Produkte
Primetals Technologies, Limited Chiswick Park, Building 11, 566 Chiswick High Road Ein Joint Venture von Mitsubishi Heavy Industries and Partners W4 5YS London Communications United Kingdom Leitung: Gerlinde Djumlija Informationsnummer: PR2021032253de Seite 3/3 Einer von zwei Pfannenaufheizständen mit kupferplattiertem Deckel und LiquiRob von Primetals Technologies. - Photo: Primetals Technologies, Limited
16.02.2022

Endabnahme für zwei neue Pfannenbehandlungsstände erteilt

Der deutsche Stahlproduzent Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH hat Primetals Technologies die Endabnahme für zwei neue Pfannenbehandlungsstände erteilt. Die Anlagen wurden im LD-Blasstahlwerk am Standort Duisburg-Huckingen errichtet. Die Behandlungsstände sind für 5,2 Millionen Tonnen Flüssigstahl pro Jahr im vollautomatischen Betrieb ausgelegt und damit Industrie-4.0-fähig. Die Verwendung von kupferplattierten Deckeln erhöht die Lebensdauer und sichert die Qualität der Schmelzen. LiquiRob-Systeme übernehmen Aufgaben wie Temperaturmessung und Probennahme, die früher manuell ausgeführt werden mussten und erhöhen damit die Arbeitssicherheit. Mithilfe der neuen Pfannenbehandlungsstände lassen sich die Betriebskosten im Stahlwerk erheblich senken. Außerdem können der Phosphorgehalt der Schmelzen reduziert und höhere Legierungsmittelanteile verarbeitet werden.

Für das Blasstahlwerk projektierte, lieferte und installierte Primetals Technologies zwei 285-Tonnen- Pfannenbehandlungsstände. Die Anlagen sind als Lichtbogen-Pfannenöfen ausgeführt und sollen ausnahmslos alle in den beiden Konvertern erzeugten Schmelzen behandeln können. Die dadurch erforderliche Kapazität von 5,2 Millionen Jahrestonnen setzt eine sehr hohe Verfügbarkeit der Pfannenbehandlungsstände voraus. Dies wird unter anderem durch hochwertige kupferplattierte Deckel und ein leistungsstarkes Hochstromsystem sichergestellt. Die Energieversorgung erfolgt durch das hütteneigene Kraftwerk, das die Kuppelgase (Hochofengichtgas und Koksgas) verstromt. Beide Behandlungsstände sind mit einem vollautomatischen Temperatur- und Probenahme-Manipulator (LiquiRob) ausgerüstet. Die Spülgassysteme werden automatisch angekoppelt.

Hauptaufgaben der Pfannenbehandlungsstände sind die Reduzierung des Feuerfestverbrauchs am Konverter durch eine Absenkung der Abstichtemperatur um bis zu 50°C, die Einstellung niedrigerer Phosphorgehalte, die Erzeugung von Schmelzen mit erhöhten Legierungsmittelanteilen, den wahlweise erhöhten Einsatz von Roheisen oder Schrott für die Stahlerzeugung, die Optimierung des Kalkeinsatzes und die Reduzierung der Schlackenmenge. Die Ofentransformatoren zur elektrischen Versorgung der Behandlungsstände sowie die Elektro-, Automatisierungs- und Regelungstechnik sind ebenfalls Bestandteile des Lieferumfangs. Die Anordnung der Pfannenbehandlungsstände direkt in der Produktionslinie hinter den Konvertern und die extrem begrenzten Platzverhältnisse in diesem Bereich des Stahlwerkes erforderten ein komplexes Layout mit spezieller Portalkonstruktion. Primetals Technologies verantwortete neben dem Prozessequipment auch die Montage und Inbetriebnahme.

Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH  betreibt am Standort Duisburg Huckingen ein integriertes Hüttenwerk. Das Hüttenwerk untergliedert sich in die Teilwerke Hafen, Sinteranlage, Kokerei, das Hochofenwerk mit zwei Hochöfen sowie ein LD-Blasstahlwerk mit zwei Konvertern. Im Stahlwerk werden zudem noch VD-Anlagen und im Gießbetrieb zwei Rund- und drei Brammen- Stranggießanlagen betrieben. Das Unternehmen produziert mit seinen Anlagen über 1.800 verschiedene Stahlsorten. Mit einer Produktionskapazität von 5,6 Millionen Jahrestonnen an Brammen- und Rundstrangguss ist Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH eines der größten Hüttenwerke Deutschlands.

(Quelle: Primetals Technologies, Limited)

Schlagworte

AnlagenArbeitssicherheitAutomatisierungBrammeDeutschlandDuisburgEndabnahmeEnergieEUHandelHochofenHüttenwerkHüttenwerke Krupp Mannesmann GmbHInbetriebnahmeIndustrieINGKokereiKoksKonstruktionKonverterMessungMontageOptimierungPrimetalsProduktionRoheisenSchlackeSchmelzeSchmelzenSchrottStahlStahlerzeugungStahlwerkStranggussTechnikTemperatur

Verwandte Artikel

Im Foyer des Eingang Nord wendet sich die High Potential Area speziell an den Nachwuchs
10.03.2026

wire & Tube 2026 mit High Potential Area und ecoMetals

Das Düsseldorfer Fachmesseduo präsentiert zwei Initiativen, die es in sich haben

Draht Düsseldorf Industrie Kabel Messe Nachwuchs Rohstoffe Stabstahl Tube Unternehmen
Mehr erfahren
Rechtsanwältin Melina Jenkner von Heidemann Küthe Rechtsanwälte
09.03.2026

HOK Maschinenbau übernimmt Vermögenswerte der SCHUBERT GROUP

Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt die HOK Maschinenbau GmbH aus Hückeswagen im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte sowohl der Schubert Maschinen-...

Anlagen Anlagenbau Automation Automobil Bonn Bund Deutschland Energie Ennepetal Erfolgsfaktor Ergebnis Essen EU Gesellschaft Handel Industrie ING KI Lieferung Mannheim Maschinenbau Messtechnik Metallverarbeitung Modernisierung Optimierung Presse Pressen Reparatur Restrukturierung Sanierung Service Stabstahl Stahl Steuerung Technik TEMA Umformen Umformtechnik Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren
09.03.2026

wire 2026 mit prallem Forumsprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms der Fachmesse für Draht und Kabel sind auf der ‚Forum Stage Cable & Wire‘ spannende Tagesforen und Diskussionsrunden geplant

Anlagen Anlagenbau Draht Entwicklung Essen EU Industrie Innovation Italien Kabel Messe Nachhaltigkeit Tube USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Primetals Technologies wird eine Pelletieranlage, drei Pfannenöfen und zwei RH-Entgaser an SAIL IISCO liefern. Das Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung.
05.03.2026

SAIL IISCO kooperiert mit Primetals Technologies

Steel Authority of India Limited (SAIL), ein führender indischer Stahlproduzent, erweitert sein IISCO-Stahlwerk in Burnpur und wählte dafür Primetals Technologies als Lie...

Anlagen Antrieb Deutschland Digitalisierung Draht EU Greenfield-Projekt HZ Indien Industrie ING KI Legierungen Lieferung Ltd Ltd. Metallurgie Optimierung Partnerschaft Primetals Produktion Prozessoptimierung Sensoren Spezialstahl Stahl Stahlindustrie Stahlwerk Steuerung Temperatur Unternehmen USA Vakuumpumpe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
David Algermissen, Abteilungsleiter Sekundärrohstoffe/Schlackenmetallurgie im FEhS – Institut für Baustoff-Forschung, welches das Projekt koordiniert hat: „Die Arbeiten mit diesem großartigen Konsortium waren sehr erfolgreich. Es konnte sowohl Basiswissen rund um die Elektroroheisenschlacke aufgebaut werden bis hin zu Pilotversuchen zur Erzeugung von Hüttensand 2.0 im Tonnenmaßstab und die Prüfung im Zement und Beton. Nächste Schritte sind die normativen und rechtlichen Rahmenbedingungen, damit das Material auch zeitnah seinen Weg in den Markt finden kann, sobald die Schlacke bei thyssenkrupp entsteht.“ Das im Jahr 2021 gestartete Forschungsvorhaben „SAVE CO2“ von thyssenkrupp Steel, Heidelberg Materials, dem Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen, Fraunhofer UMSICHT und FEhS-Institut wurde im Rahmen der Fördermaßnahme KlimPro-Industrie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie der Europäischen Union/NextGenerationEU gefördert und durch den DLR Projektträger betreut.
05.03.2026

Schlacken aus dekarbonisierter Stahlherstellung für Zement geeignet

Neue Schlacken, die bei der dekarbonisierten Stahlherstellung auf der Direktreduktionsroute im Einschmelzer entstehen, eignen sich als latent hydraulische Bindemittel in...

Bund CO2 CO2-Emissionen Direktreduktion Duisburg Einsatzstoffe Eisenschwamm Emissionen Energie Ergebnis Essen EU Forschung Forschungsprojekt Fraunhofer Hochofen Industrie ING Klima Metallurgie Produktion Roheisen Rohstoffe Schmelze Stahl Stahlherstellung Technik Thyssen thyssenkrupp Umwelt Wirtschaft
Mehr erfahren