusätzlichen Vorsprung im Markt verschaffen. Eine umfassendere Lagerkapazität bedeutet eine noch höhere Warenverfügbarkeit und Produktvielfalt, was Engpässe reduziert und den Vertrieb flexibler macht – für die Märkte von heute und morgen.

Das neue Zentrallager ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg des Verbundunternehmens in eine erfolgreiche Zukunft – gleiches soll für Partner gelten, die die individuellen Logistikdienstleistungen dort nutzen: mit modernster Automatisierungstechnik, nachhaltigen Technologien und einer Infrastruktur, die höchsten Ansprüchen an Effizienz und Flexibilität gerecht wird.

Dazu hat das Verbundunternehmen bereits in der Planungsphase Wert auf zusätzliche Kapazitäten sowie entsprechende IT-Prozesse und Schnittstellen gelegt, um eigene Warenbestände der Lieferanten und Fachgroßhändler einlagern und versenden zu können.

Durch die einfache und schnelle Anbindung über die bereits vorhandenen Schnittstellen zu den bestehenden Partnern rücken auch kleinere, gemeinsame Projekte in den Fokus, da die Schwelle zur Umsetzung gering und die individuelle Erweiterung des Geschäftes unkompliziert ist.

(Quelle: Nordwest Handel AG)

Schlagworte

AutomatisierungBundDeutschlandDigitalisierungErfolgsfaktorEUHandelHZInbetriebnahmeIndustrieINGLieferungLogistikNachhaltigkeitNeubauNordwest Handel AGServiceStahlTechnikUnternehmenUSAVertriebWettbewerbZahlenZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Luftbild des Moselstahlwerks in Trier
08.09.2026

Technische Ausrüstung des Moselstahlwerks Trier steht zum Verkauf

Die Anlagentechnik des gesamten schmelzmetallurgischen und Stranggießbereichs werden weltweit Investoren zum Kauf angeboten.

Anlagen Asien Danieli Draht Essen EU Indien ING Lichtbogenofen Messung Metallurgie Modernisierung Produktion Produktionsprozess Schmelze Schmelzen Schrott Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Stahlwerk Strangguss Tenova Verkauf Verlag
Mehr erfahren
Neue Warmrichtmaschine in Mühheim
07.09.2026

Salzgitter AG nimmt Warmrichtmaschine in Betrieb

Die Anlage im Werk der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (Mülheim a. d. R.) unterstreicht die Rolle des Salzgitter-Konzerns als Partner für Infrastruktur im Zukunft...

Anlagen Anlagenbau Blech Bleche DSV Energie Energiewende Entwicklung Essen EU Gesellschaft Grobblech HZ Inbetriebnahme ING Investition Montage Offshore Produktion Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH Stahl Technik USA Vorstand Wettbewerb Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Projektauftakt, v.l.n.r. hinten: Andreas Zaremba, Leiter TGA, Ilsenburger Grobblech GmbH, Sebastian Böhm, Entwicklungsingenieur, Ilsenburger Grobblech GmbH, Uwe Zischkale, Abteilungsleiter 3 Energie, Nachhaltigkeit, Strukturwandel, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; v.l.n.r. vorn: Dr. Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ilsenburger Grobblech GmbH, Denis Loeffke, Bürgermeister Stadt Ilsenburg, Dr. Franziska Sondej, Energiesysteme und Infrastrukturen, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Andreas Künne, Energiemanager, Ilsenburger Grobblech GmbH
07.09.2026

Vorstudie in Ilsenburg startet

Mit dem Projektauftakt in der Stadtverwaltung Ilsenburg startet die Vorstudie „Smart Industry Orchestration Ilsenburg“.

Automatisierung Blech Bleche Bund Energie Entwicklung Ergebnis EU Fraunhofer Grobblech HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Politik Produktion Produktionsprozess Sachsen Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Studie Transformation Umwelt Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort
Mehr erfahren
04.09.2026

Acciaierie Venete nimmt weitere Einzelstab-Richtanlage in Betrieb

Die fortschrittliche SBQ-Endbearbeitungstechnologie wurde von Danieli im Werk Padua implementiert. Sie garantiert hochwertigen Stabstahl und steigert die betriebliche Eff...

Automation Automatisierung Betriebssicherheit Danieli EU Inbetriebnahme Industrie ING Instandhaltung Italien KI Messe Produktion Prozessleitsystem Service Stahl Strategie Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren