Wirtschaft
Von Links: Tobias Braun (CFO BENTELER Gruppe), Thomas Michels (COO BENTELER Steel/Tube), Hendrik Wüst (Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen), Kerstin Maria Rippel (Hauptgeschäftsführerin WV Stahl), Ralph Mathis (CSO BENTELER Steel/Tube), Simone-Tatjana Stehr (Fraktionsvorsitzende CDU Oberhausen), Sezgin Özen (Betriebsratsvorsitzender BENTELER Steel/Tube), Michael Kassing (Werksleiter BENTELER Dinslaken) - Bild: Benteler Steel / Tube
13.01.2025

NRW-Ministerpräsident Wüst besucht BENTELER

Der Ministerpräsident und Landesvorsitzende der CDU von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst besuchte den BENTELER-Standort in Dinslaken. Dort diskutierte die Geschäftsführung von BENTELER Steel/Tube mit dem Landesregierungschef über die notwendigen industriepolitischen Rahmenbedingungen für die grüne Transformation.

Im Fokus des Dialogs, an dem auch die Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Kerstin Maria Rippel, teilnahm, standen dabei die Themen Energiekosten und Energieerzeugung. Das gemeinsame Ziel von Politik und Unternehmen: ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort Deutschland mit sicheren Arbeitsplätzen.

Planungssicherheit dringend erforderlich

Tobias Braun, Finanzvorstand der BENTELER Gruppe:
„Die grüne Transformation der Stahlindustrie ist unabdingbar für den Kampf gegen die Erderwärmung. Gleichzeitig bedeutet sie aber einen enormen Umbruch für energieintensive Unternehmen. Viele Stahlhersteller haben einen langen Weg mit hohen Investitionen vor sich – auch unsere Division BENTELER Steel/Tube.

Um unsere ambitionierten Nachhaltigkeitsziele verfolgen zu können, bedarf es deshalb Planungssicherheit – dies umfasst auch wettbewerbsfähige Energiepreise, insbesondere in Deutschland. Es war uns eine besondere Freude, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei uns zu begrüßen und hierüber zu sprechen.“

Zugang zu erneuerbaren Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Rohrproduktion hat sich BENTELER Steel/Tube vorgenommen, bis 2045 die komplette CO2-Neutralität zu erreichen. Darüber hinaus hilft das Unternehmen mit seinen Produkten schon heute seinen Kunden, ihre Klimaziele zu erreichen.

Ralph Mathis, Geschäftsführer BENTELER Steel/Tube:
„Unter der Marke CliMore® bieten wir unseren Kunden CO2-reduzierte Stähle und Stahlrohrprodukte an. Durch die Stahlherstellung in einem Elektrolichtbogenofen sowie den Einsatz von recyceltem Stahlschrott und 100 % Ökostrom senken wir die CO2-Emissionen im Vergleich zu konventionellem Hochofenstahl um bis zu 85 %. Gleichzeitig ist die Herstellung jedoch besonders stromintensiv – und wettbewerbsfähige Energiepreise deshalb umso relevanter.“

BENTELER Steel / Tube beschäftigt rund 3.000 Mitarbeitende

Thomas Michels, Geschäftsführer BENTELER Steel/Tube:
„Wir stehen derzeit vor massiven Herausforderungen: Die stark gestiegenen Energiekosten im Vergleich zum Wettbewerb inner- und außerhalb Europas sowie insbesondere die Verdopplung der Stromübertragungsnetzentgelte seit Jahresbeginn 2024 bereiten uns große Sorge.

Dies gefährdet mittelfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit. Wir benötigen dringend eine Entlastung bei den Stromkosten. Der Zugang zu erneuerbaren Energien in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Preisen ist essenziell für uns sowie zahlreiche ähnlich energieintensive Unternehmen.“

Ein Beispiel aus der Region Nordrein-Westfalen verdeutlicht dies: Durch die Anlagen zur Umformung und Wärmebehandlung von Stahl und Stahlrohren verbraucht die Division BENTELER Steel/Tube allein an den Standorten Paderborn, Schloss-Neuhaus und Dinslaken jährlich 460 Gigawattstunden Gas. Das entspricht dem jährlichen Gasverbrauch von 30.000 Vier-Personen-Haushalten.

BENTELER Steel/Tube beschäftigt in Deutschland rund 3.000 Mitarbeitende an vier Standorten, drei davon in Nordrhein-Westfalen.

(Quelle: BENTELER Steel / Tube)

Schlagworte

AnlagenBentelerBENTELER GruppeCO2DeutschlandElektrolichtbogenofenEmissionenEnergieEssenEUGeschäftsführungGrüne TransformationHochofenHZIndustrieINGInvestitionKlimaKlimazielKlimazieleLichtbogenofenNachhaltigkeitPolitikProduktionRohreSchrottStahlStahlherstellungStahlindustrieStahlrohreTransformationTubeUmformungUnternehmenWettbewerbWirtschaftWirtschaftsstandort

Verwandte Artikel

04.09.2026

Acciaierie Venete nimmt weitere Einzelstab-Richtanlage in Betrieb

Die fortschrittliche SBQ-Endbearbeitungstechnologie wurde von Danieli im Werk Padua implementiert. Sie garantiert hochwertigen Stabstahl und steigert die betriebliche Eff...

Automation Automatisierung Betriebssicherheit Danieli EU Inbetriebnahme Industrie ING Instandhaltung Italien KI Messe Produktion Prozessleitsystem Service Stahl Strategie Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
03.09.2026

WV Stahl: Zuschuss zu Netzentgelten muss erhalten bleiben

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beschlossen. Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der WV Stahl, bewertet...

Bund Energie EU Industrie Stahl Wirtschaft Wirtschaftsvereinigung
Mehr erfahren
Frontansicht des Deutschen Bundestags in dem der Bundeshaushalt debattiert wird.
03.09.2026

Regierung droht Mittelstandsforschung weiter auszubremsen

Forschungsvereinigungen fordern Kurskorrektur im Bundeshaushalt.

Anpassung Bund Dekarbonisierung Deutschland Digitalisierung Einsparung Energie Entwicklung EU Forschung Forschungsprojekt Fosta HZ Industrie ING Innovation KI Klima Konstruktion Politik Produktion Rohstoffe Sanierung Stahl Stahlanwendung Transformation Unternehmen USA Wasserstoff Werkstoff Werkstoffe Wettbewerb Wirtschaft Zukunftstechnologie
Mehr erfahren
ArcelorMittal Duisburg
02.09.2026

ArcelorMittal wird den Standort Duisburg stark verkleinern

Im September 2027 soll die Rohstahlproduktion auslaufen. Das Drahtwalzwerk soll weiterproduzieren und das Vormaterial vorzugsweise von anderen Konzernstandorten erhalten.

Aufsichtsrat Bund Dekarbonisierung Draht Drahtwalzwerk Duisburg Energie EU Europa ING Lieferung Produktion Produktionsprozess Roheisen Stabstahl Stahl Stahlproduktion Stahlwerk thyssenkrupp Unternehmen USA Walzwerk Wirtschaft
Mehr erfahren
01.09.2026

Klimafreundliche Wertschöpfungsketten auf See

Tibnor liefert CO2-armen Stahl für elektrifizierte Versorgungsschiffe, die von einer norwegischen Werft gebaut werden

Antrieb Bauindustrie Elektrifizierung Emissionen Energie Energieeffizienz EU HZ Industrie ING Investition Lieferung Nachhaltigkeit SSAB Stahl Unternehmen USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren