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Photo: Salzgitter AG
07.10.2022

Staatliche Förderung für CO2-arme Stahlproduktion der Salzgitter AG zulässig

Die EU-Kommission hat den Förderantrag der Salzgitter AG für das Transformationsprogramm SALCOS® - Salzgitter Low CO2 Steelmaking notifiziert, also die beantragte nationale Beihilfe mit europäischem Recht für vereinbar erklärt. Damit ist eine weitere wesentliche Voraussetzung für die Gewährung der beantragten nationalen Fördermittel geschaffen. Nachdem sich am 15.09.2022 mit der Unterzeichnung einer Verwaltungsvereinbarung durch Ministerpräsident Stephan Weil und Staatssekretär Stefan Wenzel (BMWK), das Land Niedersachsen und die Bundesrepublik Deutschland gemeinsam zur Förderung von SALCOS® bekannt hatten, liegt nun auch die entsprechende Freigabe der EU-Kommission vor.

Vorbehaltlich einer positiven finalen Prüfung und Entscheidung der nationalen Zuwendungsgeber geht die Salzgitter AG nun davon aus, dass entsprechend der Verwaltungsvereinbarung vom 15.09.2022 die Bundesrepublik Deutschland bis zu 700 Mio. € und das Land Niedersachsen bis zu 300 Mio. € zur Förderung von SALCOS® beitragen werden. Gemeinsam mit den von der Salzgitter AG bereits freigegebenen Eigenmitteln von 723 Mio. € wäre somit die Finanzierung der ersten Ausbaustufe von SALCOS® sichergestellt, die bis Ende 2025 umgesetzt sein soll.

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG: „Wir sind dankbar für diesen Vertrauensbeweis der politischen Entscheider. Substanzielle öffentliche Förderung und unsere
erheblichen Eigenmittel ermöglichen es uns, als Pionier die industrielle Dekarbonisierung in Europa weiter zu beschleunigen. Die gestrige Entscheidung der EU zeigt, dass wir mit unserer Strategie "Salzgitter AG 2030" auf dem richtigen Weg sind und auch in schwierigen Zeiten Kurs halten."

Ziel von SALCOS® ist es, die Stahlproduktion in Salzgitter in drei Stufen bis 2033 komplett auf eine CO2-arme Rohstahlproduktion umzustellen. Die erste Stufe mit einer Rohstahlkapazität von 1,9 Mio. Tonnen pro Jahr soll bereits Ende 2025 in Betrieb gehen. Im Rahmen der kompletten Transformation werden zwei Direktreduktionsanlagen und drei Elektroöfen errichtet, die dann die Hochöfen und Konverter sukzessive ersetzen. Damit wird die bisher auf Kokskohle beruhende Stahlproduktion von einer neuen wasserstoffbasierten Route abgelöst. So sollen rund 95 % der jährlichen CO2-Emissionen von etwa 8 Mio. t eingespart werden. Damit kann rund 1 % der deutschen CO2-Emissionen vermieden werden.

(Quelle: Salzgitter AG)

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