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v.l.n.r.: Romain Verdier (Verso Energy), Stefan Rauber (SHS - Stahl-Holding-Saar, Saarstahl und Dillinger), Gitta Connemann (Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie), Jonathan Weber (SHS - Stahl-Holding-Saar, Saarstahl und Dillinger), Jürgen Barke (Wirtschaftsminister des Saarlandes), Xavier Caïtucoli (Verso Energy), Frank Becker (ROGESA) - Photo: © SHS - Stahl-Holding-Saar
08.09.2025

SHS und Verso Energy unterschreiben Wasserstoff-Vertrag

Die SHS - Stahl-Holding-Saar Gruppe (SHS-Gruppe) mit ihren Beteiligungen Dillinger (Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke), Saarstahl (Saarstahl Aktiengesellschaft) und ROGESA (ROGESA Roheisen- und Rohstoffgesellschaft Saar mbH), und das Energieunternehmen Verso Energy haben am 5. September 2025 einen langfristigen Vertrag über die jährliche Lieferung und Abnahme von mindestens 6.000 Tonnen „grünem“ Wasserstoff unterschrieben. Mit dem deutsch-französischen Vertragsabschluss nimmt das Stahl-Dekarbonisierungsprojekt „Power4Steel“ eine weitere Hürde auf dem Weg zur klimafreundlichen Stahlproduktion. Verso Energy und die SHS-Gruppe geben damit den Startschuss für die regionale, grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft.  

Stefan Rauber, Geschäftsführer SHS - Stahl-Holding-Saar und Vorsitzender des Vorstandes Saarstahl und Dillinger, sagte dazu: „Wir gehen unseren Weg zur klimafreundlichen Stahlproduktion in Deutschland und im Saarland unbeirrt weiter. Das ist ein nicht zu überbietendes Bekenntnis zum Standort Deutschland und Europa. Die Verfügbarkeit von erneuerbarem Wasserstoff ist ein wichtiges Kriterium für den Erfolg unseres Dekarbonisierungsprojektes Power4Steel."

Für Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, ist der Vertrag ein sehr bedeutsamer Schritt: „Heute setzen wir einen Meilenstein für die Zukunft der saarländischen Stahlindustrie und unserer Region. Es ist gut, dass wir mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Verso Energy den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in der Großregion weiter vorantreiben und so auch den Ausbau des europäischen Wasserstoffnetzwerks stärken."

Jürgen Barke, Wirtschaftsminister des Saarlandes, ergänzte: „Die deutsch-französische Kooperation ist zugleich ein starkes Signal an Brüssel und Berlin, für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen. So sichern wir Arbeitsplätze und Wertschöpfung und ebnen den Weg in eine klimafreundliche Zukunft.“

Die Transformation schreitet voran

Die ROGESA hatte im März 2024 ein geschlossenes Ausschreibungsverfahren zur Beschaffung von regional produziertem „grünem“ Wasserstoff gestartet. Als Ergebnis dieser regulären Ausschreibung haben Verso Energy und ROGESA ab dem Jahr 2029 eine jährliche Lieferung von mindestens 6.000 Tonnen Wasserstoff über die Dauer von zehn Jahren vereinbart.  

Verso Energy wird für die saarländische Stahlindustrie so genannten RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin) -zertifizierten Wasserstoff liefern. Die Zertifizierung garantiert, dass der Wasserstoff unter Einsatz von Grünstrom produziert wurde. Unter Verwendung dieser ersten Wasserstoffmengen, Stahlschrott und einer neuen Anlagentechnologie bestehend aus einer Direktreduktionsanlage und einem Elektrolichtbogenofen am Standort Dillingen sowie einem Elektrolichtbogenofen am Standort Völklingen, kann die SHS-Gruppe förderkonform die angestrebte Reduktion ihrer CO2-Emissionen um bis zu 55 Prozent bis Anfang der 30er Jahre erreichen.  

Verso Energy wird den Wasserstoff mit dem Projekt CarlHYng (Carling Hydrogen Next Generation) in Carling (Frankreich) produzieren. In einem ersten Schritt plant Verso Energy dort mit einer Investitionssumme von mehr als 100 Millionen Euro den Bau eines Elektrolyseurs, der mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird. Der erzeugte  Wasserstoff wird in das mosaHYc-Leitungsnetz (moselle-saar-hydrogen-conversion) eingespeist, an den Stahlstandort Dillingen transportiert und dort für die Produktion von CO2-reduziertem Stahl eingesetzt.  

Bereits im April 2024 hatte die SHS-Gruppe mit Beauftragung von mosaHYc, das von den Netzbetreibern Creos Deutschland Wasserstoff GmbH und NaTran Deutschland SA (früher GRTgaz SA) errichtet wird, einen wichtigen Grundstein für den strategischen Ausbau der regionalen Wasserstoffwirtschaft gelegt. Über das deutsch-französische Leitungsnetz wird der Wasserstoff in die Region transportiert, der für die „grüne“ Produktion der grenznahen Industrie notwendig ist. In der Endausbaustufe plant die SHS-Gruppe jährlich bis zu 120.000 t Wasserstoff einzusetzen und ist damit perspektivisch der größte Abnehmer in der Region.

(Quelle: SHS – Stahl-Holding-Saar)

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