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Geplante DRI-Anlage in Duisburg mit zwei AUMUND-Heißgutförderern - Grafik: thyssenkrupp Steel Europe AG
25.03.2024

Fördertechnik für den Grünen Stahl in Duisburg

Zwei Becherzellenbänder zum Transport von heißem Eisenschwamm (Hot DRI) wird die AUMUND Fördertechnik für die Direktreduktionsanlage von thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg, Deutschland, liefern.

Für die Produktion von „grünem Stahl“ mit Wasserstoff sind die beiden Heißgutförderer die direkte Verbindung von der Direktreduktionsanlage zum Schmelzofen. Die Lieferung ist für Herbst 2024 geplant. Beide Förderanlagen werden unterhalb des Schachtofens der Direktreduktionsanlage installiert und dienen der direkten Beschickung des Schmelzofens mit Hot DRI. Der von Midrex Technologies, USA, ausgeführte Direktreduktionsschachtofen ist dabei das Herzstück der Anlage.

„Der Auftrag für das Unternehmen thyssenkrupp Steel ist nicht nur für uns ein sehr bedeutendes Projekt, sondern wird auch für die Transformation des grünen Stahls in Deutschland eine Vorreiterrolle haben,“ sagt Matthias Moritz, Vertriebsleiter Metallurgie AUMUND Fördertechnik „Vor allem dank der bewährten Zusammenarbeit mit dem Unternehmen MIDREX können wir heute auf eine stolze Erfahrungsbilanz in der Fördertechnik für Direktreduktionsanlagen verweisen.“

Funktionsweise der Förderer
Die patentierten AUMUND-Heißgutförderern sind ein geschlossenes System zur kontinuierlichen Materialbeschickung. Sie transportieren das DRI in einer Schutzgasatmosphäre, die den Kontakt zur umgebenden Luft und damit eine Re-Oxidation sicher verhindert. Der Vorteil des mechanischen, aber trotzdem geschlossenen Systems ist im Vergleich zu pneumatischen Förderkonzepten ein deutlich geringerer Energieverbrauch. Bei einem mechanischen Förderband gibt es keine Relativbewegung zwischen dem Transportgut und dem Transportmittel auf der Transportstrecke. Im Unterschied zur pneumatischen Förderung wird deshalb auch kein zusätzlicher Feinanteil beim Transport generiert. Die AUMUND-Anlagen sind automatisiert: Sensoren überwachen die Temperatur und den Zustand des Materials auf dem Förderband. Das Transportsystem ist so konzipiert, dass ein inertes Gas den Kontakt des Fördergutes mit der Umgebungsluft verhindert und Staub innerhalb des Systems belässt.

Flexible Bauweise
Das seit mehr als 20 Jahren bewährte Fördersystem wird jeweils auf die erforderlichen Kapazitäten und die Situation am Aufstellungsort angepasst: Neben Temperaturen bis 1.000 °C sind Neigungswinkel bis zu 60 Grad ausführbar. Die größte bislang erreichte Hubhöhe eines Becherzellenbandes für heißes, direkt reduziertes Eisen beträgt 110 Meter, die maximale Förderleistung 480 t/h.

„Hubhöhe und Förderleistung des Förderers sind korrelierende Eigenschaften und durch die Festigkeit der Ketten begrenzt,“ sagt Frank Reddemann, Senior Manager in der Division Metallurgie. Er ergänzt: „Unsere Ketten haben eine Zugfestigkeit bis 3.000 Kilonewton pro Kette. AUMUND entwickelt die Ketten für die Fördersysteme selbst.“

Erfahrung in Anlagen weltweit
Die patentierte AUMUND-Fördertechnologie hat sich in mehr als 700 Anlagen in der Stahl- und Eisenindustrie weltweit bewährt. So wird auch die erste wasserstoffbasierte Anlage des schwedischen Unternehmens H2 Green Steel mit der AUMUND Technologie ausgestattet und soll ab 2025 grünen Stahl produzieren. Zum Heißgutförderer werden hier noch zwei Kühlförderer ergänzt: Sie verbrauchen wenig Wasser, das zudem dem Kreislauf wieder zugeführt werden kann. Auch die entstehende Wärme kann rückgewonnen und weiter genutzt werden. Alle AUMUND-Anlagen arbeiten so bereits nach der Idee der Erzeugung von grünem Stahl – weniger Schadstoffe, Ressourcen schonen und wiederverwenden.

(Quelle: AUMUND Holding B.V.)

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