Wirtschaft
v.l.n.r.: Burkhard Dahmen, Torsten Heising und Klilian Roetze - Photo: Lucas Möllers/DVS Media GmbH
12.06.2023

SMS group mit deutlichem Plus bei Auftragseingang und Umsatz

Die SMS group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Auftragseingang auf 4,6 Milliarden Euro erneut deutlich steigern können. Haupttreiber für diese starke Entwicklung waren die grüne Transformation der Stahl- und Metallindustrie sowie eine gute Konjunktur in Indien und in den USA. Auch der Umsatz stieg deutlich auf 3,1 Milliarden Euro (Vorjahr 2,6 Milliarden Euro).

„Hinter uns liegt erneut ein Jahr der weltweiten Krisenherde“, sagt Burkhard Dahmen, CEO der SMS group. „Vor diesem Hintergrund war 2022 ein gutes Jahr, in dem wir unsere Zwischenziele trotz diverser Herausforderungen erreicht und das Unternehmen organisatorisch stark weiterentwickelt haben.

Das Service-Geschäft konnte in Auftragseingang sowie Umsatz weiter gesteigert werden. Ziel bleibt es, den Service-Anteil am Gesamtumsatz bis 2027 auf 50 Prozent auszubauen. Zuletzt hat sich SMS von H2 Green Steel einen Service-Auftrag in Höhe von über 400 Millionen Euro über zwölf
Jahre gesichert.

Im Ergebnis vor Steuern bewegte sich das Unternehmen im vergangenen Jahr aufgrund des russischen Angriffskriegs und dem damit verbundenen Ausstieg aus dem Russland-Geschäft mit 19 Millionen Euro nur knapp über dem Niveau des angepassten Vorjahreswerts (15 Millionen Euro).

Torsten Heising, CFO der SMS group:
„Der hohe Auftragseingang ist bemerkenswert, zumal die jüngsten Großaufträge darin noch nicht enthalten sind. Auf Basis der guten Auslastung wollen wir unsere Profitabilität in den nächsten Jahren konsequent steigern. Wir planen bereits für das laufende Jahr mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses.“

Die Netto-Liquidität lag bei 501 Millionen Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr liegt in umfassenden Investitionen, u. a. in die Service-Firma KAEFER, den neuen SMS Campus in Mönchengladbach und neue Service- Werkstätten in den USA, begründet.

SMS bei Mission #turningmetalsgreen voll auf Kurs

Bei den weltweiten Anstrengungen zur Dekarbonisierung der Stahl- und Metallindustrie kommt SMS eine Schlüsselrolle zu. Mit dem Bau des ersten klimaneutralen Stahlwerks in Schweden für H2 Green Steel und der Transformation des Hüttenwerks von thyssenkrupp Steel in Duisburg hat SMS group zuletzt innerhalb weniger Monate zwei Großaufträge mit einem Auftragsvolumen von zusammen mehr als 3 Milliarden Euro unterzeichnet.

„Unsere Mission lautet #turningmetalsgreen. Die jüngsten Megaprojekte belegen unsere führende Marktposition und versetzen uns in die Lage, bei der Auftragsstruktur künftig eine sorgfältige Abwägung zwischen Equipment- und Service-Verträgen zu treffen. Da die grüne Transformation eng mit Service-Leistungen und digitalen Lösungen für nachhaltigere Anlagen zusammenhängt, haben wir mit unserer Strategie in den vergangenen Jahren die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung gestellt“, sagt Dahmen.

Innovation Hub gegründet

SMS hat die Investitionen in Innovationen im vergangenen Jahr auf 129 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 96 Millionen Euro). Um die Produktentwicklung insbesondere bei den Dekarbonisierungs- und Umwelttechnologien zu beschleunigen, wurde ein Innovation Hub gegründet.

Mit den beiden Joint Venture-Unternehmen Primobius (Batterierecycling) und BOXBAY (Hafenlogistik) hat SMS in den vergangenen Jahren die technologische Kernkompetenz im metallurgischen Anlagenbau erfolgreich auf neue Geschäftsfelder übertragen. Beide Unternehmen konnten jüngst ihre Marktreife mit ersten Aufträgen aus der Industrie unter Beweis stellen: Primobius hat im Berichtsjahr von Mercedes-Benz den Auftrag zum Bau einer Recyclinganlage für Lithium-Ion Batterien am Standort in Kuppenheim erhalten. Und BOXBAY hat einen Auftrag für ein vertikales, vollautomatisches Hochregallager in Busan, Südkorea unterzeichnet.

SMS mit positivem Ausblick

SMS erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen erneut gesteigerten Auftragseingang von bis zu 6 Miiliarden Euro. Der Umsatz 2023 soll auf über 3,5 Milliarden Euro zulegen. Die Strategie für nachhaltiges, profitables Wachstum wurde bestätigt. Auf Basis der guten Auftragslage rechnet SMS für das laufende Geschäftsjahr mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses. Bis 2026 soll die EBTA- Marge 7 Prozent erreichen.

Zum 150-jährigen Jubiläum des Unternehmens eröffnet SMS den neuen Campus in Mönchengladbach, der für mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Arbeitsplatz der Zukunft bietet. Der Einzug erfolgt Ende des Jahres.

(Quelle: SMS group GmbH)

 

Schlagworte

AnlagenAnlagenbauBoxBayBundCampusDekarbonisierungDuisburgEntwicklungErgebnisEUGeschäftsjahrGreen SteelGrüne TransformationH2 Green SteelHochregallagerIndienIndustrieINGInnovationInvestitionKlimaLogistikMercedes-BenzMetallindustrieProduktentwicklungRecyclingRusslandSchwedenServiceSMS group GmbHStahlStahlwerkStrategieThyssenthyssenkruppTransformationUmweltUmwelttechnologieUnternehmenUSA

Verwandte Artikel

Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren