Trendthema
Symbolbild Offshore-Windpark Hohe See - Photo: EnBW / Rolf Otzipka
25.11.2022

Offshore-Windenergie von EnBW für den Salzgitter-Konzern

Dritter langfristiger Abnahmevertrag für EnBW-Offshore Windpark He Dreiht / 50 Megawatt Grünstrom für die Stahlproduktion der Zukunft / Reduktion der CO2-Emissionen gemeinsames Ziel Karlsruhe/Salzgitter.

Der Salzgitter-Konzern arbeitet eng mit Kunden und Partnern bei der Erreichung der Klimaziele zusammen – getreu der strategischen Mission „Partnering for Transformation“. Der Energieversorger EnBW und die Salzgitter Flachstahl GmbH haben jetzt einen langjährigen Stromliefervertrag geschlossen. Der Strom soll dabei aus dem geplanten Offshore-Windpark „He Dreiht“ in der Nordsee kommen.

Mit diesem so genannten Power Purchase Agreement (PPA) sichert sich die Salzgitter Flachstahl GmbH für 15 Jahre die Lieferung von 50 Megawatt (MW) Grünstrom aus dem neuen 900 MW großen Windpark etwa 90 Kilometer nördlich der Insel Borkum, der Ende 2025 in Betrieb genommen werden soll. Damit wird das Transformationsprogramm SALCOS® - Salzgitter Low CO2 Steelmaking weiter abgesichert. Grüner Wasserstoff erzeugt mit nachhaltig produzierter Energie, ist ein Kernelement für die Produktion von nahezu CO2-freiem Stahl.

„Diese Zusammenarbeit mit EnBW ist ein weiterer Baustein unserer Energiestrategie, den Bedarf an regenerativ erzeugtem Strom für die Salzgitter AG und insbesondere für das Transformationsprogramm SALCOS® abzusichern. Auch hier arbeiten wir mit starken Partnern zusammen – getreu unserer Mission ‚Partnering for Transformation‘“, so Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG.

„Unsere Zuliefer- und Kundenbranchen stehen, wie wir, vor den wichtigen Aufgaben, nachhaltige Produktions- und Prozessketten zu etablieren. Mit dem Abschluss dieses PPA gehen wir den Weg zu einer klimaneutralen Produktion einen Schritt weiter.“

„Mit Salzgitter haben wir nun den dritten starken Partner für unseren förderfreien Offshore Windpark ‚He Dreiht‘ gewinnen können“, so EnBW-Vorstandsmitglied Georg Stamatelopoulos.

„PPAs sind ein zentrales Element der Energiewende und können maßgeblich zu einem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien beitragen. Die langfristigen Stromabnahmeverträge sichern notwendige Investitionen und ermöglichen auch energieintensiven Unternehmen, anspruchsvolle Klimaziele zu erreichen“, erläutert er.

Vor knapp einem Jahr schloss EnBW mit Fraport den ersten PPA zu He Dreiht ab und vor kurzem folgte ein weiterer mit Evonik. Zwischenzeitlich ist die Lieferantenauswahl für die Hauptkomponenten des Projektes weitestgehend abgeschlossen. Die finale Investitionsentscheidung zum Bau des Offshore-Windparks trifft das Unternehmen im kommenden Jahr.

Der Salzgitter-Konzern ist mit vielen seiner Geschäftsbereiche bereits heute Partner für die Erzeugung Erneuerbarer Energien. So liefert beispielsweise die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) als Vollsortimenter bereits seit 1996 Grobbleche für den Onshore- und seit 2010 verstärkt auch für den Offshore-Markt der Windenergiebranche. Weitere Produkte des Konzerns für Windkraftanlagen sind unter anderem HFI längsnahtgeschweißte Stahlrohre, Präzisionsstahlrohre für die Gondel und Großrohre für die Unterkonstruktionen von Offshore-Windparks.#

(Quelle: Salzgitter AG)

Schlagworte

AnlagenBlechBlecheCO2CO2-EmissionenDSVEmissionenEnergieEnergiewendeEUFlachstahlGrobblechIlsenburger Grobblech GmbHINGInvestitionKlimaKlimazielKlimazieleKonstruktionLieferungProduktionRohreSalzgitterSalzgitter AGSalzgitter FlachstahlSalzgitter Flachstahl GmbHStahlStahlproduktionStahlrohreStrategieTransformationUnternehmenUSAWasserstoffWindparkZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren