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Luftbild HKM - Bild: luftbild blossey
25.03.2026

Salzgitter AG zur Zukunft von HKM

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2025 äußerte sich der Vorstandsvorsitzende Gunnar Groebler am 23. März 2026 unter anderem zur möglichen Umsetzung der am 6. Februar 2026 bekanntgegebenen Eckpunkte zur Fortführung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) unter alleiniger Verantwortung der Salzgitter AG.

„Wir optimieren unser Portfolio konsequent nach dem Best-Owner-Prinzip. (...) Mit diesen Entscheidungen verbinden wir klare wirtschaftliche Zielsetzungen mit gesellschaftlicher Verantwortung. Dies gilt auch für unseren Ansatz zur Zukunft der Hüttenwerke Krupp Mannesmann. Wir sind bereit, HKM unter alleiniger Verantwortung der Salzgitter AG eine wirtschaftliche Perspektive zu geben.

Hierzu bedarf es verlässlicher politischer Rahmenbedingungen, beispielsweise in Bezug auf die europäische CO2-Regulierung. Unterstützung für Investitionssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit erwarten wir von den EU-Handelsschutzinstrumenten sowie dem CO2-Grenzausgleich.“

Das Eckpunktepapier vom 6. Februar sieht vor, dass die Salzgitter AG die HKM ab Juni 2026 als alleinige Gesellschafterin fortführt und dass der Verkauf der HKM-Gesellschaftsanteile von thyssenkrupp Steel an Salzgitter AG zum 01.06.2026 geplant ist, vorbehaltlich der Zustimmung der relevanten Gremien und einer positiven Bewertung eines Fortführungsgutachtes, das die Salzgitter AG bereits beauftragt hat.

Weiterhin ist Voraussetzung, dass auch der dritte Eigentümer Vallourec S. A. dem Verkauf seiner Anteile an die Salzgitter AG zustimmt. Die Salzgitter AG arbeite jetzt daran, diesen Verkaufsprozess bis zur Jahresmitte umzusetzen.

Transformation des Standorts

Für die Zukunft von HKM plant der Vorstand der künftig alleinigen Gesellschafterin (Salzgitter AG) einen Umbau.

„So wie der Standort jetzt ist, wird er nicht in die Zukunft gehen,“ sagte Gröbler.

Das Konzept sieht vor, dass der Upstream-Teil der bisherige Prozesskette (Kokerei, zwei Hochöfen, Konverterstahlwerk) künftig durch ein Elektrostahlwerk mit einem Elektrolichtbogenofen als Schmelzaggregat ersetzt wird. Das Einsatzmaterial, neben Schrott auch Eisenschwamm wie DRI, HBI usw., würde künftig nach Bedarf eingekauft werden. Solange der Verkaufsprozess noch nicht unter Dach und Fach ist, sei es für einen detaillierteren Plan noch zu früh.

Um den Betrieb bei HKM sicherzustellen, wird einer der beiden Hochöfen ab Mai noch einmal eine Zwischenzustellung erhalten. Dafür ist eine kurze Betriebsunterbrechung im Sommer eingeplant.

Gunnar Gröbler betonte, dass HKM auch in Zukunft ein wichtiger Brammenlieferant bleiben soll, allerdings mit einer CO2-armen Rohstahlproduktion. Er unterstrich, dass die Brammen von HKM für das Defence-Geschäft bedeutsam sind. Wehr- und Verteidigungstechnik ist eines der wenigen Segmente der stahlverarbeitenden Industrie, das in Europa deutliches Wachstum verzeichnet. Die Salzgitter AG will von der wachsenden Stahlnachfrage dieses Segments profitieren und verbindet damit die eingangs zitierte ‚klare wirtschaftliche Zielsetzung‘.

(Quelle: Salzgitter AG)

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