Unternehmen
Gruppenfoto von links nach rechts: Stefan Erdmann (Outokumpu, Chief Technology Officer & Group Sustainability), Marc Blondin (MdL, CDU), Meral Thoms (MdL, Grüne), Guido Görtz (MdL, CDU), Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie), Henrik Lehnhardt (Mitglied der Outokumpu Geschäftsführung und Arbeitsdirektor), Dr. Max Menzel (Outokumpu, Head of Sustainability & Technical Customer Service), Hasim Cantürk (Outokumpu, Vorsitzender des Betriebsrats) und Dr. Cem Kurutas (Mitglied der Outokumpu Geschäftsführung und Werksleiter Krefeld) - Photo: Outokumpu Holding Germany GmbH
21.03.2023

Gespräche mit NRW-Ministerin Mona Neubaur

Am 17. März 2023 traf sich Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, zu Gesprächen mit Unternehmensvertretern im Outokumpu Werk in Krefeld.

Die gesamte Stahlbranche steht vor der enormen Herausforderung, nachhaltiger zu werden und die Produktionsprozesse der Zukunft klimaneutral zu gestalten. Mit einem CO2-Fußabruck, der heute schon 70 Prozent niedriger ist als der globale Branchendurchschnitt, nimmt Outokumpu eine Vorreiterrolle hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein und hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt.

Bereits 2021 hat sich das Unternehmen zum 1,5 Grad Klimaziel der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet und ist damit nach wie vor der einzige Edelstahlhersteller, der sich zu diesen ambitionierten CO2-Reduktionen bekannt hat. Und aktuell laufen für alle europäischen Produktionsstandorte die Zertifizierungsverfahren nach den Standards von ResponsibleSteel. Mit der Einführung der neuen Produktlinie Circle Green hat Outokumpu einen weiteren Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt.

Mit Circle Green konnten die kompletten CO2-Emissionen (Scopes 1, 2 und 3) gegenüber dem globalen Branchendurchschnitt um rund 90 Prozent reduziert werden. Das bedeutet, dass unsere Kunden mit diesem Produkt im Vergleich zum weltweiten Branchendurchschnitt von rund 6,1 Tonnen CO2-Emissionen pro Tonne Edelstahl mehr als 5 Tonnen CO2 pro Tonne Edelstahl einsparen. Für die entsprechende Transparenz stellt Outokumpu seinen Kunden für alle Produkte des Unternehmens sogenannte Product Carbon Footprints (PCF) zur Verfügung, also produktspezifische Informationen zu den Gesamtemissionen entlang der Produktionskette, die Scope 1, 2 und 3 Emissionen enthalten und keinerlei Klimakompensationen (Offsetting) beinhalten.

„Wir können auf eine starke Erfolgsbilanz in Sachen Nachhaltigkeit blicken. Mit Circle Green setzen wir nun ganz neue Maßstäbe für nachhaltigen Edelstahl und können aufzeigen, wie umweltfreundlich Edelstahl schon heute produziert werden kann“, so Stefan Erdmann, Chief Technology Officer & Group Sustainability.

„Doch Nachhaltigkeit ist für uns kein reiner Selbstzweck. Unsere Entwicklungsbemühungen kommen unseren Kunden direkt zugute, indem die geringstmöglichen CO2-Emissionen letztlich auch ihre CO2-Bilanz durch verminderte Emissionen aus der vorgelagerten Lieferkette verbessern und damit die Produkte unserer Kunden nachhaltiger machen.“

Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Damit wir die Industrie in Nordrhein-Westfalen auch langfristig sichern und die Erfolgsgeschichte unseres Landes fortschreiben können, benötigen wir Strategien zur Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz. Wir als Landesregierung unterstützen energieintensive Unternehmen dabei mit passgenauen Förderinstrumenten und Hilfsangeboten, die großen Herausforderungen der klimaneutralen Transformation zu meistern. Ich freue mich daher sehr, dass Outokumpu hier in Krefeld mit dem Product Carbon Footprint massiv CO2 in der Stahlproduktion einspart. Hier wird gezeigt, wie die Transformation unserer Industrie gelingen kann.”

Nachhaltigkeit spielt im Krefelder Outokumpu Werk, in dem das Circle Green Material, das im finnischen Tornio hergestellt wird, nach Kundenvorgaben weiterverarbeitet wird, eine große Rolle. Für verschiedene Energieeffizienzprojekte sind Investitionen von insgesamt rund 7 Millionen Euro geplant. Diese Investitionen sollen dazu beitragen, unsere bereits effizienten Prozesse noch weiter zu optimieren. Denn Outokumpu hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz in den Jahren 2023 und 2024 um insgesamt 8 Prozent zu steigern und so den Verbrauch von Ressourcen pro produzierter Tonne Edelstahl deutlich zu senken. Zudem prüft Outokumpu derzeit die Umsetzbarkeit einer Biokoksanlage, mit der aus Altholz regenerativ Gas erzeugt werden kann.

„Wir prüfen regelmäßig alle Möglichkeiten, unsere Produktion noch nachhaltiger zu gestalten“, sagt Dr. Cem Kurutas, Geschäftsführer und Leiter des Krefelder Werks.

„Das gilt für die Rückgewinnung von Wärme aus unseren Produktionsprozessen ebenso wie für Maßnahmen, mit denen wir Ressourcen einsparen und Biodiversität an unseren Standorten fördern können.“

Um Letztere zu unterstützen, wird es die „Bienenwiesen“, die vor einigen Jahren im Dillenburger Outokumpu Werk erfolgreich angelegt wurden, bald auch in Krefeld geben. Kurz vor dem Produktionsstart steht die neue Anlage für die Herstellung von hochwertigem Edelstahlpulver für die Additive Fertigung, die in Zusammenarbeit mit der SMS group in Krefeld aufgebaut wurde. Diese Metallpulverzerstäubungsanlage wandelt Edelstahlschrott in hochwertiges Pulver um, das unter anderem für den metallischen 3D-Druck von Komponenten in der Luftfahrt-, Automobil-, Öl- und Gas- oder Werkzeugindustrie eingesetzt wird. Damit eröffnet sich für Outokumpu nicht nur ein neues Kundensegment.

Die Anlage ist auch ein weiterer Baustein für mehr Nachhaltigkeit. Denn bei dem Edelstahlschrott, der hier vollständig wiederverwertet wird, handelt es sich um Restmaterial aus den eigenen Werken.

„Was wir als Unternehmen heute für die Nachhaltigkeit tun, entscheidet mit darüber, wie die Welt von morgen aussieht. Daher erreicht die Nachhaltigkeitsstrategie von Outokumpu nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen“, fasst Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Henrik Lehnhardt zusammen.

(Quelle: Outokumpu Holding Germany GmbH)

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