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05.02.2026

thyssenkrupp Steel schließt Grünstromlieferverträge für Tochterunternehmen ab

thyssenkrupp Steel hat zur weiteren Dekarbonisierung der Produktion vier Grünstromlieferverträge über insgesamt rund 230 GWh abgeschlossen.

Die Power Purchase Agreements (PPAs) mit den Lieferanten Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy und Sunnic Lighthouse umfassen ein Portfolio aus Windenergie- und Photovoltaik (PV)-Anlagen, die regional verteilt in Deutschland erneuerbaren Strom erzeugen.

Ziel ist es, zusätzliche Grünstrommengen für die Tochtergesellschaften thyssenkrupp Rasselstein, thyssenkrupp Precision Steel und thyssenkrupp Electrical Steel zu beschaffen. Die Sicherung erneuerbarer Strommengen ist ein zentraler Baustein der Energie- und Transformationsstrategie des größten deutschen Stahlherstellers.

Grünstrom-PPAs als Hebel für eine CO₂-ärmere Stahlproduktion

Philipp Conze, Chief Financial Officer (CFO), thyssenkrupp Steel, unterstreicht diesen Aspekt:
„Mit dem Abschluss der neuen Grünstromlieferverträge schreiten wir bei unserer Transformation hin zu einer CO₂-ärmeren Produktion voran. Strom-PPAs sind dabei ein unverzicht-barer Baustein unserer Dekarbonisierungsstrategie.“

Das Vertragsvolumen von rund 230 GWh pro Jahr entspricht dem Strombedarf von etwa 70.000 Haushalten. Die Grünstromlieferungen stammen aus jungen Photovoltaikanlagen und aus-geförderten Onshore Windparks in Deutschland. Durch den Grünstrombezug werden sowohl jährlich über 70.000 t CO2-Emissionen vermieden als auch der wirtschaftliche Weiterbetrieb von Windparks in Deutschland ermöglicht, die keine EEG-Förderung mehr erhalten.

Grünstrom für die Standorte in Andernach, Gelsenkirchen und Hagen-Hohenlimburg

Seit Jahresbeginn werden vor allem die thyssenkrupp Steel-Tochtergesellschaften thyssenkrupp Rasselstein und thyssenkrupp Electrical Steel mit dem Grünstrom versorgt. Darüber hinaus bezieht die thyssenkrupp Steel-Tochter in Hohenlimburg bereits seit Sommer 2024 Grünstrom aus einem benachbarten Windpark in Hagen-Hohenlimburg. Dabei handelt es sich bundesweit um das erste Projekt der Direktbelieferung eines deutschen Industrieunternehmens aus einem Windpark.

Durch ein drei Kilometer langes Kabel wird der im Windpark produzierte Grünstrom direkt in das Werksnetz von thyssenkrupp Hohenlimburg eingespeist. Alle drei tkS-Tochtergesellschaften beziehen damit ab sofort mindestens 30% Grünstrom. Durch Abschluss der PPAs ermöglicht thyssenkrupp Steel eine noch nachhaltigere Produktion hochqualitativer Bleche für Verpackungen, Transformatoren, Elektromotoren und Präzisionsanwendungen.

Clarissa Odewald, CEO thyssenkrupp Rasselstein, erläutert die Bedeutung der PPAs für den Verpackungsstahlproduzeten:
„Nachhaltigkeit spielt für thyssenkrupp Rasselstein und unsere Kunden eine große Rolle. Durch die neuen Grünstromlieferverträge können wir in Andernach, dem weltweit größten Produktionsstandort für Verpackungsstahl, jetzt bereits über 50.000 t CO₂-Emissionen im Jahr einsparen.“

Dennis Becher, Head of Energy Management, thyssenkrupp Steel, ergänzt:
„Wir freuen uns über die Partnerschaften mit Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy und Sunnic Lighthouse. Mit den vier neuen Power Purchase Agreements (PPA) bauen wir unser Grünstromportfolio weiter aus. Im Zuge der grünen Transformation wird der Stromverbrauch von thyssenkrupp Steel Europe in den nächsten Jahren signifikant steigen – und damit auch der Bedarf an weiteren Grünstromlieferverträgen.“

Steigende Strombedarfe im Zuge der grünen Transformation

thyssenkrupp Steel verfolgt das Ziel, die Stahlproduktion schrittweise und dauerhaft zu dekarbonisieren. Zentrales Element der Transformationsstrategie ist der Bau einer wasserstofffähigen Direktreduktionsanlage.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass diese neuen klima-freundlichen Technologien mit einem deutlich steigenden Bedarf an Strom und erneuerbaren Energien einhergeht, ist der konsequente Ausbau der Energieeffizienz sowie die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien wichtiger Erfolgsfaktor für eine umfassende Transformation.

Der Bezug von Grünstrom über PPAs ist Teil dieses Maßnahmenpakets und trägt dazu bei, CO₂-Emissionen bereits heute deutlich zu reduzieren. Damit leistet thyssenkrupp Steel einen wichtigen Beitrag zur industriellen Transformation und zur Erreichung der Klimaziele.

(Quelle: thyssenkrupp Steel)

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