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Paul Tetteroo (rechts) sprach mit Mona Neubaur (links) und Felix Banaszak (Mitte) über die Transformationspläne bei ArcelorMittal Duisburg. - Photo: ArcelorMittal
11.04.2023

Mona Neubaur zu Besuch bei ArcelorMittal in Duisburg

Auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion

Die klimaneutrale Stahlherstellung ist ein zentrales Thema für die Zukunft des Standorts von ArcelorMittal Duisburg. Bei ihrem Besuch im Stahlwerk traf die nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur, begleitet vom grünen Bundestagsabgeordneten Felix Banaszak, auf Paul Tetteroo, CEO von ArcelorMittal Duisburg und Holger Lorek vom Zweigbüro der IGMetall in Düsseldorf und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des ArcelorMittal-Werks, sowie Vertreter des Betriebsrats, zum Gespräch über die geplante Dekarbonisierung des Standorts.

Seit über 150 Jahren wird am Standort Ruhrort Stahl hergestellt. ArcelorMittal produziert dort heute rund eine Million Tonnen Stahl, der zu hochwertigem Draht und Schmiedeteilen verarbeitet wird, die in der Autoindustrie, dem Maschinenbau und der Schienentechnik eingesetzt werden.

Für die Zukunft plant ArcelorMittal, die Stahlherstellung klimaneutral zu gestalten und grünen Strom in der Produktion einzusetzen. Dafür sind nicht nur der der Ausbau der Strom-Infrastruktur vor Ort und weitere Kapazitäten erneuerbarer Energie notwendig, sondern auch ein kompletter Technologiewechsel der Produktionsweise, der mit hohen Investitionskosten in einen Elektrolichtbogenofen in Duisburg verbunden ist. ArcelorMittal hat dafür bei der Bundesregierung Fördermittel beantragt, die von der EU-Kommission bewilligt werden müssen, damit der Konzern die nächsten Schritte auf dem Weg zur Dekarbonisierung gehen kann.

Paul Tetteroo, CEO ArcelorMittal Duisburg:
„Wir haben einen starken Plan entwickelt, um die Stahlherstellung von ArcelorMittal in Duisburg für die Zukunft klimaneutral zu machen. Dafür sind Investitionen von rund 300 Millionen Euro erforderlich, die wir als Unternehmen im internationalen Wettbewerb nicht allein tragen können. Finanzielle Förderung ist daher notwendig und eine schnelle Genehmigung der EU-Kommission wichtig, damit wir unseren ehrgeizigen Transformationsplan umsetzen können.“

Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Nordrhein-Westfalen soll zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas werden. Die Stahlindustrie leistet hierfür als Schlüsselbranche mit mehr als 45.000 Beschäftigten in unserem Land einen zentralen Beitrag. Als Landesregierung unterstützen wir die Hersteller auf dem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion und setzen uns zudem für zügige Genehmigungsverfahren in der EU ein.“

Felix Banaszak, grüner Bundestagsabgeordneter aus Duisburg und Experte für Industriepolitik:
„Dass wir in Duisburg schnellstmöglich klimaneutral Stahl produzieren, ist enorm wichtig - nicht nur, um unsere Klimaziele zu erreichen, sondern auch, um Arbeitsplätze in der Region zu sichern und unseren Industriestandort zu stärken. Es ist gut, dass die Unternehmen jetzt entschlossen vorangehen.

ArcelorMittal hat eine lange Tradition in der Stahlherstellung - und ich setze mich dafür ein, dass für die entscheidenden Investitionen in der Zukunft ein sicheres Umfeld geschaffen wird, damit weiter Stahl in Duisburg produziert wird. Wir brauchen dafür eine aktive europäische Industriepolitik, die nicht zuletzt auch dafür sorgt, dass die Genehmigungs- und Beihilfeverfahren schneller und schlanker werden.“

(Quelle: ArcelorMittal)

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