Wirtschaft
Dr. Claudia Conrads, Hauptgeschäftsführerin der BDSV - Bild: BDSV
09.12.2024

BDSV begrüßt Nationale Strategie zur Kreislaufwirtschaft

Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) begrüßt die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS), die jüngst vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, als wichtigen Schritt, um eine ressourcenschonende und zirkuläre Wirtschaft zu etablieren.

esonders positiv bewertet die BDSV die geplanten Maßnahmen zur Förderung von Sekundärrohstoffen und die Unterstützung innovativer Recyclingtechnologien.

Allerdings sieht die Branche dringenden Nachbesserungsbedarf bei der konkreten Umsetzung und den Rahmenbedingungen. Kreislaufwirtschaft braucht klare Standards und Investitionsanreize

Forderung nach klare Standards, verbindliche Maßnahmen und Anreize

Dr. Claudia Conrads, Hauptgeschäftsführerin der BDSV erklärt:
„Die Ziele der Kreislaufwirtschaftsstrategie sind ambitioniert und notwendig, doch die konkreten Umsetzungspläne bleiben hinter den Erwartungen zurück. Ohne klare Standards, verbindliche Maßnahmen und verlässliche Investitionsanreize droht die Strategie an der Praxisferne zu scheitern.

Die Stahlrecyclingbranche ist bereit, ihren Beitrag zur Reduzierung des Primärrohstoffverbrauchs und zur Dekarbonisierung der Industrie zu leisten. Dafür brauchen wir jedoch verlässliche Rahmenbedingungen und eine klare Vision, wie die ambitionierten Ziele umgesetzt werden sollen. Hierbei uns die Unterstützung für mittelständische Unternehmen, die die Recyclingbranche prägen, ausreichend mitgedacht werden“.

Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sei wichtig

Daher fordert die BDSV:

  • Klare Investitionsanreize und Förderinstrumente: Die geplanten Förderprogramme und Instrumente wie der KfW-Rohstofffonds oder Transformationsbürgschaften müssen konkretisiert und auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten werden. Der Ausbau bestehender Infrastruktur, wie Sammel- und Sortieranlagen, darf dabei nicht vernachlässigt werden.
  • Harmonisierung von Standards: Ein einheitlicher rechtlicher Rahmen und verbindliche Qualitätsstandards für Sekundärrohstoffe sind dringend erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit und Akzeptanz von Rezyklaten auf den Märkten zu stärken.
  • Reduktion von Bürokratie: Bürokratische Hürden, beispielsweise bei Genehmigungsverfahren, müssen abgebaut werden, um Innovationen und Investitionen zu erleichtern. Die BDSV fordert die Bundesregierung auf, die Expertise der Stahlrecyclingbranche bei der weiteren Ausarbeitung und Umsetzung der Strategie stärker einzubeziehen.

Eine enge Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist unerlässlich, um das volle Potenzial der Kreislaufwirtschaft auszuschöpfen.

Dr. Conrads sagt abschließend:
„Nur wenn die politischen Ziele in praxisnahe Maßnahmen übersetzt werden, können wir eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft etablieren, die den Industriestandort Deutschland stärkt und gleichzeitig einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leistet.“ 

(Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V.)

Schlagworte

AnlagenBundDekarbonisierungDeutschlandDSVEUFondsFörderungHZIndustrieINGInnovationInvestitionKlimaKlimaschutzKooperationKreislaufwirtschaftPolitikRecyclingRohstoffeSekundärrohstoffeStahlStrategieTransformationUnternehmenUSAWettbewerbWirtschaft

Verwandte Artikel

Installationsarbeiten während der Modernisierung des EAF von Çolakoğlu Metalurji durch Primetals Technologies
11.03.2026

Primetals modernisiert Elektrolichtbogenofen bei Çolakoğlu Metalurji

Die Modernisierung des Elektrolichtbogenofens (EAF) durch Primetals Technologies bei Çolakoğlu Metalurji in Dilovasi, in der Türkei, sorgte für eine bedeutende Effizienzs...

ABB Anlagen Anpassung Automatisierung Betriebssicherheit Çolakoğlu Elektrolichtbogenofen Energie Energieeffizienz Ergebnis Essen EU HZ IBU Inbetriebnahme Industrie ING KI Konstruktion Lichtbogenofen Logistik Modernisierung Montage Neubau Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlkonstruktion Stahlproduktion Strategie Türkei USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
Rohrfertigung bei Corinth Pipeworks
10.03.2026

Corinth Pipeworks übernimmt Rohrwerk in England

Der griechische Rohrhersteller hat die Rohrproduktionsanlage der Liberty Pipe im nordenglischen Hartlepool erworben

Dekarbonisierung Energie EU Handel Industrie Liberty Lieferketten Lieferung Ltd Offshore Produktion Rohre Saipem Stahl Unternehmen Wasserstoff
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren