Unternehmen Trendthema News
Photo: voestalpine AG
22.09.2021

voestalpine erhöht im laufenden Geschäftsjahr ihr Forschungsbudget auf 185 Mio. Euro

Als eines der forschungsintensivsten Unternehmen Österreichs mit über 700 Forschungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in mehr als 70 Gesellschaften und mit über 3.000 Patenten hat die voestalpine in den vergangenen Jahren ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung kontinuierlich aufgestockt. Im Geschäftsjahr 2021/22 setzt der Konzern mit einem Forschungsbudget von 185 Mio. EUR den Trend weiter fort. Der Schwerpunkt der Forschungstätigkeit liegt dabei mehr und mehr auf digitalen und zugleich ressourcenschonenden Produkten und Prozessen.

Selbst im vergangenen Geschäftsjahr 2020/21, das von einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld geprägt war, hielt die voestalpine mit 153 Millionen Euro am konstant hohen Niveau für Forschungsausgaben fest.

„Nur Unternehmen, die mit permanenter Forschungs- und Entwicklungsarbeit am Puls der Zeit bleiben, werden langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen. Unsere Forschungstätigkeit ist daher eine wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns“, so Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG.

Produktinnovationen der voestalpine leisten generell einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, wie etwa Schienen mit extrem verschleißresistenten Oberflächen, die weltweit erfolgreich im Einsatz sind. Für den automobilen Leichtbau hat der Konzern höchstfeste Stähle mit bester Umformbarkeit entwickelt, die unter anderem zu einem verringerten Treibstoffverbrauch beitragen. Ein weiteres Beispiel ist die ressourcenschonende innovative Technologie der additiven Fertigung, die sich für die Herstellung komplexer Geometrien ohne Materialverlust optimal eignet und etwa für hochkomplexe Temperier- und Leichtbaulösungen, im Werkzeugbau für die Automobil- und Konsumgüterindustrie sowie für Anwendungen in der Medizintechnik eingesetzt wird.

Auch die Stahlerzeugung selbst wird laufend hinsichtlich Ressourceneffizienz und Emissionen optimiert. In den vergangenen drei Jahrzehnten konnte die voestalpine ihre CO2-Emissionen um 20 Prozent senken. Eine weitere signifikante Reduktion der CO2-Emissionen ist nur auf Basis eines grundlegenden Technologiewandels möglich. Mit Projekten wie beispielsweise „H2FUTURE“ am Standort Linz und „SuSteel“ in Leoben-Donawitz forscht der voestalpine-Konzern daher intensiv an der schrittweisen Dekarbonisierung der Stahlproduktion unter Einsatz von grünem Wasserstoff.

Bei der Produktentwicklung stehen innovative und digitale Komplettlösungen für umsatzstarke und technologisch anspruchsvolle Branchen wie Mobilität im Vordergrund. Dazu zählen beispielsweise volldigitalisierte Überwachungs- und Diagnosesysteme für die Bahninfrastruktur, die von Sensoren erfasste Daten auswerten um Stehzeiten, Verzögerungen und Ausfälle von Zügen weiter zu minimieren. Weitere erfolgreiche smarte voestalpine-Produkte sind das „intelligente“ kaltgewalzte Stahlband, das mittels in einer speziellen Lackschicht integrierten Leiterbahnen für Sensorik beheizt werden kann oder selbst zum Bedienelement wird sowie ein digitaler Weinpfahl, der mithilfe einer integrierten Sensorik das Mikroklima messen, vor Frost warnen und über Niederschlag und Pflanzenkrankheiten informieren kann.

„Digitale Produkte vereinen den Werkstoff Stahl mit zusätzlichen Funktionalitäten und eröffnen damit ein breites Einsatzspektrum. Sie können also einen enormen Mehrwert für unsere Kunden bieten“, so Franz Androsch, Forschungschef des voestalpine-Konzerns.

(Quelle: voestalpine AG)

 

Schlagworte

AutomobilCO2CO2-EmissionenDekarbonisierungDonawitzDSVEmissionenEntwicklungEssenEUForschungGeschäftsjahrGesellschaftIndustrieINGInnovationInvestitionKlimaKranLeichtbauMesseNachhaltigkeitPatentProduktentwicklungProduktionSchienenSensorenSensorikStahlStahlerzeugungStahlproduktionTechnikUnternehmenVoestalpine AGWasserstoffWerkstoffWerkstoff StahlWettbewerbWirtschaft

Verwandte Artikel

Feier zur Inbetriebnahme JSW
06.11.2026

Zweite Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products in Betrieb

Die Anlage wurde bei JSW Steel Coated Products Limited am Standort Vasind im indischen Bundesstaat Maharashtra vom Technologiekonzern Andritz erfolgreich in Betrieb genom...

ANDRITZ AG Anlagen Beizlinie Bund EU Gesellschaft Inbetriebnahme Indien Industrie Säureregenerationsanlage Stahl Umwelt Unternehmen Verkauf Zink
Mehr erfahren
Das Tata Steel Kalinganagar und das SMS group Team feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme der Anlage
06.11.2026

Tata Steel nimmt Brammengießanlage in Betrieb

Tata Steel und SMS group haben im Stahlwerk Nr. 1 von Tata Steel Kalinganagar die dritte Zweistrang-Brammengießanlage in Betrieb genommen. Nach kurzer Zeit erreichte sie...

2016 ABB Anlagen Automatisierung Bramme Entwicklung Ergebnis EU Inbetriebnahme ING KI Ltd Ltd. Partnerschaft Produktion Schmelze Schmelzen SMS SMS group Stahl Stahlwerk USA Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Mitarbeiter von Nucor Steel Berkeley, Primetals Technologies und Clecim an der neuen Kontinuierlichen  Verzinkungsanlage in Huger, South Carolina, nach der erfolgreichen Produktion des ersten  Premiumklasse-Coil.
05.11.2026

Nucor produziert ersten Bund auf Durchlaufverzinkungsanlage

Die Anlage produziert Automobil-Außenstähle in Sichtqualität und höchstfeste Stähle (AHSS). Die firmeneigenen Technologien Rapid Cooling und Querfeld-Induktionserwärmung...

Aluminium Anlagen Automatisierung Automobil Brenner Brennertechnik Bund Entwicklung Ergebnis EU HZ Inbetriebnahme Indien ING Japan Lieferung Montage Nordamerika Primetals Produktion Service Stahl Strategie Technik Unternehmen USA Walzwerk Zink Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Von links: Jacobus Steyn, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Alleima; Hanhee Lee, Vizepräsidentin der Abteilung Wachstum/Beschaffung bei Doosan Enerbility; Göran Björkman, Geschäftsführer bei Alleima; Alistair Black, Vizepräsident für den Geschäftsbereich Großbritannien bei X-Energy; Robert Leone, leitender Direktor für die Lieferkette bei X-Energy; und Carl von Schantz, Leiter des Geschäftsbereichs Rohre bei Alleima.
05.11.2026

Alleima erhält ersten Auftrag für Rohrleitungen für Kernreaktoren

Alleima hat von Doosan Enerbility seinen ersten Auftrag über Dampferzeugerrohre für einen heliumgekühlten kleinen modularen Reaktor (SMR) der nächsten Generation erhalten...

Elektrifizierung Energie Entwicklung EU Getriebe Industrie Investition Kernenergie Produktion Rohre Sandvik Schweden Temperatur Tube Unternehmen USA Werkstoff Werkstoffe Zusammenarbeit
Mehr erfahren
Visualisierung der Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel in Duisburg: Der angepasste Förderbescheid schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel.
03.11.2026

Förderung stärkt Dekarbonisierungsprojekt tkH2Steel

thyssenkrupp Steel hat den Änderungsbescheid zur Förderung seines Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel erhalten. Diese bereits angekündigte Anpassung der Förderauflagen is...

Anlagen Anpassung CO2 Dekarbonisierung Direktreduktion Duisburg Emissionen Entwicklung Erdgas EU EU-Kommission Europa Förderung Hochofen IBU Industrie ING Klima Klimaziel Klimaziele Lieferketten Marktbedingungen Produktion Schmelze Stahl Stahlindustrie Stahlproduktion Stahlwerk Thyssen thyssenkrupp Thyssenkrupp Steel Europe Thyssenkrupp Steel Europe AG Transformation Transport Unternehmen Vorstand Wasserstoff Wettbewerb Wirtschaft
Mehr erfahren