Unternehmen
Photo: Outokumpu Oyj
30.03.2023

Einstieg in den Metallpulvermarkt für die Additive Fertigung

Start der neuen Verdüsungsanlage in Deutschland im April 2023

Metallpulver, die für Additive Fertigung wie den 3D-Druck verwendet werden, revolutionieren die Industrie, indem sie die Produktionskapazitäten durch Innovation und Nachhaltigkeit steigern. Outokumpu, der weltweit führende Anbieter von nachhaltigem Edelstahl, steigt im April 2023 mit dem Start der Produktion von Metallpulver im Krefelder Werk des Unternehmens in ein neues Geschäftsfeld ein. Die Metallpulverproduktion bedeutet eine weitere Stärkung der ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie von Outokumpu sowie der Bemühungen, die Kreislaufwirtschaft durch die Verwendung von Stahlschrott aus der eigenen Produktion zu fördern und so neue Lösungen für den Markt zu schaffen.

„Die weltweite Nachfrage nach Metallpulver steigt und wir sehen in naher Zukunft großes Potenzial für dieses Geschäft. Wir beobachten das Wachstum der Additiven Fertigungsindustrie und das Potenzial zur Stärkung der Position und Verwendung von Edelstahl für Metallpulverprodukte, und haben uns deshalb entschieden, mit dem Bau einer neu konzipierten Verdüsungsanlage zu beginnen. Outokumpu besitzt umfangreiche Fachkenntnisse über das Material Edelstahl und wird mit interessierten Kunden zusammenarbeiten. Wir freuen uns, bald mit der internen Produktion zu beginnen, ein wenig später dann gefolgt von der Herstellung für die externe Verwendung. Es besteht bereits großes Interesse seitens der Kunden und die ersten Projekte sind gestartet“, sagt Thomas Anstots, Leiter der Business Line Advanced Materials bei Outokumpu.

Der Hauptfokus von Outokumpu liegt auf der Produktion von Metallpulvern, die noch nicht auf dem Markt verfügbar sind – geeignet für Unternehmen, die Technologien wie Additive Fertigung (AM), Metallpulverspritzguss (MIM), Binder Jetting (BJ) und Hot Isostatic Pressing (HIP) zur Herstellung von Teilen für anspruchsvolle Anwendungen nutzen. Mit Metallpulvern können Hersteller Teile mit höherer Komplexität, geringerem Gewicht und kürzeren Vorlaufzeiten produzieren und Unterbrechungen in der Lieferkette vermeiden.

„In naher Zukunft wird die geschätzte Gesamtproduktionskapazität bei rund 330 Tonnen pro Jahr liegen. Unser langfristiges Ziel ist es, die Erkenntnisse zu nutzen und unser Knowhow für Forschung und Entwicklung auszubauen, um den Weg unserer Kunden mit Fachwissen, Entwicklung neuer Materialien, Flexibilität und Anpassung für verschiedene Pulvermetallurgie-Technologien zu unterstützen. In unserer Zukunftsvision können wir unsere Kunden so bedienen, dass sie mit einem Problem zu uns kommen und uns mit einer Lösung verlassen“, fährt Anstots fort.

Das Geschäft von Outokumpu basiert auf Kreislaufwirtschaft. Der Edelstahl des Unternehmens hat den größten Anteil an Recyclingmaterial – 2022 erreichte das Unternehmen einen Rekordwert von 94 Prozent. Edelstahl von Outokumpu ist auch das weltweit am häufigsten wiederverwertete Material und die Werke des Unternehmens in Europa und den USA gehören zu den größten Materialrecyclinganlagen der Welt.

„Wir möchten unseren Kunden helfen, die Belastung des Klimas durch die Auswahl der richtigen Materialien zu reduzieren. Ich bin stolz darauf, dass unsere neue Verdüsungsanlage in Krefeld als eine große Recyclingeinheit zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft beiträgt. Der in unserem gesamten Produktionsprozess enthaltene CO2-Fußabdruck wird ebenfalls reduziert, denn Erzeugung des Rohmaterials, Herstellung des Produkts und Verpackung finden alle an einem Ort statt. Dies gewährleistet die Kontrolle des gesamten Prozesses und senkt auch die Transportemissionen erheblich“, sagt Anstots.

Outokumpus brandneues Portfolio hochwertiger Metallpulver, das Edelstahl und Nickellegierungen einschließt, wurde speziell entwickelt, um den Anforderungen der modernen Fertigung in Bezug auf Qualität, Nachhaltigkeit und Flexibilität gerecht zu werden. Outokumpu kooperiert mit der SMS group als Technologielieferant. Der “Equipment as a Service (EaaS)” Vertrag stellt in den nächsten Jahren eine kontinuierliche Optimierung der Anlage und die enge Zusammenarbeit zwischen Zulieferer und Hersteller im Pulvergeschäft sicher.

(Quelle: Outokumpu Oyj)

 

Photo: Outokumpu Oyj
Die neue Verdüsungsanlage in Krefeld Photo: Outokumpu Oyj

Schlagworte

3D-DruckAdditive FertigungAnlagenAnpassungCO2DeutschlandEdelstahlEmissionenEntwicklungEUForschungIndustrieINGInnovationKlimaKrefeldKreislaufwirtschaftLegierungenMetallpulverMetallurgieNachhaltigkeitOptimierungOutokumpuProduktionProduktionsprozessPulverRecyclingSchrottServiceSMSSMS groupStahlStrategieTransportUnternehmenUSAWirtschaftZusammenarbeit

Verwandte Artikel

Thomas Peinkofer, Geschäftsführer AICHELIN Service GmbH und Marco Greifeneder, Head of Operations AICHELIN Service GmbH
24.04.2024

Aichelin für Umweltmanagementsystem zertifiziert

Die AICHELIN Service GmbH mit Sitz in Ludwigsburg hat im Frühjahr 2024 erfolgreich die Zertifizierung nach dem weltweit anerkannten Standard ISO 14001:2015 für ihr umfass...

Aichelin Entwicklung EU Handel ING Logistik Managementsystem Nachhaltigkeit Optimierung Service Umwelt Umweltschutz Unternehmen
Mehr erfahren
Salzgitter Flachstahl hat in eine Modernisierung der Automatisierung von Primetals Technologies für einen Teil der Warmwalzlinie investiert.
24.04.2024

Brammenstauchpresse bei Salzgitter Flachstahl modernisiert

Die Salzgitter Flachstahl hat Primetals Technologies mit einer Modernisierung der Leistungselektronik für die Brammenstauchpresse im Warmwalzwerk Salzgitter beauftragt.

Antrieb Automatisierung Blech Bramme Direktumrichter Essen EU Flachstahl Gesellschaft Inbetriebnahme Konverter Optimierung Presse Pressen Primetals Produktion Salzgitter Salzgitter Flachstahl Schmelze Schmelzen Stahl Technik Umrichter Unternehmen USA Walzwerk Warmband
Mehr erfahren
(v.l.n.r.) Sandrina Sieverdingbeck, Geschäftsführerin DEUMU (Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH); Holger Kreetz, Uniper SE COO; Gunnar Groebler, Salzgitter AG CEO; Christian Stuckmann, Uniper SE VP Business Development Hydrogen
23.04.2024

Salzgitter AG und Uniper kooperieren bei grünem Wasserstoff

Die Salzgitter AG und die Uniper SE haben einen Vorvertrag über die Lieferung und Abnahme von grünem Wasserstoff unterzeichnet. Dieser soll in der von Uniper geplanten Gr...

CO2 Dekarbonisierung Deutschland Direktreduktion Elektrolyse Emissionen Energie Erdgas EU Hochofen Inbetriebnahme Industrie ING KI Klima Klimaziel Klimaziele Kooperation Lieferung Offshore Partnerschaft Produktion Produktionsprozess Reduktionsmittel Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Strategie Transformation Uniper Unternehmen Vereinbarung Wasserstoff Wilhelmshaven Windpark
Mehr erfahren
Bundeskanzler Olaf Scholz, Ministerpräsident von Norwegen Jonas Gahr Støre und CEO der Salzgitter AG Gunnar Groebler bei der Eröffnung des HMI
23.04.2024

Salzgitter AG launcht Grünstahlmarke SALCOS

Die Salzgitter AG möchte mit der Einführung seiner Grünstahlmarke SALCOS® seine Kunden dabei unterstützen ihre Wertschöpfungsketten nachhaltig und transparent zu dekarbon...

Automobil Bauwesen CO2 CO2-Emissionen Dekarbonisierung Direktreduktion Elektrolichtbogenofen Emissionen Energie Energiewirtschaft EU Gesellschaft Industrie ING Klima Lichtbogenofen Messe Nachhaltigkeit Schrott Stahl Transformation Umwelt Unternehmen Wirtschaft WV WV Stahl Zertifikat
Mehr erfahren
Schrottverarbeitung bei BSW
23.04.2024

BDSV fordert Berücksichtigung bei neuem Klimaschutzgesetz

Der Bundesverband der Deutschen Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen äußert Bedenken gegenüber dem vorgeschlagenen Klimaschutzgesetz und fordert spezifische Anpassu...

ABB Anpassung Bund CO2 DSV Emissionen Entwicklung EU ING KI Klima Klimapolitik Klimaschutz Klimaziel Klimaziele Kreislaufwirtschaft Politik Recycling Stahl Unternehmen Wirtschaft
Mehr erfahren