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Gunnar Groebler, CEO der Salzgitter AG - Bild: Salzgitter AG
14.04.2025

Salzgitter AG beendet Gespräche mit Bieterkonsortium

Der Vorstand der Salzgitter AG hat nach umfassender Prüfung entschieden, die mit dem Bieterkonsortium aus GP Günter Papenburg AG und TSR Recycling GmbH & Co. KG geführten Gespräche über ein mögliches Übernahmeangebot des Konsortiums zu beenden.

Der Entscheidung liegen signifikant unterschiedliche Vorstellungen über den aktuellen und zukünftigen Wert der Salzgitter AG zugrunde.

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, sagt:
„Die Salzgitter AG bleibt ein eigenständiges Unternehmen. Mit der Kombination aus jahrzehntelanger Kompetenz, technologischer und innovativer Stärke sowie unternehmerischer Verantwortung werden wir unsere Transformation weiter vorantreiben.

Dafür haben wir im letzten Jahr wichtige Weichen gestellt. Mit unserem erweiterten Performance-Programm P28 haben wir zusätzliche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und langfristige Perspektiven für unsere Beschäftigten zu sichern.“ 

Stärke als Vorreiter der gesamten Stahlindustrie

Groebler weiter:
„Wir glauben fest an die Zukunftsfähigkeit der Salzgitter AG. Deshalb setzen wir unseren Weg der Eigenständigkeit konsequent und im engen Schulterschluss mit unseren Stakeholdern fort. Gemeinsam vertrauen wir in unsere Stärke als Vorreiter der Transformation der gesamten Stahlindustrie.“

Herzstück der Transformation ist das Programm SALCOS®, mit dem der Salzgitter-Konzern seine Stahlherstellung schrittweise auf wasserstoffbasierte Verfahren umstellt, um bis zum Jahr 2033 eine nahezu CO2-freie Stahlproduktion zu etablieren.

Die erste Ausbaustufe ist mit einem Investitionsvolumen von rund 2,3 Mrd. € verbunden. Durch den modularen Aufbau von SALCOS® ist die Salzgitter AG sehr gut in der Lage, kontrolliert und mit der Marktentwicklung im Blick die richtigen weiteren Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen.

Kostenreduktion und Ergebnisverbesserung gleichermaßen

Gleichzeitig dreht die Salzgitter AG an verschiedenen strategischen Schrauben, um ihren Erfolgskurs bei der Kostenreduktion fortzusetzen. So wurde das laufende Performance-Programm „Performance 2026“ erweitert. Statt bislang 250 Mio. € sollen im Rahmen des Nachfolgers P28 nun 500 Mio. € eingespart werden.

Davon sind bis Ende 2024 bereits rund 130 Mio.€ realisiert. Zudem sind weitere konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung der Geschäftsbereiche eingeleitet worden. Mit einer Defence-Taskforce richtet sich die Salzgitter AG gezielt auf die Bedürfnisse von Kunden aus dem wachsenden Rüstungssektor aus und stößt dabei auf großes Interesse.

Gleichermaßen ist die Salzgitter AG mit ihrer Expertise bei der Produktion von Pipelines für Erdgas, Wasserstoff und CO2 für künftige Infrastrukturprojekte gut aufgestellt. Es ist generell davon auszugehen, dass sich die geplanten konjunkturpolitischen Maßnahmen der kommenden Bundesregierung in den Bereichen Klimaschutz, Infrastruktur und Verteidigung in den kommenden Jahren positiv auswirken werden.

(Quelle: Salzgitter AG)

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