Der skandinavische Stahlhersteller Ovako hat seinen Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht – seinen zweiten Bericht, der sich an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) orientiert.
Der Bericht wurde von KPMG unabhängig geprüft und enthält valide ESG-Leistungsdaten – und das zu einer Zeit, in der viele Industrieunternehmen ihre Nachhaltigkeitsverpflichtungen als Reaktion auf den Kostendruck zurückfahren. Die Ergebnisse zeigen, dass der Ovako-Standort Imatra mit nur 231 kg CO₂ pro Tonne verkaufter Stahlprodukte ein historisch niedriges Niveau bei den direkten Emissionen erreicht. Seit 2015 hat Ovako seine CO₂-Emissionen der Scope-1- und Scope-2-Kategorien pro Tonne Stahl um 59 Prozent reduziert.
Zu den jüngsten Investitionen zur Dekarbonisierung zählen:
- die Nutzung von grünem Wasserstoff in den Aufwärmöfen im Walzwerk genutzt wird sowie die Vakuumentgasungsanlage (VTD) für die Pfannenbehandlung der Schmelzen am Standort Hofors;
- die Modernisierung des Walzwerks Boxholm, durch die der Energieverbrauch um 50 Prozent und die Emissionen um fast 60 Prozent gesenkt wurden;
- sowie ein kürzlich auf Oxyfuel-Technologie umgerüsteter Aufwärmofen für Vorblöcke in Imatra, wodurch die CO₂-Emissionen und der Energieverbrauch weiter reduziert wurden.
Emissionsintensität auf Rekordtief
Die Stahlprodukte von Ovako bestehen zu 97 Prozent aus recyceltem Material und die Emissionen der Scope-Kategorien 1, 2 und 3 liegen bei 0,35 t CO₂e pro Tonne warmgewalztem Stahl. Dies entspricht einer Reduzierung der CO₂e-Emissionen um 51 Prozent seit 2015. Betrachtet man ausschließlich die Emissionen der Scope-Kategorien 1 und 2, beträgt die Reduzierung 59 Prozent pro Tonne verkaufter Ware.
Pragmatischer Weg zum Netto-Null-Ziel
Ovako hat sich verpflichtet, seine Scope-1-, -2- und -3-Emissionen pro Tonne warmgewalzten Stahls bis 2030 um 25 Prozent und bis 2040 um 75 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2021 zu senken und schließlich bis 2045 Netto-Null-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen.
Branchenführend bei der Arbeitssicherheit
Der Kennwert der „Lost-Time-Injury-Frequency-Rate“ (LTIFR) liegt bei 0,7 – was einem deutlichen Rückgang von 94 Prozent seit 2015 entspricht. Damit liegt Ovako unter dem weltweiten Durchschnitt der Stahlindustrie und setzt weiterhin hohe Maßstäbe in der gesamten Branche.
Als Arbeitgeber ausgezeichnet
Zum vierten Mal in Folge wurde Ovako als „Career Company des Jahres“ in Schweden nominiert. Der „Career Company Award“ basiert auf einer umfassenden Umfrage unter fast 2.000 Studierenden und Berufseinsteigern und wird an Unternehmen verliehen, die einzigartige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Ovako wurde wiederholt für seine integrative Kultur, einen starken Sinn für Zielstrebigkeit und die Fähigkeit hervorgehoben, Technologie, Nachhaltigkeit und die Entwicklung der Mitarbeiter miteinander zu verbinden.
„Mit einer klaren Strategie, engagierten Teams und starken Partnerschaften sind wir bestens aufgestellt, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen Stahlindustrie anzuführen – mit dem Ziel, Stahl für eine dekarbonisierte Gesellschaft herzustellen“, sagt Marcus Hedblom, Präsident und CEO der Ovako-Gruppe. „Unsere ESG-Berichterstattung bietet einen umfassenden Überblick sowohl über unsere unermüdlichen Produktivitätsbemühungen als auch über unsere ethischen Grundsätze. Indem wir offen über unsere Maßnahmen und deren Auswirkungen kommunizieren, bekräftigen wir unser Bekenntnis zu verantwortungsvollen Geschäftspraktiken und zur Schaffung langfristiger Werte für unsere Stakeholder und unseren Planeten.“
(Quelle: Ovako)
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