Technik
Beide Unternehmen richten sich näher an die Kunden aus. - Bild: Endress+Hauser / SICK GmbH+Co. KG
09.01.2025

SICK und Endress+Hauser starten Kooperation

SICK und Endress+Hauser setzen ihre strategische Partnerschaft im Bereich Prozessautomatisierung in die Tat um: Die fortschrittliche Gasanalyse- und Durchflussmesstechnik von SICK ist nun integraler Bestandteil des umfassenden Instrumentierungsportfolios von Endress+Hauser.

Die Kooperation hat das Ziel, Kundinnen und Kunden in der verfahrenstechnischen Industrie noch besser dabei zu unterstützen, die Anlageneffizienz zu steigern, die Umwelt zu schützen und den CO2-Fußabdruck zu verkleinern.

Im Zuge der strategischen Partnerschaft wechseln rund 800 Vertriebs- und Servicekräfte von SICK in 42 Ländern zu Endress+Hauser. Kundinnen und Kunden in der Verfahrenstechnik erhalten durch die Kooperation mehr Produkte aus einer Hand und profitieren vom Zuwachs an Kompetenz in der Gasmesstechnik. Über das globale Vertriebsnetz wird Endress+Hauser damit neue Kunden ansprechen, zusätzliche Branchen erreichen und weitere Anwendungsbereiche erschließen.

Produktion und Weiterentwicklung der Gas-Analysatoren und Durchflussmessgeräte wurden unter dem Dach der Endress+Hauser SICK GmbH+Co. KG zusammengeführt. SICK und Endress+Hauser werden ab 1. März 2025 jeweils 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten.

Es beschäftigt rund 730 Mitarbeitende an mehreren deutschen Standorten und wird eng mit den Produktzentren von Endress+Hauser zusammenarbeiten, um Produktinnovationen voranzutreiben und den sich verändernden Marktanforderungen zu entsprechen. 

Nahtloser Geschäftsübergang

Hunderte Mitarbeitende beider Unternehmen haben in den vergangenen Monaten den reibungslosen Übergang des Geschäfts vorbereitet. Jetzt stehen die Vertriebs- und Serviceteams für die Gasmesstechnik bei Endress+Hauser bereit; endress.com spiegelt die erweiterte Palette an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen wider.

Seit 1. Januar 2025 vermarktet Endress+Hauser weltweit exklusiv die Gasanalyse- und Durchflussmesstechnik von SICK. In China wird der Übergang aus technischen Gründen erst am 1. März 2025 erfolgen. In der Türkei und Saudi-Arabien werden Vertrieb und Service im Laufe des ersten Quartals auf Endress+Hauser übergehen. 

Dr. Peter Selders, CEO der Endress+Hauser Gruppe, erklärt:
„Wir ergänzen uns perfekt in dieser Partnerschaft. Sie schafft neue Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung, gerade mit Blick auf die nachhaltige Transformation der Prozessindustrie. Durch das Bündeln unserer Kräfte bieten wir unseren Kunden einen Mehrwert. Unsere gemeinsamen Anstrengungen werden uns schneller und letztlich erfolgreicher machen, als wenn wir allein unterwegs wären. Deshalb ergibt in diesem Fall eins und eins mehr als zwei.“

Chancen für Wachstum und Entwicklung

Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der SICK AG, sagt:
„Wir freuen uns, dass die strategische Partnerschaft für die Prozessautomation jetzt startet. Zusammen können wir Kunden weltweit noch besser unterstützen und mit führenden Technologielösungen in eine nachhaltige Zukunft führen. Wir sind überzeugt, dass die Transformation der Prozessindustrie enorme Chancen für Wachstum und Entwicklung bietet, die wir als starke Partner optimal nutzen werden.“

Beide CEOs sprechen den Mitarbeitenden auf beiden Seiten, die den Aufbau dieser Partnerschaft ermöglicht haben, ihren Dank aus.

Mats Gökstorp sagt:
„Vor allem danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrer Expertise und ihrem Engagement den Geschäftsbereich Prozessautomation stark gemacht haben und diese Erfolgsgeschichte mit der strategischen Partnerschaft fortsetzen werden.“ 

Peter Selders ergänzt:
„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Menschen, die zu uns und ins Joint Venture kommen, etwas Neues aufzubauen und diese Partnerschaft zum Erfolg zu führen.“

SICK ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter für sensorbasierte Applikationen für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen ist mit 60 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen rund um den Globus präsent.

Es beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeitende weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Konzernumsatz von 2,3 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft der Fabrik- und Logistikautomation, in dem SICK über 80 Prozent des Umsatzes generiert, bleibt von der Partnerschaft unberührt.

Familienunternehmen mit starken Werten

Als Familienunternehmen teilen SICK und Endress+Hauser ähnliche Werte und eine ähnliche Firmenkultur. Der deutsche Sensorhersteller und der Schweizer Mess- und Automatisierungstechnik-Spezialist hatten im Herbst 2023 eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft unterzeichnet und im Sommer 2024 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Schon in der Vergangenheit haben SICK und Endress+Hauser immer wieder auftrags-, projekt- und kundenbezogen erfolgreich zusammengearbeitet.

Die Gas-Analysatoren und Durchflussmessgeräte werden vor allem in Abfallverbrennungsanlagen, Kraft-, Stahl- und Zementwerken, in der Öl- und Gasindustrie, in Anlagen der Chemie und Petrochemie sowie im Schiffsbau eingesetzt. Dort sind sie von grundlegender Bedeutung für Aufgaben wie die Emissionsmessung in der Rauchgasreinigung oder die Durchflussmessung von Erdgas und Wasserstoff.

(Quelle: Endress+Hause / SICK GmbH+Co)

Schlagworte

AnlagenAutomationAutomatisierungChinaCO2DSVEntwicklungErdgasEUGasreinigungGesellschaftIBUIndustrieINGInnovationKooperationLogistikMesstechnikMessungPartnerschaftProduktionProzessautomatisierungServiceStahlTechnikTransformationUmweltUnternehmenUSAVereinbarungVertriebWasserstoffZusammenarbeit

Verwandte Artikel

31.03.2026

VDE-Hinweis zu Netzrückwirkungen kommt Elektrostahlwerken entgegen

Eine jetzt veröffentlichte Broschüre von VDE FNN ist eine wertvolle Unterstützung für den Netzanschluss von elektrischen Anlagen mit EAFs größerer Leistung

Anlagen Elektrostahlwerk Elektrotechnik EU Industrie Klima Lichtbogenofen Netzanschluß Neubau Produktion Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Strategie Technik Transformation VDEh
Mehr erfahren
: Clarissa Odewald (CEO von thyssenkrupp Rasselstein) mit der neuen Weißblechdose aus bluemint® Steel
30.03.2026

Henkel setzt auf CO₂-reduzierte Verpackung aus CO2-reduziertem Stahl

Der Verpackungsstahlhersteller thyssenkrupp Rasselstein unterstützt Henkel bei der weiteren Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks seiner Verpackungen.

Blech Deutschland Emissionen EU Hochofen Industrie ING Klima Metallverpackung Nachhaltigkeit Recycling Rohstoffe Schrott Stahl Stahlherstellung Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Rasselstein Transformation Unternehmen USA Verpackungsstahl Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Vertragsunterzeichnung bei Steel Authority of India (SAIL)
30.03.2026

SAIL bestellt Kokereitechnik für das Burnpur-Projekt

SMS group hat zusammen mit dem Konsortialpartner MCK Kutty Engineers Pvt. Ltd. einen Auftrag über die Lieferung von zwei Trockenlöschanlagen erhalten

Automation Betriebssicherheit Digitalisierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU Hochofen Inbetriebnahme Indien ING KI Kokerei Koks Koksofen Koksofenbatterie Lieferung Ltd Ltd. Modernisierung Montage Nachhaltigkeit Partnerschaft Paul Wurth Service Stahl Stahlerzeugung Stahlwerk Umwelt USA Wurth Zusammenarbeit
Mehr erfahren
27.03.2026

Globale Stahl-Überkapazitäten sind ernsthafte Gefahl für Europas Industrie

Die jüngsten OECD-Zahlen bestätigen die existenzielle Gefahr für Europas Stahlindustrie. EUROFER drängt die EU zu handeln.

Ergebnis Essen EU EUROFER Handel HZ Industrie ING Investition Paris Produktion Stahl Stahlhandel Stahlmarkt Stahlproduktion
Mehr erfahren
Die Werke von thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen und Isbergues stellen kornorientiertes Elektroband her – ein Schlüsselmaterial für Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen. Aufgrund der sich weiter verschärfenden Importkrise reagiert thyssenkrupp Steel mit weiteren Produktionskürzungen. Daher wird der Standort Isbergues von Juni bis September komplett geschlossen
27.03.2026

Importkrise bei kornorientiertem Elektroband

Die Importkrise auf dem Markt für kornorientiertes Elektroband verschärft sich weiter. thyssenkrupp Steel reagiert darauf mit weiteren Produktionskürzungen.

Anlagen Elektroband Energie Energiewende Energiewirtschaft Entwicklung EU EU-Kommission Gesellschaft Handel HZ ING KI Produktion Stahl Studie Thyssen thyssenkrupp Transport Unternehmen Werkstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren