Trendthema
thyssenkrupp Steel und Mubea unterzeichnen Absichtserklärung (v.l.n.r): Dr. Christian Lehr (Head of Sales Processing Industries & Steel Service Centers Automotive, thyssenkrupp Steel Europe AG), Bernhard Osburg (Chief Executive Board, thyssenkrupp Steel Europe AG), Dr. Lutz-Eike Elend (Managing Director, Member of the Group Executive Board, Mubea) Dr. Heike Denecke-Arnold (Chief Operations Officer Executive Board, thyssenkrupp Steel Europe AG), Dr. Andreas Hauger (Managing Director, Member of the Group Executive Board, Mubea), Jörg Paffrath (Head of Sales Industry, thyssenkrupp Steel Europe AG), Tobias Klein (Global Purchasing Director, Mubea). - Photo: thyssenkrupp Steel
06.10.2022

Absichtserklärung für die Belieferung mit CO2-armen Stahl unterzeichnet

Die Markteinführung von klimafreundlichem Stahl nimmt Fahrt auf. Erst Anfang September hatte der Vorstand der thyssenkrupp AG den Weg für den Bau der größten deutschen Direk-treduktionsanlage für CO2-armen Stahl frei gemacht. Jetzt unterzeichneten die thyssenkrupp Steel Europe AG und der global agierende Automobilzulieferer Mubea die erste offizielle Ab-sichtserklärung für die Belieferung mit CO2-reduziertem Stahl.

Ab Inbetriebnahme der Direktreduktionsanlage, die für das Jahr 2026 geplant ist, wird thys-senkrupp Steel den Weltmarktführer in der Herstellung von innovativen und leistungsfähigen Leichtbaukomponenten mit klimafreundlichem bluemint® Steel beliefern. In den Jahren bis 2030 sollen die abgenommenen Mengen schrittweise steigen. thyssenkrupp bietet seinen Kunden auf Basis seines Transformationskonzepts tkH2Steel bereits jetzt CO2-reduzierte und zertifizierte Stähle an. Dazu werden im Rahmen des bestehenden Technologierahmens ver-schiedene Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung genutzt. So setzt Mubea bereits vor dem Start der Direktreduktionsanlage auf bluemint® recycled. Für diesen CO2-reduzierten Flachstahl kommt ein hochwertiges Stahl-Recyclingprodukt im Hochofen zum Einsatz. Dieser neue tech-nologische Ansatz reduziert die Nutzung von Kohle im Hochofen. Für die Einsatzmenge des Stahl-Recyclingprodukts sinkt der absolute CO2-Ausstoß im Vergleich zum konventionellen Hochofenprozess um 64 Prozent.

Die Absichtserklärung zwischen thyssenkrupp Steel und Mubea stärkt die langjährige Part-nerschaft beider Unternehmen und legt nun den Grundstein für langfristige Lieferbeziehungen auch mit CO2-reduziertem Stahl. Mit dem Bekenntnis zur klimafreundlichen Stahlproduktion verfolgen thyssenkrupp Steel und Mubea dasselbe Ziel: die Transformation zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die mit thyssenkrupp Steel unterzeichnete Absichtserklärung ist ein Eck-pfeiler der ambitionierten Klimastrategie von Mubea. So will Mubea schon 2035 klimaneutral sein und bereits bis 2025 die Gesamt-CO2-Emissionen seiner Geschäftstätigkeiten um min-destens 25 Prozent reduzieren. Da der größte Teil der CO2-Emissionen der Mubea-Produkte allerdings aus der Vorkette stammt, erörtert das Unternehmen mit Lieferanten wie thyssen-krupp, welche Senkungen der spezifischen CO2-Emissionen im geplanten Zeitrahmen erreich-bar sind. Auf einer Werkführung zu den wesentlichen Schauplätzen der künftigen CO2-armen Produktion hat sich die Mubea-Geschäftsführung in Duisburg selbst ein Bild vom geplanten Umfang der Transformation bei thyssenkrupp Steel Europe gemacht. Denn für das Erreichen der Klimaziele in der Industrie ist eine Betrachtung der Emissionen der gesamten Lieferkette entscheidend. Der CO2-reduzierte Stahl von thyssenkrupp Steel liefert hierfür zukünftig einen wichtigen Beitrag.

(Quelle: thyssenkrupp Steel)

 

Schlagworte

AutomobilCO2CO2-EmissionenCO2-ReduzierungDirektreduktionDuisburgEmissionenEUFlachstahlHochofenInbetriebnahmeIndustrieINGKlimaKlimaschutzKlimastrategieKlimazielKlimazieleLEDLeichtbauLieferungNachhaltigkeitProduktionRecyclingStahlStahlproduktionStrategieThyssenthyssenkruppThyssenkrupp AGThyssenkrupp Steel EuropeThyssenkrupp Steel Europe AGTransformationUnternehmen

Verwandte Artikel

Luftbild des Moselstahlwerks in Trier
08.09.2026

Technische Ausrüstung des Moselstahlwerks Trier steht zum Verkauf

Die Anlagentechnik des gesamten schmelzmetallurgischen und Stranggießbereichs werden weltweit Investoren zum Kauf angeboten.

Anlagen Asien Danieli Draht Essen EU Indien ING Lichtbogenofen Messung Metallurgie Modernisierung Produktion Produktionsprozess Schmelze Schmelzen Schrott Stahl Stahlherstellung Stahlproduktion Stahlwerk Strangguss Tenova Verkauf Verlag
Mehr erfahren
Projektauftakt, v.l.n.r. hinten: Andreas Zaremba, Leiter TGA, Ilsenburger Grobblech GmbH, Sebastian Böhm, Entwicklungsingenieur, Ilsenburger Grobblech GmbH, Uwe Zischkale, Abteilungsleiter 3 Energie, Nachhaltigkeit, Strukturwandel, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt; v.l.n.r. vorn: Dr. Robert Kühn, Vorsitzender der Geschäftsführung, Ilsenburger Grobblech GmbH, Denis Loeffke, Bürgermeister Stadt Ilsenburg, Dr. Franziska Sondej, Energiesysteme und Infrastrukturen, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Andreas Künne, Energiemanager, Ilsenburger Grobblech GmbH
07.09.2026

Vorstudie in Ilsenburg startet

Mit dem Projektauftakt in der Stadtverwaltung Ilsenburg startet die Vorstudie „Smart Industry Orchestration Ilsenburg“.

Automatisierung Blech Bleche Bund Energie Entwicklung Ergebnis EU Fraunhofer Grobblech HZ Ilsenburger Grobblech GmbH Industrie ING Klima Klimaschutz Nachhaltigkeit Politik Produktion Produktionsprozess Sachsen Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Studie Transformation Umwelt Unternehmen USA Wettbewerb Wirtschaft Wirtschaftsstandort
Mehr erfahren
Neue Warmrichtmaschine in Mühheim
07.09.2026

Salzgitter AG nimmt Warmrichtmaschine in Betrieb

Die Anlage im Werk der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (Mülheim a. d. R.) unterstreicht die Rolle des Salzgitter-Konzerns als Partner für Infrastruktur im Zukunft...

Anlagen Anlagenbau Blech Bleche DSV Energie Energiewende Entwicklung Essen EU Gesellschaft Grobblech HZ Inbetriebnahme ING Investition Montage Offshore Produktion Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH Stahl Technik USA Vorstand Wettbewerb Zusammenarbeit
Mehr erfahren
04.09.2026

Acciaierie Venete nimmt weitere Einzelstab-Richtanlage in Betrieb

Die fortschrittliche SBQ-Endbearbeitungstechnologie wurde von Danieli im Werk Padua implementiert. Sie garantiert hochwertigen Stabstahl und steigert die betriebliche Eff...

Automation Automatisierung Betriebssicherheit Danieli EU Inbetriebnahme Industrie ING Instandhaltung Italien KI Messe Produktion Prozessleitsystem Service Stahl Strategie Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren