Unternehmen Trendthema
Neue Bildmarke der Salzgitter AG - Grafik: Salzgitter AG
03.02.2022

Salzgitter-Konzern stellt neue Strategie „Salzgitter AG 2030“ vor

Die Salzgitter AG stellt ihre neue Strategie „Salzgitter AG 2030“ vor. Ziel ist es, den Konzern mit innovativen Produkten und Prozessen als eigenständigen Marktführer für „Circular Economy Solutions“ zu etablieren. Dies kann nur mit starken Partnern und Netzwerken gelingen. Daher werden in Kooperation mit Kunden und Lieferanten geschlossene Wertströme und Wertschöpfungsketten etabliert. Die Salzgitter AG verpflichtet sich hierbei zu verbindlichen, wissenschaftsbasierten CO2-Reduktionszielen und tritt der Science Based Targets Initiative (SBTi) bei.

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG: „Die Marktbedingungen in unseren Kernmärkten verändern sich im Zuge der Nachhaltigkeits-debatte und den Zielsetzungen zur CO2-Reduktion sehr dynamisch. Wir nehmen diesen Wandel aktiv auf und richten unser Unternehmen proaktiv auf eine Circular Economy aus.  Für den Salzgitter-Konzern bedeutet Circularity, einmal der Natur entnommene Ressourcen möglichst lange in der wirtschaftlichen Verwendung zu halten und dadurch die zusätzliche Zufuhr endlicher Ressourcen in den Wirtschaftskreislauf zu minimieren. Diesen Grundsatz machen wir zum Kern unseres wirtschaftlichen Handelns. Damit nehmen wir die gesellschaftliche Herausforderung an und sichern zukünftig ein höheres und stabileres Wachstum in nachhaltig orientierten Märkten. Unsere Kunden stellen ihre Zulieferketten zunehmend auf grüne Ressourcen um.  Diese Entwicklung werden wir mit der neuen Strategie unterstützen und damit die Zukunftsfähigkeit des Konzerns und seiner Arbeitsplätze absichern.“

In einem ersten Schritt wurden die folgenden Ziele definiert, die bis 2030 erreicht werden sollen:

  • Reduzierung der Scope 1 und 2 CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 2018 um mehr als 50 %.
  • Strombezug ausschließlich aus regenerativen Quellen und – wo es sinnvoll ist  – auch aus Eigenproduktion, um so die weiterhin energieintensive Herstellung der Produkte so klimaneutral wie möglich zu gestalten.
  • Ausweitung der Schrottrecyclingaktivitäten um mehr als 50 % auf über 3 Millionen Jahrestonnen.

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese Herausforderung begreifen wir als Chance und stellen sie ins Zentrum unseres Handelns.“, so Finanzvorstand Burkhard Becker „Wir werden in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern wachsen und wollen bis 2025 den jährlichen Umsatz auf über 11 Mrd. € ausbauen. Unsere Konzerngesellschaften sollen in ihrem jeweiligen Branchenvergleich neue Maßstäbe in Bezug auf Profitabilität und Stabilität setzen.
Dafür wollen wir auch unsere Effizienzprogramme fortsetzen und planen, ab 2026 über 150 Mio. € p.a. zusätzliches Ergebnisverbesserungspotenzial zu heben“.

Wesentliches Element der neuen Strategie ist die deutlich beschleunigte Dekarbonisierung im Rahmen von SALCOS® – SAlzgitter Low CO2-Steelmaking.

Damit untermauert der Salzgitter-Konzern seine Rolle als Frontrunner der CO2-armen Stahlerzeugung: Schon 2025 soll der erste Hochofen durch Direktreduktionsanlagen und Elektroöfen ersetzt werden. 2026 ist die Produktion von mehr als 1 Mio. Tonnen grünem Stahl über diese Route geplant. Bereits 2033 und damit 12 Jahre früher als ursprünglich avisiert, soll das integrierte Hüttenwerk vollständig auf die neue Welt ausgerichtet sein.

Gunnar Groebler: „Das ist eine der größten Veränderungen in der mehr als 150jährigen Geschichte des Salzgitter-Konzerns. Damit könnten 8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden, was rund 1 Prozent der deutschen Emissionen entspricht. Voraussetzung ist, dass nun von der Politik die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Das betrifft insbesondere die Themenfelder Schaffung grüner Leitmärkte, Klarheit in der finanziellen Förderung der Transformation und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.“

Die strategische Neuausrichtung wird von einem konzernweiten Markenrelaunch begleitet und visualisiert. Im Zuge dessen wurde das Corporate Design überarbeitet und die Salzgitter AG erhält ein weiterentwickeltes Logo als sichtbarste Komponente dieses umfassenden Prozesses.

„Ebenso haben wir den Unternehmensclaim erweitert: Aus „Salzgitter AG – Stahl und Technologie“ wird „Salzgitter AG – Mensch, Stahl und Technologie“. In der beschriebenen unternehmerischen Transformation nimmt der Mensch eine herausragende Rolle ein. Er ist der dynamische Treiber, der die Realisierung sicherstellt – und ist damit der zentrale Erfolgsfaktor. Deshalb stellen wir unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner in den Mittelpunkt unseres Handelns. Dies findet sich nun auch prominent im Konzernnamen wieder“, erläutert Personalvorstand Michael Kieckbusch.

(Quelle: Salzgitter AG)

Schlagworte

AnlagenCO2CO2-EmissionenDekarbonisierungDirektreduktionDSVEmissionenEnergieEntwicklungErfolgsfaktorErgebnisEssenEUGesellschaftHandelHochofenINGKlimaKlimaschutzKooperationLieferkettenMarktbedingungenNachhaltigkeitPolitikProduktionRecyclingSalzgitter AGSchrottStahlStahlerzeugungStrategieTransformationUnternehmenWirtschaft

Verwandte Artikel

Plattform-Ausführung des neuen Slag Pot Carriers
08.05.2026

Neue Generation des KAMAG Schlackenkübeltransporters

TII KAMAG stellt eine neue Generation des Schlackenkübeltransporters vor und entwickelt damit das Konzept für den Einsatz in Stahlwerken konsequent weiter

Anpassung Architekt Architektur Entwicklung EU KI Konstruktion Lieferung Service Stahl Stahlwerk Technik Transport Unternehmen
Mehr erfahren
Georgios Giovanakis übernimmt zum 1. Juni 2026 das neu geschaffene Vertriebsressort und wird Chief Sales Officer (CSO) der thyssenkrupp Steel Europe AG
08.05.2026

thyssenkrupp Steel: Aufsichtsrat beruft Georgios Giovanakis in den Vorstand

Der Aufsichtsrat der thyssenkrupp Steel Europe AG hat in seiner Sitzung am 6. Mai 2026 Tag Georgios Giovanakis mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zum ordentlichen Mitglied des...

Aufsichtsrat EU Industrie Innovation KI Shanghai Stahl Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Unternehmen Vertrieb Vorstand Werkstoff Wettbewerb
Mehr erfahren
07.05.2026

Klöckner & Co steigert operatives Ergebnis im ersten Quartal 2026

Klöckner & Co ist mit einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis in das Geschäftsjahr 2026 gestartet.

Distribution Entwicklung Ergebnis Essen EU Europa Geschäftsjahr IBU ING Investition Kerkhoff KI Nordamerika Service Unternehmen USA Vereinbarung Verkauf Wirtschaft
Mehr erfahren
Molekülmodell der stabilen Eisen(I)-Verbindung, die Forschende am KIT als Ausgangspunkt für neue Katalysatoren entwickelt haben.
07.05.2026

Nachhaltige Chemie: Eisen ersetzt Edelmetalle bei der Katalyse

Forschende am KIT entwickeln Eisen(I)-Quelle für katalytische Reaktionen – Ansatz soll chemische Verfahren nachhaltiger machen und könnte seltene Edelmetalle langfristig...

Ergebnis EU Forschung Industrie ING KI Messung Reduktionsmittel Studie TEMA Umwelt Wasserstoff
Mehr erfahren
Christian Grosspointner, CEO der Aichelin Group
06.05.2026

Aichelin Group behauptet sich 2025 in schwierigem Umfeld

Die Aichelin Group, ein Unternehmen der Berndorf AG blickt auf ein herausforderndes, aber strategisch erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück.

Aichelin Anlagen Architekt Architektur Asien Automatisierung China Digitalisierung Entwicklung Ergebnis Essen EU Europa Geschäftsjahr Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie ING Investition KI Lieferketten Nitrex Nordamerika Optimierung Partnerschaft Produktion Prozessleitsystem Prozessoptimierung Service Steuerung Strategie Unternehmen
Mehr erfahren