Die GMH Gruppe bündelt die Herstellung von hochentwickelten Metallpulvern und additiver Fertigung unter dem Dach der ProMateria GmbH. Das von Robert Teuber und Philip Stöhr geführte Unternehmen ist am Standort der GMH-Schwesterfirma Energietechnik Essen angesiedelt, das auch die Basiswerkstoffe liefert. ProMateria will Pionierarbeit bei der Verwendung von hochstickstofflegiertem Stahl in der Pulvermetallurgie und im seriellen 3D-Druck leisten und damit neue Möglichkeiten für Hochleistungskomponenten in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, der Luxusgüterindustrie, dem Maschinenbau und dem Energiesektor eröffnen.
Im Fokus steht der Einsatz hochstickstofflegierter Stähle (High Nitrogen Steel - HNS) in pulvermetallurgischen Verfahren sowie in der additiven Fertigung. „Mit ProMateria kombinieren wir eigene Pulverproduktion, additive Fertigung und Endbearbeitung“, sagt Philip Stöhr, Kaufmännischer Geschäftsführer von ProMateria.
Hochstickstofflegierte Stähle kombinieren hohe Korrosionsbeständigkeit mit Härte, Festigkeit sowie Biokompatibilität und bietet damit sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile. Unternehmerisches Ziel ist die Erschließung des Marktpotentials, das sich für die HNS-Materialien durch den 3D-Druck ergibt: Hochleistungsteile für anspruchsvolle Anwendungen.
Das Metallpulver produziert ProMateria in einem auf die Pulvermetallurgie zugeschnittenen Hochdurchsatzverfahren in Chargen von 25 Kilogramm bis 10 Tonnen. Das HNS-Material kommt von der Energietechnik Essen, andere Werkstoffe bei Bedarf von anderen Stahlwerken der GMH Gruppe.
MoldJet-Verfahren und selbst entwickelten Metallpasten ermöglichen eine flexible Prototypen- bis hin zur Serienfertigung auf sechs Plattformen im Revolversystem. Die ISO 9001-Zertifizierung für diesen Bereich wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Die Materialauswahl reicht von hochstickstofflegiertem Stahl, Edelstahl, Werkzeugstahl, niedriglegierten Stählen, Hochtemperaturlegierungen, Titanlegierungen, über Keramik, Kupfer und mehr.
Neue Einsatzbereiche für hochstickstofflegierten Stahl
Angepeilte Anwendungsbereiche sind beispielsweise additiv gefertigte Teile für die Dental- und Medizintechnik, wo das HNS-Material eine nachhaltige Alternative zu Kobalt- und Nickel-basierten Legierungen sein kann, ohne Gesundheitsrisiken wie Toxizität bei Abrieb oder Bruch., aber sicherer für Patienten und verursacht keine Nickelallergien.
Ein weiteres Anwendungsfeld sind individualisierte Sportgeräte. So entwickelt ProMateria gemeinsam mit Make Golf Golfschläger als Einzelstücke, die auf das jeweilige Schwungprofil und die biometrische Daten des Sportlers maßgeschneidert sind.
(Quelle: GMH)
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