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Unterschriftszeremonie bei der Abu Dhabi Sustainability Week(ADSW), , von links nach rechts: Dr. Cord Cortsmann, Martina Merz, Stefan Wenzel H.E. Dr. Sultan Ahmet Al Jaber, Musabbeh Al Kaabi - Photo: thyssenkrupp Industrial Solutions AG
18.01.2023

Projektentwicklung einer kommerziellen Ammoniak-Cracking-Anlage

ADNOC wählt thyssenkrupp Uhde aus

thyssenkrupp Uhde und ADNOC haben ein Memorandum of Unterstanding (MoU) unterschrieben, um eine langfristige Partnerschaft zur Schaffung neuer Märkte für Wasserstoff und zur Förderung globaler Wertschöpfungsketten für saubere Energie zu starten. Das MoU wurde am 16. Januar 2023 während der Abu Dhabi Sustainability Week (ADSW) unterschrieben. Die Vereinbarung wird sich auf eine gemeinsame Projektentwicklung einer Ammoniak-Cracking-Anlage im Großmaßstab fokussieren, um nach dem Transport den Wasserstoff aus Ammoniak wieder zu extrahieren. Der Ammoniak-Cracking-Prozess basiert auf der weltweit be-währten uhde® Reformertechnologie, die in mehr als 130 chemischen Großanlagen in der ganzen Welt eingesetzt wird.

Im Rahmen der Absichtserklärung werden die Unternehmen zusammen an der Entwicklung eines Projekts für eine Ammoniak-Cracking-Anlage im Großmaßstab mit thyssenkrupp Technologie arbeiten. Die Absichts-erklärung umfasst auch die gemeinsame Erkundung von Möglichkeiten in der Wertschöpfungskette für saubere Energie, für die Nachfrage von sauberem Ammoniak und dessen Transport von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu industriellen Ammoniak-Cracking-Anlagen weltweit.

Musabbeh Al Kaabi, Executive Director:
“Low Carbon Solutions and International Growth” Direktion, ADNOC: “ADNOCs schnell wachsendes Wasserstoffgeschäft wird durch die reichlich vorhandenen und wettbewerbsfähi-gen Energiereserven der VAE ermöglicht. Wir sind entschlossen, unsere Position als verlässlicher Lieferer kohlenstoffärmerer Energie zu stärken, neue Einnahmequellen zu schaffen und den globalen Markt für Wasserstoff zu entwickeln. Dabei werden wir mit gleichgesinnten Partnern wie thyssenkrupp zusammen- arbeiten, um konkrete Lösungen zu liefern, die zur Dekarbonisierung des Energiesektors beitragen.“

Martina Merz, CEO thyssenkrupp AG:
„Wir bei thyssenkrupp tragen aktiv zu allen Dimensionen der grünen Trans-formation bei. Zusammen mit ADNOC gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Ammoniak-Cracking im Großmaßstab und ermöglichen damit die globale Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff. Die Kompetenzen von thyssenkrupp Uhde sind hier ein wichtiger Baustein. Ein perfektes Beispiel, wie Partnerschaften die Transformation beschleunigen können, und ein perfektes Beispiel für thyssenkrupp-Technologie im Herzen der grünen Transformation.“

Dr. Cord Landsmann, CEO thyssenkrupp Uhde:
„Die Länder Europas, sowie viele andere auch, sind auf den Import von grünem Wasserstoff angewiesen, um die Industrie und die Gesellschaft zu dekarbonisieren. Sauberes Ammoniak ist der beste Weg, um Wasserstoff per Schiff zu transportieren, und zusammen mit ADNOC werden wir das letzte Puzzleteil für den globalen grünen Wasserstoffhandel im Großmaßstab liefern.“

Stefan Wenzel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, betonte:
"Wir freuen uns sehr über die Vereinbarung zwischen ADNOC und thyssenkrupp Uhde im Rahmen der DEU-emiratischen Energiepartnerschaft. Die Entwicklung von großskaligen Ammoniak-Crackern ist ein wichtiger Meilenstein für den Aufbau der globalen Wasserstoffwirtschaft, zu der thyssenkrupp mit deutscher Spitzentechnologie beiträgt."

Wasserstoff ist ein kritischer Teil der Energiewende, da er Energie für schwer zu elektrifizierende Sektoren wie Langstreckentransport, Chemie, Eisen und Stahl, Raffination, Schiffskraftstoffe und Energieerzeugung, Lkw-Transport und Energieerzeugung liefern kann. Das „Hydrogen Council“ schätzt, dass Wasserstoff 18% des globalen Energiebedarfs bis 2050 decken kann. Ammoniak ist ein idealer Wasserstoffträger, da es leichter zu komprimieren und zu transportieren ist. Wenn Ammoniak verschifft wird, wird es nach seiner Ankunft am Ziel in Wasserstoff gespalten („Cracking“) bevor es in der Energiewertschöpfungskette verwendet wird.

Energie produziert aus Wasserstoff erzeugt lediglich Wasser als Nebenprodukt ohne CO2-Emissionen. Da die Industrie weltweit expandiert und eine starke Nachfrage aus Deutschland und anderen europäischen Ländern besteht, wird Ammoniak-Cracking für das Wachstum der Branche immer wichtiger.

Neben dem Angebot von Ammoniak-Cracking-Technologien vervollständigt thyssenkrupp Uhde die Wertschöpfungskette durch das Angebot von sauberen Ammoniak-Technologien und Lösungen für die Ammoniakspeicherung, die für den Übergang zu sauberer Energie relevant sind. thyssenkrupp Uhde hat mehr als 100 Jahre Erfahrung im Engineering und Bau von Chemieanlagen. Bis heute wurden mehr als 2.500 Anlagen realisiert. Die 130 gebauten Ammoniakanlagen gehören zu den größten Anlagen weltweit und setzen regelmäßig neue Industriestandards, wie die uhde® dual pressure-Technologie.

(Quelle: thyssenkrupp Industrial Solutions AG )

 

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