Wirtschaft
Mona Neubaur ist seit dem 29. Juni 2022 Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen - (Archivbild: Land NRW)
25.10.2022

NRW unterstützt thyssenkrupp auf dem Weg zu grünem Stahl

Ministerin Mona Neubaur bestätigt eine Absichtserklärung, wonach Nordrhein-Westfalen die Transformation von thyssenkrupp Steel mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag fördert. Gleichzeitig regt sie Gespräche der großen Stahlkonzerne an, wie die Herausforderungen der Klimakrise gemeistert werden können. 

Die nordrhein-westfälische Wirtschafts-, Energie- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur von den Grünen sieht es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen zu sichern. „Ein großes Ziel sei es, das Investitionsklima im Land zu verbessern, damit die Transformation zur Klimaneutralität bewerkstelligt werden könne, sagte Neubaur vor Journalisten der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Sie bestätigte, dass das Land NRW die milliardenschwere Umstellung des Stahlkonzerns thyssenkrupp Steel auf Wasserstoff zur Direktreduktion mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag unterstütze. Hierzu gebe es eine Absichtserklärung zwischen dem Land und dem Konzern.  

Die von Arbeitnehmern und Kreisen der IG Metall geforderte Beteiligung des Landes an der Stahltochter des thyssenkrupp-Konzerns lehnte Neubaur ab. Die Ministerin würde es aber begrüßen, wenn die Konkurrenten thyssenkrupp Steel und Salzgitter gemeinsam überlegen würden, wie der Umbau der Produktion zu grünem Stahl erfolgreich bewerkstelligt werde und die Konzerne ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit bewahren könnten.  Angesichts der großen Herausforderungen und anstehender Milliardeninvestionen sei es für die deutsche Stahlindustrie sinnvoll, „sich auf einen gemeinsamen Weg zu verständigen", sagte sie. Nicht äußern wollte Neubaur sich zu der Frage von Journalisten, ob dies im Ergebnis zu einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen in einer  häufig diskutierten deutschen „Stahl AG“ führen könne. Ebenso wie NRW thyssenkrupp steel unterstützt, setzt Salzgitter auf öffentliche Hilfe bei der Umstellung der Produktion.     

Autor: Hans-Willy Bein, Redaktion

Schlagworte

DirektreduktionEnergieErgebnisEUIG MetallIndustrieInvestionInvestionenInvestitionKlimaKlimaschutzNeubauProduktionSalzgitterStahlStahlindustrieThyssenthyssenkruppTransformationUnternehmenUSAWasserstoffWettbewerbWirtschaftWirtschaftsstandort

Verwandte Artikel

Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren