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voestalpine Standort Linz/Österreich - Photo: voestalpine AG
12.02.2026

voestalpine mit solidem Ergebnis in ersten drei Quartalen 2025/26

Die voestalpine konnte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 (1. April 2025 – 31. Dezember 2025) ein sehr solides Ergebnis in einem herausfordernden Umfeld erzielen. Die Basis bildeten die robuste Konzernstrategie mit einem besonderen Fokus auf Qualität, Innovation und Effizienz sowie einer branchenmäßigen und regionalen Diversifizierung des Stahl- und Technologiekonzerns.

Die einzelnen Unternehmensbereiche entwickelten sich weiterhin unterschiedlich. So blieb die Nachfrage nach den Produkten der voestalpine im Geschäftsbereich Railway Systems unverändert positiv, auch im Bereich Luftfahrt setzte sich die anhaltend hohe Nachfrage weiter fort. Die Bau-, Maschinenbau- und Konsumgüterindustrie verharrten stabil auf niedrigem Niveau. Im Energiebereich blieb der Bedarf an den Produkten der Steel Division positiv. Ebenso robust war die Nachfrage nach den Erzeugnissen dieser Division in der Automobilindustrie, während der Geschäftsbereich Automotive Components von der nach wie vor sehr verhaltenen Marktdynamik in der Automobilproduktion insbesondere in Europa betroffen ist. Weiterhin sehr gut war die Entwicklung der Lagertechnik in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26.

Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG - Photo: voeatalpine AG
Photo: voeatalpine AG

„Als voestalpine reagieren wir rasch und passen uns an. So haben wir die Reorganisationsmaßnahmen in der High Performance Metals Division großteils abgeschlossen und werden unsere laufenden Maßnahmen an den deutschen Automotive-Components-Standorten weiter konsequent umsetzen.

Gleichzeitig realisieren wir internationale Wachstumsprojekte in den Bereichen Bahninfrastruktur, Lagersysteme und Luftfahrt. Unsere Maßnahmen spiegeln sich in der Steigerung der Ergebniszahlen und im hohen Free Cashflow wider“, sagt Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG.

Fokus auf Reorganisation, Wachstumsprojekte und Transformation der Stahlproduktion

Ein strategischer Fokus des Konzerns bleibt weiterhin auf Effizienz und der Reorganisation von renditeschwachen Geschäftsbereichen. Die Umsetzung der bereits gestarteten Maßnahmen läuft plangemäß. Wie bereits mehrfach erwähnt, stellt die voestalpine ihren Bereich Automotive Components in Deutschland neu auf, mit dem Ziel, den Automobilzulieferbereich der Metal Forming Division langfristig abzusichern. Die High Performance Metals Division konzentriert ihr Produktportfolio auf das technologisch anspruchsvolle Segment der Hochleistungswerkstoffe. Mit der Veräußerung der Buderus Edelstahl in Wetzlar, Standortkonsolidierungen außerhalb Österreichs, der Kapazitätsanpassungen der voestalpine BÖHLER Bleche in Mürzzuschlag und dem Verkauf der voestalpine BÖHLER Profil ist die Portfoliobereinigung innerhalb der High Performance Metals Division großteils abgeschlossen.

Einen weiteren Schwerpunkt legt die voestalpine weiterhin auf Wachstumsprojekte in attraktiven Bereichen der Weiterverarbeitung (wie zum Beispiel Railway Systems, Lagertechnik oder Luftfahrt) und in attraktiven Regionen wie etwa Indien.

Die Transformation der Stahlproduktion (greentec steel) bildet den dritten strategischen Eckpfeiler. Das Projekt liegt mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Mrd. EUR nach wie vor im Kosten- und Zeitplan.

Anstieg beim Ergebnis, starke Cashflow-Generierung, solide Bilanzstruktur

Die Umsatzerlöse gingen aufgrund der umfangreichen Reorganisationsmaßnahmen im Vorjahresvergleich um 5,1 % auf 11,1 Mrd. EUR (Q3 2024/25: 11,7 Mrd. EUR) zurück. Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich auf 1 Mrd. EUR (Q3 2024/25: 968 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis EBIT erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 20,9 % auf 473 Mio. EUR. Das Konzernergebnis vor Steuern stieg signifikant um 46,5 % auf 372 Mio. EUR, das Ergebnis nach Steuern verzeichnete einen Anstieg von 25,1 % auf 259 Mio. EUR.

Weiterhin stark entwickelte sich der Cashflow. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Cashflow aus der Betriebstätigkeit um 53,3 % gestiegen und betrug in den drei Quartalen des GJ 2025/26 1,1 Mrd. EUR. Der Free Cashflow konnte im Vorjahresvergleich mit 345 Mio. EUR deutlich in den positiven Bereich gedreht werden.
Die voestalpine weist eine ausgesprochen solide Bilanzstruktur auf. Trotz hoher Investitionsausgaben für greentec steel konnte die Verschuldung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 auf 1,4 Mrd. EUR weiter reduziert werden (-27,4 % im Vorjahresvergleich; -13,8 % im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. März 2025). Das Eigenkapital konnte sowohl im Jahresvergleich als auch gegenüber dem Bilanzstichtag am 31. März 2025 um 2,0 % auf 7,6 Mrd. EUR erhöht werden. Daraus resultiert eine weitere Verbesserung der Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals) im Jahresvergleich von 26,2 % auf 18,7 % per 31. Dezember 2025.

Die Anzahl der Beschäftigten des voestalpine-Konzerns verringerte sich per 31. Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % auf 48.700 (Vollzeitäquivalente).

Ausblick Geschäftsjahr 2025/26

Nach großen Unsicherheiten im Zuge der wirtschaftspolitischen Neupositionierung der USA zu Beginn des Geschäftsjahres 2025/26, scheint sich die globale Wirtschaft inzwischen weitgehend an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst zu haben. Trotz anhaltend hoher geopolitscher Unsicherheiten ist im letzten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2025/26 mit einer Fortsetzung der bisherigen Trends zu rechnen.

Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der voestalpine AG für das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin ein EBITDA in einer Bandbreite von 1,4 bis 1,55 Mrd. EUR.

(Quelle: voestalpine AG)

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