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Vorstandsvorsitzende und Chief Executive Officerin (CEO) Kati ter Horst - Photo: Outokumpu
15.05.2026

Outokumpu Zwischenbericht Januar – März 2026

Höhepunkte in Q1/2025

  • Das bereinigte EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal auf 65 Mio. Euro, getragen von einer verbesserten Profitabilität im Geschäftsbereich BA Europe infolge höherer Liefermengen sowie im Geschäftsbereich BA Americas aufgrund eines höheren durchschnittlichen Edelstahlpreises.
  • Die Aktivität auf dem Edelstahlmarkt belebte sich, unterstützt durch saisonale Faktoren sowie CBAM-bedingte Effekte. Die Liefermengen stiegen um 27% auf 465 Tausend Tonnen gegenüber dem Vorquartal an.
  • Der Ferrochrom-Markt blieb ausgeglichen, was Preissteigerungen unterstützte und unser emissionsarmes europäisches Produktangebot begünstigte. Die Liefermengen erhöhten sich um 17% auf 110 Tausend Tonnen gegenüber dem Vorquartal.
  • Der operative Cashflow verbesserte sich auf 85 Mio. Euro, hauptsächlich infolge des stärkeren Ergebnisses, wobei die Freisetzung von Working Capital zusätzlichen Rückenwind lieferte. Die Nettoverschuldung verringerte sich auf 241 Mio. Euro.
  • Die Umsetzung des Restrukturierungsprogramms verläuft planmäßig. Bis Ende 2027 werden jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 100 Mio. Euro angestrebt, von denen voraussichtlich rund die Hälfte bereits im Jahr 2026 realisiert werden soll.
  • Fortschritte bei der EVOLVE-Wachstumsstrategie:
    • Der Bau der Pilotanlage in den USA zur Skalierung proprietärer Technologie für die Produktion von CO₂-arm angereichertem Ferrochrom und Chrommetall schreitet voran. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr des Jahres 2027 vorgesehen.
    • Die Entwicklung von Ferrochrom-Spezialgüten zur Ausrichtung auf Produkte mit einer größeren Handelsspanne schreitet voran.
    • Im Umfeld unseres Kemi-Bergwerks wurde ein Kreislaufwirtschafts-Ökosystem zur Nutzung von Nebenströmen eingeführt.
    • Die Überprüfung der Investition in die Glüh- und Beizanlage in Tornio dauert an.
    • Für das Schmelzwerk in Avesta wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um eine Expansion in den Bereich der Hochnickel-Legierungen zu untersuchen.
Darstellung: Outokumpu

1) Bereinigtes EBITDA = EBITDA abzüglich Sondereffekte, die das Vergleichsergebnis beeinflussen.

Die in Klammern angegebenen Zahlen beziehen sich auf die entsprechenden Vergleichswerte des ersten Quartals 2025, sofern nicht anders angegeben.

Vorstandsvorsitzende und Chief Executive Officerin (CEO) Kati ter Horst

Im ersten Quartal verbesserten sich die Marktdynamiken im Edelstahlmarkt, getrieben durch saisonale Effekte sowie die Auswirkungen des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) in Europa. Seit der Einführung des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus im Januar 2026 gilt an den EU-Grenzen ein klar definierter CO₂-Preis für Edelstahlimporte, wodurch sich die Nachfrage hin zu europäischer, schrottbasierter Produktion mit geringerem CO₂-Fußabdruck verlagert. Infolgedessen hat sich der Anteil der kaltgewalzten Edelstahlimporte in die EU nahezu halbiert. Es ist wichtig, den CBAM auf nachgelagerte stahlintensive Güter auszuweiten, um faire Wettbewerbsbedingungen auf für unsere Kunden sicherzustellen und Carbon Leakage zu verhindern. Wir unterstützen den Plan der Europäischen Kommission, den CBAM auf weiterverarbeitete Produkte in nachgelagerten Kundensegmenten auszuweiten. Darüber hinaus haben sich die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union auf weiterführende Handelsschutzmaßnahmen für Stahl (Safeguards) geeinigt, die am 1. Juli 2026 in Kraft treten und die europäischen Binnenmärkte der Stahlindustrie vor globalen Überkapazitäten schützen sollen.

Bislang haben sich die direkten Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf das Ergebnis von Outokumpu in Grenzen gehalten und haben hauptsächlich im Zusammenhang mit höheren Frachtkosten gestanden, die im zweiten Quartal voraussichtlich weiter steigen werden. In der Beschaffung von Energie helfen uns Hedging und unser hoher Anteil nordischer CO₂-armer Stromversorgung dabei, die Auswirkungen abzumildern. Sollte sich der Konflikt jedoch verlängern, könnte dies das Wirtschaftswachstum belasten, die Endkundennachfrage nach unseren Produkten beeinträchtigen und zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Energiekosten ausüben.

Im ersten Quartal stieg unser bereinigtes EBITDA auf 65 Millionen Euro, unterstützt durch um 27 % höhere Edelstahl-Liefermengen im Vergleich zum vierten Quartal. Während sich die Profitabilität im Geschäftsbereich BA Europe infolge der höheren Liefermengen verbesserte, wurden die Ergebnisse von Outokumpu weiterhin negativ durch den Lieferrückstände im Zusammenhang mit der Implementierung einer neuen Supply-Chain-Lösung beeinflusst. Der Geschäftsbereich BA Americas erzielte ein ausgezeichnetes Ergebnis, unterstützt unter anderem durch einen höheren Durchschnittspreis für Edelstahl. Der Geschäftsbereich BA Ferrochrome setzte seine solide Entwicklung dank seines emissionsarmen Portfolios in Europa fort. Die Liefermengen stiegen gegenüber dem Vorquartal um 17 %. Der Ferrochrommarkt blieb ausgeglichen, was die Preise unterstützte. Der operative Cashflow des Konzerns verbesserte sich, hauptsächlich aufgrund des stärkeren Ergebnisses und der Freisetzung von Working Capital.

Wir machen Fortschritte in der Umsetzung der EVOLVE-Wachstumsstrategie mit der Entwicklung von Ferrochrom-Spezialgüten zur Ausrichtung auf Produkte mit einer größeren Handelsspanne. Diese neuen Produkte tragen zudem zum Ausbau unseres Kundenportfolio außerhalb des Edelstahlgeschäfts bei. Im Laufe des Quartals erzielten wir Fortschritte durch erfolgreiche Produktionskampagnen zur Belieferung sowohl interner als auch externer Kunden. Der Bau unserer Pilotanlage in New Hampshire, USA, zur Skalierung proprietärer Technologie für die CO2-arme Herstellung von angereicherten Ferrochromgüten und Chrommetallen verläuft planmäßig und soll im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus gab Outokumpu die Einführung eines Kreislaufwirtschafts-Ökosystems rund um sein Bergwerk Kemi bekannt, um die Nutzung der Abbau-Nebenströme sowie die Ressourceneffizienz zu unterstützen. Zudem wird unser konzernweites Restrukturierungsprogramm bis Ende 2027 Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro erzielen, von denen wir voraussichtlich etwa die Hälfte bereits 2026 realisieren werden.

Outokumpu verfolgt konsequent das Ziel von null Sicherheitsvorfällen. Im Jahr 2026 konzentriert sich die Sicherheits-Roadmap auf das sichere Management von Fremdfirmen, die sicherste Art der Isolation von Arbeitsumgebungen gegenüber gefährlichen Energiequellen sowie das Erlaubnisscheinverfahren. Im ersten Quartal 2026 lag die Gesamtrate meldepflichtiger Unfälle (TRIFR) bei 1,8 – leicht über unserem Zielwert von 1,5 für 2026 – und zeigt damit weiteres Verbesserungspotenzial bei präventiven Maßnahmen wie der Risikoidentifikation auf.

Abschließend möchte ich unseren Mitarbeitenden danken für ihren Einsatz und ihre Energie auf dem Weg, unsere strategischen Ziele voranzubringen, unseren Kunden für ihre Loyalität und die gute Zusammenarbeit, unseren Lieferanten für ihre wertvolle Partnerschaft sowie unseren Aktionären für ihr anhaltendes Vertrauen.

Ausblick für Q2/2026

Die Verbesserung des bereinigten EBITDA im zweiten Quartal 2026 dürfte vor allem von steigenden Edelstahl-Liefermengen profitieren, die gegenüber dem ersten Quartal 2026 voraussichtlich um 0–10% zunehmen werden.

Auf Basis der aktuellen Rohstoffpreise werden rohstoffbezogene Lagerbestands- und Metall-Derivategewinne voraussichtlich …

Prognose für Q2/2026

Es wird erwartet, dass das bereinigten EBITDA im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum ersten Quartal 2026 höher sein wird.

(Quelle: Outokumpu)

 

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