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Die Konzernzentrale der voestalpine - Bild: voestalpine AG
07.08.2025

voestalpine mit rückläufigem operativem Ergebnis

Die voestalpine konnte im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (1. April 2025 – 30. Juni 2025) ein solides Ergebnis erzielen. Die robuste Strategie des Stahl- und Technologiekonzerns – die globale Aufstellung und die branchenmäßige Diversifizierung – sowie die starke finanzielle Position bewiesen einmal mehr ihre Stärke, gerade in dem aktuellen von wirtschaftlicher Unsicherheit, Zöllen und Handelsbeschränkungen geprägten Umfeld.

Die weltweit gute Nachfrage im Geschäftsbereich Railway Systems hielt auch im 1. Quartal an, ebenso setzte sich im Bereich Luftfahrt die positive Marktentwicklung in der aktuellen Berichtsperiode weiter fort. Die Konsumgüter- und Maschinenbauindustrie stagnierte fortlaufend auf niedrigem Niveau. Die Nachfrage nach Produkten aus dem Energiebereich war im 1. Geschäftsquartal deutlich rückläufig.

Gute Nachfrage durch internationale Pipeline-Projekte

Gegen diesen Trend verzeichneten die Produkte der Steel Division für internationale Pipeline-Projekte jedoch eine äußerst gute Nachfrage. Die Abrufe der Automobilhersteller blieben in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres 2025/26 nach wie vor verhalten.

Insbesondere Europa, und hier vor allem Deutschland, verzeichnete einen unverändert schwachen Bedarf. Während der Geschäftsbereich Automotive Components davon unmittelbar betroffen war, zeigte sich die Nachfrage der Automobilindustrie nach den Produkten der Steel Division der voestalpine stabil auf gutem Niveau. Der positive Trend im Geschäftsbereich Lagertechnik setzte sich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2025/26 fort.

Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG, sagt:
„Die voestalpine konnte sich in diesem schwierigen Umfeld gut behaupten und hat ihre internationale Innovations- und Technologieführerschaft in Bereichen wie etwa Bahninfrastruktur und Lagertechnik weiter ausgebaut. Wir konnten im 1. Quartal einen außergewöhnlich hohen Free Cashflow generieren. Basis dafür ist unser resilientes Geschäftsmodell, weiters trug der starke Fokus auf Working Capital- Maßnahmen zur positiven Cashflow-Entwicklung entscheidend bei.“ 

Gutes Ergebnis, hoher Free Cashflow, solide Bilanz

Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich um 5,9 % auf 3,9 Mrd. EUR gesunken (Q1 2024/25: 4,1 Mrd. EUR). Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 361 Mio. EUR (Q1 2024/25: 417 Mio. EUR), das EBIT reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 24,7 % auf 172 Mio. EUR. Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 139 Mio. EUR, das Ergebnis nach Steuern lag bei 106 Mio. EUR.

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit verdoppelte sich im Vorjahresvergleich und betrug 444 Mio. EUR. Der Free Cashflow lag nicht zuletzt auf Basis erfolgreicher Working Capital-Projekte trotz rückläufigem Ergebnis bei 188 Mio. EUR.
Die Verschuldung konnte im 1. Quartal weiter abgebaut werden: Die Nettofinanzverschuldung lag per 30. Juni 2025 bei 1,5 Mrd. EUR (30. Juni 2024: 1,75 Mrd. EUR, 31. März 2025: 1,7 Mrd. EUR).

Das Eigenkapital betrug per 30. Juni 2025 7,5 Mrd. EUR. Damit verbesserte sich das Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) im Jahresvergleich von 23,2 % auf 19,4 % per 30. Juni 2025 und liegt trotz des erhöhten Investitionsbedarfs für die schrittweise Transformation auf eine grüne Stahlerzeugung (greentec steel) auf dem niedrigsten Stand seit dem Geschäftsjahr 2006/07.

Mit 30. Juni 2025 beschäftigte der voestalpine-Konzern weltweit rund 49.600 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente), das sind um 3,5 % weniger als im Vorjahr (51.400). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf des Geschäftsbetriebs von Buderus Edelstahl sowie der Reorganisation im Geschäftsbereich Automotive Components.

Ausblick Geschäftsjahr 2025/26

Das wirtschaftliche Umfeld war im 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres 2025/26 von zwei wesentlichen Entwicklungen geprägt: Auf der einen Seite sorgten das angekündigte Infrastrukturprogramm Deutschlands und die intensivierten Investitionen in die europäische Sicherheitsarchitektur für positive Impulse.

Auf der anderen Seite erzeugten die Umwälzungen in der bisherigen globalen Handelsordnung zunehmende Unsicherheit. So konnte Ende Juli 2025 zwar eine grundsätzliche Handelsvereinbarung zwischen den USA und der Europäischen Union erzielt werden, die konkrete Ausgestaltung in einzelnen Segmenten, wie etwa Stahl, bleibt bislang jedoch offen.

Die EU-Kommission bearbeitet mit dem Steel and Metals Action Plan derzeit wichtige Themen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, wie ein wirkungsvolles CO2-Grenzausgleichssystem und ein Nachfolgesystem der sogenannten Safeguard-Regelung, um Stahlimporte aus Drittländern zu begrenzen. Die konkrete Positionierung der EU gegenüber ihren globalen Handelspartnern ist noch nicht geklärt und kann die künftige Wirtschaftsdynamik in Europa beeinflussen.

Trotz der vorherrschenden Unsicherheiten sollten aus heutiger Sicht die für den voestalpine-Konzern wesentlichen Markttrends weiter bestehen bleiben: So wird die Automobilindustrie weiter stabil erwartet, ebenso Maschinenbau, Bau und die Konsumgüterindustrie, wenn auch auf niedrigem Niveau. Die Bereiche Eisenbahnsysteme, Luftfahrt und Lagertechnik sollten ihre gute Nachfragedynamik auch im gesamten Geschäftsjahr 2025/26 weiter fortsetzen.

Darüber hinaus werden die bereits eingeleitete Reorganisation im Bereich Automotive Components (Metal Forming Division) sowie die organisatorische Neuaufstellung der High Performance Metals Division im aktuellen Geschäftsjahr weiter konsequent umgesetzt.

Die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr, die im Zuge des Geschäftsberichts 2024/25 veröffentlicht wurde, berücksichtigt die eingangs beschriebenen Unsicherheiten und bezieht dadurch bereits eine Vielzahl an möglichen Wirtschaftsszenarien mit ein.

Vor diesem Hintergrund bestätigt der Vorstand der voestalpine AG die Prognose vom Juni 2025 und erwartet für das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin ein EBITDA in einer Bandbreite von 1,40 bis 1,55 Mrd. EUR.

(Quelle: voestalpine AG)

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