Unternehmen
Dillinger, Teil der SHS: Hochofen 5 ROGESA bei Nacht - Quelle: Dillinger
04.09.2023

SHS – Stahl-Holding-Saar ist Mitglied bei ResponsibleSteel

ResponsibleSteel ist eine globale Multi-Stakeholder-Initiative für Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierung, an der diverse Interessengruppen der Stahlbranche beteiligt sind. Ziel der Initiative ist es, weltweit eine treibende Kraft bei der sozial- und umweltverträglichen Produktion von klimaneutralem Stahl zu sein. Die Mitgliedschaft ergänzt das bisherige Nachhaltigkeitsmanagement der SHS mit den Unternehmen Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger) und Saarstahl AG.

Stefan Rauber, Vorsitzender der Geschäftsführung SHS – Stahl-Holding-Saar, erklärt:
„Unsere Mitgliedschaft bei ResponsibleSteel zeigt, was uns antreibt: die Verantwortung für eine nachhaltige Stahlproduktion ganz im Sinne von Pure Steel+. Der Multi-Stakeholder-Ansatz der Initiative unterstreicht, dass für einen nachhaltigen Wertschöpfungsprozess ein Beitrag auf allen Ebenen der Stahlversorgungskette geleistet werden muss. Auch an unsere Kunden ist es ein weiteres Signal dafür, dass wir die Transformation zu CO2-reduziertem Stahl ganzheitlich verstehen und umsetzen.“

ResponsibleSteel hat weltweit über 130 Mitglieder, der neben Stahlproduzenten und -käufern auch Bergbauunternehmen sowie Organisationen der Zivilgesellschaft angehören. Die Non-Profit-Organisation hat u. a. ein unabhängiges Zertifizierungsprogramm für die Stahlwertschöpfungskette erarbeitet, nach welchem sich Unternehmen zertifizieren lassen können.

Im Rahmen des Beitritts zu der Initiative bekennt sich die SHS zu den 13 Grundsätzen des ersten globalen Standards für die verantwortungsvolle Produktion und Verarbeitung und unterstützt diese aktiv. Der internationale ResponsibleSteel-Standard wurde im September 2022 in einer überarbeiteten Fassung veröffentlicht und umfasst Prinzipien zu den folgenden Themenfeldern:

1. Unternehmensführung
2. Managementsysteme für Umwelt, Soziales und Governance (ESG)
3. Verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen
4. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
5. Arbeitnehmerrechte
6. Menschenrechte
7. Stakeholder-Engagement
8. Lokale Gemeinschaften
9. Klimawandel und Treibhausgasemissionen
10. Lärm, Emissionen, Abwässer und Abfall
11. Wassermanagement
12. Biodiversität
13. Stilllegung und Schließung

Annie Heaton, CEO von ResponsibleSteel erklärt:
„Wir freuen uns über den Beitritt der SHS - Stahl-Holding-Saar zu ResponsibleSteel. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Einführung des internationalen ResponsibleSteel-tandards an allen Stahlproduktionsstandorten weltweit fördern und so die verantwortungsvolle Produktion von klimaneutralem Stahl beschleunigen. Die beiden Stahlunternehmen der SHS, Dillinger und Saarstahl, produzieren zusammen über 5 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr und sind somit wichtige Akteure in der europäischen Stahlindustrie.

Die SHS unternimmt bereits bedeutende Schritte zur Verringerung der Emissionen und plant die Einführung neuer innovativer Verfahren sowie die Umstellung zur Verwendung von Erdgas und Wasserstoff als Reduktionsmittel anstelle von Kohle. Wir freuen uns darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um den Übergang zu klimaneutralem Stahl zu beschleunigen.“

(Quelle: Stahl-Holding-Saar)

Schlagworte

BergbauCO2DillingerEmissionenErdgasEssenEUGesellschaftIndustrieINGKlimaManagementsystemNachhaltigkeitProduktionReduktionsmittelRohstoffeSaarstahlSaarstahl AGStahlStahlindustrieStahlproduktionStahlunternehmenTransformationUmweltUnternehmenUSAWasserstoff

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren