Trendthema
Photo: BMAS/Dominik Butzmann
14.07.2023

Bundesarbeitsminister Heil erkundigt sich über die Vorzüge von Elektrostahl

Im Rahmen seiner Sommerreise in Nordrhein-Westfalen hat Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, am 11.07.2023 die Deutschen Edelstahlwerke (DEW) in Witten besucht.

Kernthema der Reise ist die Transformation der Arbeit im industriellen Herzen der Bundesrepublik.

Der Minister konnte sich vor Ort von der Vorreiterrolle der Elektrostahlproduktion überzeugen.

In Begleitung von Frank Koch, CEO der Swiss Steel Group, dem Mutterkonzern der Deutschen Edelstahlwerke, besichtigte Bundesminister Heil das Wittener Stahl- und Walzwerk, wo die rund 1.800 Beschäftigten schon heute CO2-armen Stahl produzieren. Der Minister zeigte sich beeindruckt vom Potenzial des Elektrostahls aus dem Elektrolichtbogenofen für nachhaltigen „Green Steel“ aus Deutschland.

Unter Einsatz von recyceltem Schrott und mit Strom – perspektivisch aus 100 Prozent regenerativen Energiequellen – liegt der CO2-Fußabdruck des Stahls der Deutschen Edelstahlwerke schon heute ca. 80 Prozent unterhalb des weltweiten Durchschnitts der Stahlproduzenten.

Frank Koch sagte dazu: „Unser Stahl aus dem Elektrolichtbogenofen wird der Green Steel dieser Dekade. Wir sind Vorbild auch für die Hochofenroute, werden aber als industrieller Mittelstand von der Politik oft eher stiefmütterlich behandelt. Umso mehr haben wir uns über den Besuch von Minister Heil gefreut. Wir hoffen, dass er sich in Berlin für eine angemessene Unterstützung der Elektrostahlroute in ihrer weiteren Transformation einsetzt.“

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, betonte: „Die Grundstoffindustrie hat eine große Bedeutung für Deutschland. Wichtig ist mir auch, dass wir am Standort Deutschland die komplette Wertschöpfungskette behalten. Innovation, technologischer Fortschritt, nachhaltige und zugleich qualitativ herausragende Produkte tragen dazu bei, diese wichtigen Arbeitsplätze in der Stahlherstellung zu erhalten. “

Minister Heil sprach während seines Rundgangs auch mit Mitarbeitern und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Burak Bilal. Am vergangenen Freitag, dem 07. Juli 2023, konnten konstruktive Gespräche zwischen den Arbeitnehmervertretern, der IG Metall und der Unternehmensführung mit einer Einigung über ein Sanierungspaket für die DEW abgeschlossen werden. Der Sanierungstarifvertrag samt Interessenausgleich und Sozialplan wird nun den jeweiligen Gremien zur Abstimmung vorgelegt. Ein zentraler Meilenstein der Neuaufstellung der Deutschen Edelstahlwerke steht somit kurz vor dem Abschluss.

(Quelle: Swiss Steel Holding AG)

Schlagworte

BerlinCO2DeutschlandEdelstahlElektrolichtbogenofenEnergieEssenEUFrank KochGreen SteelHandelHochofenIG MetallIndustrieINGInnovationLichtbogenofenMessePolitikProduktionSanierungSchrottStahlStahlherstellungStahlproduktionStahlwerkSwiss Steel GroupSwiss STeel HoldingTransformationUnternehmenWalzwerk

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren